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NEWS

 

Wegen Lance Armstrong: Boykottaufruf von OAKLEY-Brillen

Weil Lance Armstrong gedopt hat, wurden ihm alle Tour de France-Titel nachträglich wieder aberkannt. Das finden wir unfair. Immerhin war er doch der Schnellste. Und darum geht’s doch schließlich beim Radrennen: der schnellste sein.

Na gut, vielleicht haben wir diesen komischen Sport mit den schmalbrüstigen Männern auch nie richtig verstanden. Wovon wir allerdings eine ganze Menge verstehen, ist Mode. 

Wir propagieren zum Beispiel seit Monaten, dass Radfahrer-Sonnenbrillen wieder angesagt sind. Dazu stehen wir auch nach wie vor. Jetzt sogar mehr denn je. Denn Doping finden wir super! Und Lance sowieso!

Was wir allerdings ganz und gar nicht okay finden, ist, dass die Sonnenbrillen-Firma OAKLEY ihren Sponsoring-Vertrag mit Lance Armstrong aufgelöst hat. Die piekfeinen Herren möchten sich ihre Finger also nicht an Lance schmutzig machen.

Das finden wir absolut ungerechtfertigt. Der Mann hat schließlich nur ein bisschen gedopt. Ist doch nicht schlimm, ihr Kacknasen. Beruhigt euch mal und gebt ihm seine Titel zurück. Und seine Sponsoring-Gelder. Und seinen Hoden!

Wie dem auch sei. Wir sind stinksauer! Also rufen wir zu einem Boykott von OAKLEY-Brillen auf!

Kauft nicht bei OAKLEY! (Aber kauft trotzdem sportliche 90er Jahre Sonnenbrillen, denn die sind schließlich arschkool!)

SPECIAL

 

Dandy Talks: Rafael Horzon

Im dritten Teil, der eigentlich nicht weniger als der Auftakt unserer neuen Imbissbuden-Interview-Reihe DANDY TALKS werden sollte, sprachen wir mit dem Bestseller-Autor und Unternehmer Rafael Horzon.

Rafi, wie ihn Freund und Feind nennen, hat es nicht nur mit seinem aggressiven Möbelladen “Moebel Horzon” geschafft, IKEA aus Berlin-Mitte fernzuhalten, sondern gilt, seit es in der GQ Deutschland stand auch als Erfinder des wundersamerweise immer noch recht angesagten Normcore-Looks. Warum er sich das Krokodil vom LACOSTE-Hemd schneidet und dass er tatsächlich einmal die Pastorentochter Angela Merkel traf, verrät er im extrem ausführlichen Dandy Talk. Hier lernen wir sehr viel über den Mensch Rafael Horzon, der als solcher immer noch irgendwo auch hinter der blendenden Fassade des erfolgreichen Unternehmers steht.

Viel Spaß beim Schauen wünschen wir – und bedanken uns an dieser letzten aber nicht leasten Stelle auch noch recht herzlich bei unseren Freunden von Huawei, die uns erst auf die Idee gebracht haben, mit dem Talk, indem sie uns zwei P9 Smartphones geschickt und uns maximal subtil darauf hingewiesen haben, dass es mal Zeit für einen Perspektivwechsel wäre. Also haben wir von Selfie-Kamera auf Frontkamera geswitcht und los gings.

Von: Jakob

LOOKBOOKS

 

Chris Brown x SNIPES – Capsule Collection

Nachdem SNIPES neulich schon mit dem Rapper Machine Gun Kelly kollaborierte, geht es nun mit Chris Brown in die nächste Runde. Passend zum Style des Sängers gibt es eine Capsule Collection mit Kapuzenpullovern in pastelblau und rosa, einem astreinen Jogginganzug, der selbst jeden Ost-Londoner Halbstarken Stolz machen würde und einem Trikot-Jersey. Alles auf den Punkt genau zeitgemäß. So macht man das heutzutage.

Der Sänger, der – glaubt man der Legende (was wir ja immer sehr gern tun) – in einer Tankstelle aufwuchs, mit 15 Jahren entdeckt wurde und dann schnell seinen ersten Nummer 1-Hit hatte, sagt zur Zusammenarbeit mit dem Streetwear-Label: „SNIPES fördert Kreativität und versteht, dass Künstler sich entwicklen. Mir als Künstler ermöglichst das mit einer Lifestyle-Brand ohne Kompromissen zu arbeiten und meine Kreativität zum Ausdruck zu bringen.“

Im zur Kollektion erscheinenden Video zeigt Brown dann auch gleich mal, wie GENAU er seine Kreativität zum Ausdruck bringt: er tanzt extrem smooth durch die Gegend, junglet durch die nächtliche Großstadt und malt ein Graffiti auf eine Leinwand.

Die Chris Brown x SNIPES-Kollektion ist ab dem 6. Juni online auf www.snipes.com und in ausgewählten SNIPES-Stores erhältlich. 

 

VIDEO

TRENDS

 

Soft Hardcore: Der Siegeszug der Metal-Hipness

Spätestens, seitdem es Kiss-Bassist Gene Simmons vor zwei Jahren verkündete, ist Rock offiziell tot. In musikalischer Hinsicht sind Hiphop, elektronische Musik und naturgemäß Pop tonangebend. Und auch auf subkultureller, modischer und gesellschaftlicher Ebene schien Rock mehr und mehr stiefmütterlich behandelt, ja, nahezu bedeutungslos. Bis jetzt.

Denn: Die Metal-Ästhetik und mit ihr die Logos und Artworks von dem Genre zugehörigen Bands sind angesagter denn je. Justin Bieber trägt regelmäßig T-Shirts mit Metallica-Prints, Supreme hat bereits mehrfach mit Black Sabbath eine Kooperation herausgebracht, deren Käufer vermutlich noch nie auch nur einen Song der Band gehört haben. Und eine mehr als offensichtliche Iron-Maiden-Referenz gab es bereits bei Balenciaga zu bestaunen.

Flammen-Motive, über deren modische Relevanz wir bereits hier berichtet haben, sind vor allem dank Vetements wieder und völlig unerwartet mehr als hip, ebenso wie Schriftzüge in Fraktur und ein religiös-mystisch anmutender Vibe. Die Fraktur hat Kanye West mit seinem Merch zu „The Life of Pablo“ kurzerhand zumindest halbwegs von ihrem in der rechten Szene verorteten Image befreit. Und Rick Owens vertritt seit Jahren hoch erfolgreich eine verrucht-rockige Stimmung, die nicht mehr nur im Berghain gut anbekommt.

Die Rückkehr einer in ihren Grundzügen maskulin-aggressiven Ästhetik hängt mit Sicherheit mit dem sich wandelnden Männerbild zusammen, über das Adriano Sack und Frederik Schwilden bereits an dieser Stelle schrieben. Während die für Männer typischen, vor Kraft strotzenden und prolligen Eigenschaften mehr und mehr verloren gehen, findet auf ästhetischer und stilistischer Ebene eine Kompensation eben dessen statt: Tattoos, Bärte, gestählte Körper und auch der Metal-Szene entlehnte Codes und Motive lassen den vermeintlich geschwächten Mann weiterhin stark erscheinen. Zumindest von außen.

Dazu kommt ein Grundproblem, mit dem sich alle Designer konfrontiert sehen: Dem Aussterben der Subkulturen. Während es in den vergangenen Jahrzehnten unter Jugendlichen zum guten Ton gehörte, sich von der Masse abzugrenzen, einer Subkultur zuzugehören und so Rebellion und das Anders-Sein zu üben, wollen Jugendliche mittlerweile – zumindest laut der letzten Sinus-Studie – Mainstream sein.

Daraus lässt sich nunmal reichlich wenig Inspiration ziehen. Und so wird auch weiterhin auf bereits vorhandene und bereits totgeglaubte Strömungen und Stile zurückgegriffen werden müssen. Das ist aber völlig in Ordnung, besonders dann, wenn es doch so gut und lässig aussieht wie die Metal-Ästhetik.

Text: David Jenal

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Nichts sehen, nichts hren, nichts sagen von wegen. Dran bleiben! @allthedog pic @maxmotel

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