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Vauxhall Fashion Scout 2012

Der Vauxhall Fashion Scout ist die “junge Alternative” zur London Fashion Week. Die ideale  Plattform für junge Talente. Mittwoch Abend fand die Ones to Watch Men Modenschau statt. Die Designer (Labels), die es in die Endrunde geschafften: Julian Zigerli, Joseph Turvey, Bodybond und Tobefrank.

Besonders haben wir uns natürlich über die Präsentation von Julian Zigerli gefreut, denn diesen jungen Mann und seine Kreationen lieben wir. Seine A/W 2012/13 Kollektion haben wir im Rahmen der Ones to Watch Men Show erstmalig “live” gesehen. Sie hat uns überzeugt. Allover-Prints, Mustermix und Ton-in-Ton Looks. Und Jackpacks – Zigerlis Markenzeichen.

Der zweite Designer, dessen Kollektion uns begeisterte: Joseph Turvey. Wir haben ihn kürzlich unter der Rubrik Next big thing erwähnt. Turvey gehört sicherlich zu den größen Talenten im Sektor Männermode in London. Denn seine Kreationen, auf denen Turveys Zeichnungen prangen, sind befinden sich auf meiner meterlangen Wunschliste für 2012. Mehr Bilder von Turveys aktueller Kollektion findet ihr hier.

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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