Zara’s “Pepe the Frog” Problem

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Alles begann ganz harmlos: 2005 wurde die Comic-Figur “Pepe the Frog” geboren, erfunden vom US-amerikanischen Künstler Matt Furie. Zuerst wurde der Frosch im sozialen Netzwerk MySpace veröffentlicht.

Sein kultiger Spruch “Feels good man” verhalf Pepe den Sprung in das 4chan Forum (welches in Deutschland viele Jahre später in Verruf geraten sollte), die ursprüngliche schwarz-weiß Zeichnung wurde eingefärbt, das Meme war geboren, das Unglück begann.

Die “Alt Right” Bewegung – Supporter von Trump – begannen 2016 während des US-Wahlkampfs damit “Pepe” zu nutzen. Ein Haufen von rechten Internet-Trolls beraubten die Popkultur, Millionen von Kids – sie nahmen uns “Pepe the Frog”.

“Pepe” wurde fortan mit Hitler-Bärtchen und einer Sprechblase mit “Kill jews man”. Oder in anderen Zeichnungen als verschmitzt lächelnder Jude dargestellt (während im Hintergrund das WTC einstürzt).

“Pepe the Frog” war seiner Unschuld beraubt. ZARA – der spanische Fast-Fashion-Gigant – hat von seinem Werdegang (von grün bis braun) allem Anschein nach rein gar nichts mitbekommen. Anders ist nicht zu erklären, dass sie sein Konterfei als Stickerei für einen Rock nutzen.

Der öffentliche Aufschrei war groß. So groß, dass sie das Design, welches zunächst online in der Kategorie “Festival Edition” zu finden war, wieder “offline” stellten. Bei ZARA herrschte offensichtlich Unwissenheit, daher der stillschweigende Rückzug.

Doch viel besser wäre es gewesen, wenn ZARA ihr in die Kritik geratendes Design nicht vom Markt, sondern nach dem Trubel größtmöglich beworben hätte. Denn warum sollten wir der “Alt Right” Bewegung “Pepe the Frog” kampflos überlassen?

Category: News

Tags: Pepe the Frog, Zara

Von: David Kurt Karl Roth

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