Uhrensohn tritt ab

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DFB-Präsident Reinhard Grindel zieht seinen Hut. Der Grund: eine Uhr.

Die Uhr, deren Wert angeblich im niedrigen fünfstelligen Bereich liegen soll, bekam der DFB-Präsident von Oligarch Girgori Surki zu gesteckt. Ein alter Weggefährt Grindels, der sich bereits 1995 durch seine „Großzügigkeit“ einen Namen machte:

Surkis wollte damals einen spanischen Schiedsrichter bestechen, damit der wohlwollend über ein Europapokal-Spiel Surkis Vereins Dynamo Kiew richtet, ein Dutzend teure Pelzmäntel wollte der Oligarch dem Schiedsrichter in seinen Spind hängen lassen.

Doch der lehnte ab und der Dynamo Kiew wurde nach Bekanntwerden des Bestechungsversuchs für ein Jahr aus dem Europa-Pokal verbannt.

Unser DFB-Präsident – die alte Luxus-Bitch – bewies nicht allzu viel Anstand. Grindel nahm die Luxusuhr dankend an („Es war für mich ein Gebot der Höflichkeit, dieses Geschenk anzunehmen“) und wollte sein glitzerndes Accessoire auch dann nicht rausrücken, als ihm sein DFB-Büro darauf aufmerksam machte, dass die Annahme eines Geschenks von einem bereits durch Korruption bekannten Oligarchen vielleicht nicht die beste Idee ist. „Wir lehnen entschieden jede Form der Korruption und unlautere Geschäftspraktiken ab – so die “Compliance-Regeln des DFB.

Für Grindel sein letzter Skandal als DFB-Präsident. Er darf sich wieder voll und ganz, ganz ungeniert, seiner Leidenschaft widmen: den Luxusuhren. Mit dem er, das sei an dieser Stelle angemerkt, nicht allein im Fußball-Business da steht.

Auch FC Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge – in Szenenkreisen auch „Rolex-Kalle“ genannt – freut sich über Luxusuhren. Februar 2013 nahm er dankend zwei Rolex-Chronographen (Wert: 100k) vom katarischen Emir an.

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Tags: Uhrensohn

Von: David Kurt Karl Roth

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