Virtual Reality

Viel wird derzeit über die Zukunft der Mode spekuliert. In Zeiten des aktuellen Umbruchs scheint alles möglich:

Mehr und mehr verabschiedet sich die Branche von den alten Präsentationsformen (konventionelle Catwalk Shows). Immer öfter kommt es zur Verschmelzung von Kunst, Mode und Musik – zu letzt bei der New Yorker YEEZUS Show und bei Saint Laurent in Los Angeles.

Wenn man sich fragt, wie zukünftig Mode präsentiert werden wird, dann wir dabei ein Punkt ganz entscheidend sein: das Medium, über das sie kommuniziert wird.

Zu Anfangszeiten der Haute Couture – zur Hochphase von Paul Poiret – wurde die Mode nur einem elitären Kreis präsentiert, damals gab es weder Snapchat, Livestream noch Instagram. Mode wurde gezeichnet, von Illustratoren, deren Modezeichnungen Wochen nach den Schauen in den Modemagazinen veröffentlicht wurden.

Das Medium, über das die Mode verbreitet wurde, nahm Einfluss auf das Tempo und Art- und Weise der Gestaltung der Defilees. Eine Kommunikationstechnik, welche zukünftig eine wichtige Rolle spielen wird, ist die der Virtual Reality.

Nach der Gaming- und Pornobranche nutzt auch die Modebranche verstärkt die Technik der Virtual Reality. Dior, Hussein Chalayan und Balenciaga haben mit der VR-Technik gearbeitet, mit Hilfe derer sie ihren Fans ein Frontrow Erlebnis verschafften.

Auch Jeremy Scott experimentierte für seine zuletzt gezeigte Moschino Resort Show, mit der für die Modewelt neuen Technik. 50 Premium-Kunden der Moschino Stores in New York und Los Angeles bekamen VR-Brillen.

Mit diesen konnten sie die Moschino Fashion Show “live” von zu Hause erleben. Virtuality Reality inszeniert ein Erlebnis, welches dem Real-Erlebnis sehr nah kommt. Daher scheint dann – dank VR – auch der Livestream wieder sinnig.

Doch VR könnte in der Mode nicht nur bei der Präsentation der Mode relevant werden, sondern auch im Online-Shopping-Sektor. Unsere Avatare, welche aus Bodyscans erschaffen werden, könnten zukünftig die gewünschten Pieces für uns virtuell Probe tragen.

Auch in der Kunst wird VR immer wichtiger:

Aktuell lässt ich in Berlin im 4. Stock der “Akademie der Künste” eine beeindruckende Arbeit des gehypten Jon Rafman bewundern. Dem “Berlin Biennale” Besucher wird die VR-Brille aufgesetzt. Daraufhin fallen Menschen von Himmel, der Erdboden stürzt ein und man blickt auf ein Leguan, der ein Faultier verspeis. Irre, unbedingt anschauen.

Und auch die Musik macht Gebrauch von VR: Für ihr Stonemilker 360 Grad Video verwendete Björk VR. Auch Jack White erschuf schon Virtuality Welten für seine Fans.

Die Virtuality Technik ist noch ausbaufähig. Wir befinden uns im Anfangsstadium. Doch Mark Zuckerberg und sein Team arbeiten aktuell hart dran (Occulus Rift), dass sich das noch erheblich verbessern wird. VR ist – neben 3d-Druck – sicherlich die Technik, die unseren Alltag am massivsten beeinflussten wird. Somit auch die Mode.

 

Category: Trends

Tags: Virtual Reality

Von: David Kurt Karl Roth

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