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Undercut overdone

Foto: Fotocommunity.de

Wenn ein Kleidungsstück die Grenze der Tragbarkeit überschritten hat, kann ich es problemlos ablegen. Bei einer Frisur, die nicht mehr tragbar ist, gestaltet sich das Ganze schon etwas schwieriger. Wenn man nicht zu radikalen Schritten, Haare abschneiden, bereit ist, bedarf es Zeit um sich von dem alten, überholten Look zu lösen. Der Undercut ist für mich überholt. Seiten, die raspelkurz rasiert sind, sind nicht mehr das Ultimo in puncto Männerfrisuren, daher werde ich meine Haare wachsen lassen. Die Übergangsphase, in der mir die Haare an den Seiten in alle Himmelsrichtungen stehen werden, muss ich mit Kopfbedeckungen überbrücken, da ich davon genug habe, werde ich das wohl schaffen. Eine Lösung, oder besser gesagt die nächste It-Frisur, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht anbieten. Doch man kann wohl sagen, dass man derzeit mit 2-3 Liter Wet-Gel in den Haaren nicht allzu viel falsch machen kann. Was glaubt ihr ist die “nächste Frisur” für die hippen Jungs?

If a garment has exceeded the limit of wearability, I can take it easy off. With a haircut it´s not that easy. It takes some time to get rid off an “old hairstyle”. For me the undercut is not cool anymore for me. Extremely short hair on the sides of the head is a aestetic that´s not cool anymore. I decided to let my hair grow. So, in the next time I must wear a lot of hat´s, otherwise I will look hilarious with half-long hair on the sides. A solution, or better: the next “It-hairstyle”, I can´t offer at this time. But I guess  that you can´t be wrong at the moment if you using a lot of wet-gel. What´s going to be the next hip haircut for boy´s. What do you think?

FASHION SHOWS

 

Fashion Week-Kalender: BURBERRY schafft Saisons ab

Wir hatten es im Januar in London schon beobachtet: BURBERRY rückt vom klassischen Fashion-Week- und Verkaufs-Zyklus ab und ordnet seinen Kalender neu.

Ab September 2016 wird BURBERRY nur noch zweimal jährlich eine Modenschau zeigen, die saison-unahängig sein und sowohl Männer- als auch Damenmode zeigen wird. Die gezeigte Kollektion soll unmittelbar nach der Modenschau in den Stores erhältlich sein.

Das ist ein Novum in einer Branche, die sich sonst sklavisch an die Saisonteilung von Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter hält und in diesen Zeitläufen denkt.

Damit ist BURBERRY wieder mal Vorreiter in einer Branche, die sich in den vergangenen Jahren immer weiter zerklüftet hat. Städte wie New York, die jüngst wieder eine Trennung zwischen Männer- und Frauen-Fashion-Week eingeführt haben, sehen so eher alt aus.

Die Lücke zwischen Modenschau und Erhältlichkeit im Geschäft wird so ebenfalls geschlossen – sehr zum Leidwesen großer und schneller Kopisten wie ZARA und H&M.

Die Modenschau wird in dieser Entwicklung nicht mehr zum Bestellen dienen, sondern wohl noch mehr Verkaufs-, Blogger- und Promi-Event werden.

Unklar ist, wie sich die Rolle des Einkäufers, bis dato eine der Schlüsselfiguren der Branche, wandeln wird beziehungsweise wann und wo Einzelhändler Ware für ihre Geschäfte bestellen können.

BURBERRY Chef-Designer, CEO Und Vordenker Christopher Bailey sagt zu den Veränderungen:

“The changes we are making will allow us to build a closer connection between the experience that we create with our runway shows and the moment when people can physically explore the collections for themselves. Our shows have been evolving to close this gap for some time. From livestreams, to ordering straight from the runway to live social media campaigns, this is the latest step in a creative process that will continue to evolve.”

Wir stellen fest: BURBERRY ist mit seinen Innovationen den Marktteilnehmern mal wieder weit voraus. Christopher Bailey ist, was die Kommunikation seiner Kollektionen angeht, ein Visionär und kluger Beobachter von Zeitläufen. Ein wenig mehr von dieser Avantgarde-Denke würden wir uns auch für die nun saisonlosen BURBERRY-Kollektionen wünschen.

NEWS

 

Dov Charney gründet sein eigenes Label

Über den Fall Dov Charney haben wir hier oft berichtet.

Der Ex-Mastermind von AMERICAN APPAREL wurde aufgrund von Eskapaden (sexuellen Belästigungen etc.) und finanzieller Talfahrt des das von ihm gegründeten Unternehmens entlassen. Doch Dov kämpfte wie ein Löwe für seine Rückkehr.

Dov und seine Gefolgschaft demonstrierten vor der AA Zentrale. Anwälte wurden eingeschaltet, doch es half alles nichts, kürzlich wurde klar: „It’s not gonna happen“. Eine Rückkehr von King Dov zu American Apparel ist ausgeschlossen.

Daher gründet Charney jetzt einfach sein eigenes Label, bei dem man sich auf die Produktion von in den USA produzierten Basics konzertieren wird, so wie bei American Apparel.

Chad Hagan – einer der mutigen Investoren der neuen Marke, deren Name noch nicht kommuniziert wurde, sprach mit WWD über die Strategie:

„Wir wollten kein lustiges, x-beliebiges Online-Brand gründen, sondern das tun, was Dov am besten kann: Basics produzieren. Zielsetzung sind echte Stores. Erst im zweiten Schritt werden wir uns auch auf E-Commerce“ konzentrieren.“

Wir freuen uns schon auf neue Sex-Geschichtl aus Dov’s Office und fragwürdigen, schlüpfrigen Kampagnen.

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