Wie ein Phantom gegen und durch die Wand: Zehra Badem

đŸ†âšœïž

Wenn wir über Fußball berichten, dann normalerweise über den bedenklichen Style von Fußball-Profis oder auch deren Spielerfrauen (Hottest Chick Ranking). Da Fußballspielerinnen bisher noch fehlen, soll sich das hiermit Ă€ndern. Ich traf dafĂŒr Zehra Badem, die noch vor wenigen Wochen ihre Mannschaft „the Destroyer“ beim NIKE Awaken the Phantom Turnier zum Sieg führte, auf eine Kirsch-Limonade und ein GesprĂ€ch.

Wenn man die 18-jĂ€hrige Zehra im Cafe „Milch & Zucker“ im Berliner Stadtteil Friedrichshain da so sitzen sieht – zierlich, große, braune Augen, lĂ€ssiger Dutt, Skinny-Jeans, lockerer Strickpullover, dazu farblich abgestimmte Nike AF1 Jester Sneaker, hübsch, immerzu: #smile. – würde man auf viel kommen, aber wohl kaum darauf, dass es sich hier um eine Fußball-Enthusiastin handelt.

Dennoch besitzt die Schülerin ein kĂ€mpferisches Alter Ego, das zum Vorschein kommt sobald sie das Fußballfeld betritt. Sie ist zudem Mitglied und Mitbegründerin der „Phantoms of Berlin“, einer von Nike initiierten Gemeinschaft von jungen Fußballbegeisterten, welche rund um den PhantomVSN Schuh entstanden ist. Temperamentvoll, auf jeder Position eine Gefahr, prĂ€zise in der BallfĂŒhrung, eiskalt im Abschluss – Zehra ist Teil der Zusammenkunft von Talenten, die sich gegenseitig anerkennen und gemeinsam ihre vollen FĂ€higkeiten aktivieren. Es gilt: Game recognizes game!

Beim Thema Fußball fehlte ihren türkischen Eltern anfĂ€nglich jedoch das Vorstellungsvermögen. Und as obwohl sie bereits mit vier Jahren, gemeinsam mit ihren Cousins in Kreuzberg im Park Fußball spielte. Ihre Skills wurden schnell so gut, dass sie bald die Aufmerksamkeit eines Vereinstrainer auf sich zog. Ihre Eltern jedoch – obwohl selbst große Fußball-Fans (Union Berlin) – sperrten sich. Fußball passt doch nicht zu einem wahren MĂ€dchen.

So kam es zu einer Fußball-Zwangspause nach der Grundschule für Zehra. Ihr Sportlehrer aber erkannte ebenfalls ihr Talent für den Ballsport und versuchte ihre Eltern davon zu überzeugen, dass der Verein ein gute Wahl wĂ€re. Es war viel Zuspruch notwendig, doch ihre Mutter unterschrieb schlussendlich die Anmeldung. Ein Mutter-Tochter-Pakt, ohne Absprache mit dem Vater, der, als er von dem Komplott hörte, die Anmeldung in einem dramatischen Akt zerriss. Nichts desto trotz kam es wie es kommen musste: Zehra wurde Fußballerin.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Zehra (@zehrraa_) am

Heute gehört ihr Vater zu ihren grĂ¶ĂŸten Fans. Als Zehra gemeinsam mit ihrem Team das NIKE Awaken the Phantom Turnier gewann, saß ihr Vater auf der TribĂŒne voller Stolz auf seine fußballspielende Tochter. Mittlerweile besucht er auch regelmĂ€ĂŸig die Spiele der 1. Frauenmannschaft von Türkiyemspor. Dort ist Zehra nicht nur als Spielerin, sondern auch als Nachwuchscoach aktiv. Sie ist sich ihrer Rolle als Pionierin und Vorbild für die blutjungen, meist aus Migrationshintergrund stammenden MĂ€dels bewusst.

Motiviert kĂ€mpft die junge Trainerin gegen Sprüche wie „MĂ€dchen können kein Fußball spielen“, für den Fußball und für die Entscheidungsfreiheit – genau das zu tun, auf was man Lust hat – auch als MĂ€dchen. Zehra selbst sieht sich weiterhin in Zukunft ihren eigenen Weg gehen und wĂŒnscht das jedem Nachwuchsspieler. Selbstbewusst aber trotzdem bescheiden bezeichnet sie sich als Allrounder. „Man kann mich auf jede Position setzen, nur nicht auf die Bank“. Diese Attitüde versucht sie als Trainer ebenso ihren Girls bei der F-Jugend beizubringen.

Ihre Coaching-Skills waren beim glorreichen Sieg der „The Destroyer“ zweifelsfrei hilfreich. Denn jeder „Phantom“ konnte sich sein Team selbst zusammenstellen „Ich habe verschiedene Spieler mit verschiedenen Spielweisen integriert. Nicht alle Spieler kannten sich zuvor, doch der Vibe hat gestimmt. Mein Team besteht aus Spieler von Vereinen wie Hertha BSC, Tennis Borussia, Berliner SC und Türkiyemspor Berlin. Zum einen verschiedene Altersgruppen, zum anderen verschiedene Bezirke“, so Zehra. Mit dabei waren, unter anderem, ihre Cousine Arzum Eren und Ali Gündogdu, einem U19 Spieler von Hertha B.S.C Berlin, der zum besten Spieler des Turniers gewĂ€hlt wurde. Für jemanden, der wie Zehra immer vollen Einsatz fürs Team gibt, ist dies eine weitere BestĂ€tigung zu ihren FĂ€higkeiten als Teamcaptain.

Der Sieg der „Destroyer“, ihre Leistung beim NIKE Phantom Turnier, beeindruckte nicht nur ihre Familie, sondern auch Ronaldinho, Kevin-Prince Boateng und Joshua Kimmich, die am Abend anwesend waren. Wie keine andere verkörpert die junge Spielerin den Geist des Phantoms mit ihrem unerschrockenen Willen und Ehrgeiz. An diesem Tag gelang Zehra beinahe alles: Dribblings, PĂ€sse, knüppelharte Tacklings saßen und fast hĂ€tte sie sogar noch Star-Gast Ronaldinho erfolgreich seinen Beanie abgeschwatzt. Fast.

1/5

2/5

3/5

4/5

5/5

Category: News

Tags: Nike Phantom, Zehra Badem

Von: Thao Le Minh

Instagram