Zeitgemäß wichsen: Tenga

Seit der Computer-Hacker-Laden im Erdgeschoss meines Hauses auch selbst entworfene Dildos aus dem 3-D-Drucker anbietet, lässt mich die Frage nicht mehr los, was denn eigentlich mit mir ist und ob die Gesellschaft ob der weiblichen Übersexualisierung (Soft-Porno-Literatur, Soft-Porno-Literaturverfilmung, Vibrator-Werbung an jeder Litfasssäule, etc.) den Mann vergisst. An manchen Tagen wurde ich deshalb sogar ganz panisch und konnte kaum schlafen.

Umso besser also, dass sich mit TENGA ein Anbieter nun auch der männlichen Masturbation widmet, die in ihrer Ursprünglichkeit ja nun wirklich auch mal eine Modernisierung vertragen könnte. Und noch besser ist, dass TENGA uns ein paar Produkte ins Dandy Diary-Office geschickt hat, die von unserer Chef-Sekretärin mit großem Interesse ausgepackt wurden.

Um die Produkte zu testen und dann hier über die – nun ja – “User Experience” berichten zu können, haben wir sie “einem guten Freund” gegeben, der sich daran abarbeiten sollte. Das hat der gute Freund dann auch getan, mit seinem besten Freund.

Und wenn wir unserem guten Freund glauben dürfen, hat es sich bei der “User Experience” um das beste Erlebnis seit diesem einen Mal gehandelt, als er sich im Frühstücksraum seines Schüler-Praktikumsbetriebs heimlich einen runterholte und dabei versehentlich von einer Überwachungskamera gefilmt wurde. Das wiederum war dann nicht mehr ganz so geil, sondern wohl vor allem extrem unangenehm.

Von TENGA hat unser Freund das Modell “Egg” in verschiedenen Ausführungen getestet, wobei der Unterschied an den Noppen auf der Innenseite liegt, die sich jeweils etwas unterschiedlich anfühlen, wenn man das ausgerollte “Egg” über seinen, im besten Fall eregierten Schwanz zieht. Denn so sollte man das machen: Ei auspacken, mitgeliefertes Gleitgel einfüllen und dann, nicht unähnlich einem Präser, aber doch so viel schöner, überziehen. Und dann eben das alte Auf-und-ab-Spiel, das ja nun jeder kennen sollte. Offizielles Urteil unseres Testers: “Next Level Wichsen. Mir ist völlig unklar, wie ich jahrelang quasi auf Schülerniveau onaniert habe. Das hier ist die Zukunft!”

Als unser Freund alle Eier getestet hatte, ging es ohne Pause weiter. Wir reichten ihm mit verschlossenen Augen und weit ausgestrecktem Arm “das ultimative Fellatio-Erlebnis”, mit Namen: Cup. Der so genannte “AIR TECH Reusable Vacuum Cup” funktioniert etwas anders als die Eier und entwickelt, dank steifer Hartplastikhülle, eine Sogwirkung, die es in sich hat – und die jeder Mann schätzt. Offizielles Urteil unseres Testers, der in diesem Text gern William Wallace genannt werden möchte: “Freeeeedoooooom!”

Man muss es sagen wie es ist: während wir uns jahrelang auf Steinzeitniveau selbst befriedigt haben, treten wir dank TENGA endlich in die Moderne ein. Willkommen in der Zukunft, ist schön hier!

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Category: News

Von: Carl Jakob Haupt

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