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NEWS

 

Wegen Lance Armstrong: Boykottaufruf von OAKLEY-Brillen

Weil Lance Armstrong gedopt hat, wurden ihm alle Tour de France-Titel nachträglich wieder aberkannt. Das finden wir unfair. Immerhin war er doch der Schnellste. Und darum geht’s doch schließlich beim Radrennen: der schnellste sein.

Na gut, vielleicht haben wir diesen komischen Sport mit den schmalbrüstigen Männern auch nie richtig verstanden. Wovon wir allerdings eine ganze Menge verstehen, ist Mode. 

Wir propagieren zum Beispiel seit Monaten, dass Radfahrer-Sonnenbrillen wieder angesagt sind. Dazu stehen wir auch nach wie vor. Jetzt sogar mehr denn je. Denn Doping finden wir super! Und Lance sowieso!

Was wir allerdings ganz und gar nicht okay finden, ist, dass die Sonnenbrillen-Firma OAKLEY ihren Sponsoring-Vertrag mit Lance Armstrong aufgelöst hat. Die piekfeinen Herren möchten sich ihre Finger also nicht an Lance schmutzig machen.

Das finden wir absolut ungerechtfertigt. Der Mann hat schließlich nur ein bisschen gedopt. Ist doch nicht schlimm, ihr Kacknasen. Beruhigt euch mal und gebt ihm seine Titel zurück. Und seine Sponsoring-Gelder. Und seinen Hoden!

Wie dem auch sei. Wir sind stinksauer! Also rufen wir zu einem Boykott von OAKLEY-Brillen auf!

Kauft nicht bei OAKLEY! (Aber kauft trotzdem sportliche 90er Jahre Sonnenbrillen, denn die sind schließlich arschkool!)

FASHION SHOWS

 

In Hedis Hood: Saint Laurent Show in “Los Angeles”

Der Mann, der Yves Saint Laurent das “Yves” nahm, und Millionen-Umsätze bescherte, hat gestern Abend in seiner schwer angesagten Hood Los Angeles eine Off-Season Show für all seine VIP-Freunde und ausgelesene Journalisten präsentiert.

Zu Ehren Slimane kamen Lady Gaga, Courtney Love, Lenny Kravitz, Sky Ferreira, CL, und, und – um in der Frontrow der seit den 1940er Jahren bestehenden Konzerthalle Hollywood Palladium Platz zu nehmen.

Sie bekamen eine von den Sixties inspirierte Kollektion und Show zu sehen – typisch für Slimane, der sich zum Ende, langhaarig, rockig, feiern ließ. Slimane ließ seine Indie-Model-Musen Staz Lindes, Lida Fox und Lilli Summer, um seine von seinem Stil-Idol Mick Jagger inspirierten Looks der extrem hippen Crowd vorzuführen.

Nach der Show performten noch Beck, Joan Jett und uns unbekannte Acts The Sloths, Cherry Glazerr und Allah-Las. It’s all about music!

 

SPECIAL

 

Body Shaming: Britisches Label zwingt Models zum Essen

Das britische Label Rose & Willard, von dem wir bisher noch nicht einmal den Namen kannten, wird in Zukunft jedes Model dazu zwingen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, bevor es für Haus arbeitet.

Damit will die Gründerin von Rose & Willard, eine gewisse Heidy Rehman, die Models vor der aus ihrer Sicht dämonenhaften Branche schützen.

“Yes, it’s a form of nannying but we feel we have a responsibility to protect these young women from an industry which we believe can leave them exploited and puts them under pressure to starve themselves and damage their health and wellbeing,” sagt die selbsternannte Ernährungsexpertin.

Ablaufen soll das Ganze wie folgt: Unter Aufsicht von Mitarbeitern des Labels (oder vielleicht sogar der Chefin höchstpersönlich) müssen die Models eine Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei ist es den Mädchen weder erlaubt, die Nahrungsaufnahme zeitlich zu verschieben, noch lassen die harten Aufseher „kleine Häppchen“ durchgehen.

Verweigert sich ein Model dem beaufsichtigten Dinner, so wird weder das Mädchen selbst noch die Modelagentur für den Job bezahlt.

Damit ist – nachdem in Frankreich bereits ein umstrittenes Gesetz gegen „Magenmodels“ erlassen wurde – ein ganz neues Ausmaß von Body Shaming und generellen Unterstellungen erreicht.

Die erzwungene Nahrungsaufnahme impliziert, jedes Model hätte seine Ernährung nicht im Griff und bräuchte Unterstützung und Aufsicht beim Essen.

Das ist nicht nur eine beispiellose Respektlosigkeit gegenüber kerngesunden, von Natur aus schlanken Mädchen. Es hilft den tatsächlich magersüchtigen Models auch überhaupt nicht weiter. Ganz im Gegenteil:

Sie werden erneut mit der ignoranten Haltung gegenüber ihnen und ihrer Krankheit konfrontiert, die Heidy Rehman der Modebranche unterstellt und mit ihrem Schritt doch eigentlich bekämpfen will.

Wir sind erschrocken über so wenig Feingefühl von den eigentlich so zuvorkommenden Briten.

Text: David Jenal

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