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NEWS

 

Trendsetter Robbie Williams – Die Top 10 Looks

Vergangene Nacht konnte ich nicht richtig schlafen, weil mich die Nachricht, dass Robbie Williams eine eigene Modelinie auf den Markt bringen will, so beschäftigt hat. Stundenlang lag ich wach und grübelte darüber, ob er denn der Richtige für so eine Aufgabe ist. Doch dann kam die Erinnerung, kam alles wieder hoch. Ich erinnerte mich daran, wie stilprägend Robbie Williams schon früher war. Ganze Bildwelten schossen durch meinen Kopf. Selig schlief ich ein.

Heute morgen, als ich aufwachte, wenige Minuten nach 13 Uhr, öffnete ich den großen Leitz-Ordner, in dem ich sämtliche Fotos, die ich seit 1995 von Robbie Williams finden konnte, archiviert hatte. Dort fand ich dann endlich den Beweis: Robbies Stil zu Take That-Zeiten gehört heute zu den angesagtesten Looks überhaupt. Zehn prägende Beispiele möchte ich euch deshalb nicht länger vorenthalten. Fest steht: Robbie Williams ist einer der ganz großen Trendsetter unseres Jahrtausends. Da kann Karl Lagerfeld mit seinem immergleichen Gothik-Look noch so viele Cola-Gläser designen.

Los geht’s:

1. Beanie-Mütze in Oversize, der 90er Klassiker ist zurück (Robbie links im Bild)

2. Tank Top, extrem weit ausgeschnitten und immernoch total trendy(Robbie links)

3. Der Overall-Print- oder auch “Herr von Eden”-Look, mehr Dandy geht momentan kaum

4. Der Mittelscheitel, das Comeback des Jahres (Robbie ist der zweite von links)

5. Schwere Biker-Boots, egal zu welchem Outfit – immer ein Knaller (Robbie rechts außen)

6. Trendfarbe gelb, geht total ab diesen Sommer (Robbie rechts unten, in – nun ja – gelb)

7. Bauchfrei, auch für Männer ein Muss


8. Übertrend Japan Charity, nach wie vor ziemlich gutmenschelnd und trendy (Robbie rechts außen)

9. Boxershorts, im Zuge der Baggy Pant wieder schwer en vogue (Robbie als zweiter von rechts)

10. Radlerhosen und Boots mit dicker Sohle, angesagter geht’s nicht (Robbie rechts, stehend)

(Alle Bilder: Screenshots, der Einfachheit halber)

FASHION SHOWS

 

Hot! Gypsy Sport Fall/Winter 2016

Gypsy Sport, eines der angesagtesten Labels aus New York, hat im Rahmen der dortigen Men’s Fashion Week eine gewohnt androgyne, fortschrittliche und vor allem:

verdammt gute Kollektion präsentiert, die – das kann man schon jetzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen – zu den besten der Saison gehört.

Die Entwürfe des Designers Rio Uribe, der hinter Gipsy Sport steht, gelten schon länger als Pionierarbeit in Sachen Androgynität.

Und auch in dieser Saison wurden jede Menge Kleider, Röcke und sehr feminin geschnittene Schlaghosen von umso maskulineren Models präsentiert.

Farbtechnisch dominieren pastellene Blau-und Biegetöne, eine offensichtliche Referenz an die Hiphop-Kultur Ende der Neunziger. Damals lockerten Rapper wie R. Kelly oder die Dipset-Crew den eindimensionalen und extrem maskulinen Gangster-Style mit „weicheren“ Looks auf und machten so den ersten Schritt hin zur Lockerung klassischer Hiphop-Klischees.

Dank dieser Inspiration entsteht ein sportlich-eleganter Look, von dem wir so dermaßen überzeugt sind, dass wir spätestens jetzt voll und ganz nachvollziehen können, warum Anna Wintour Rio Uribe persönlich einen Besuch in seinem Studio abstattete.

Der Designer pusht außerdem weiter die Schließung der Lücke zwischen Streetwear und High Fashion. Die Designs sind allesamt von der Straße und Jugendkulturen inspiriert, jedoch mit aufwendigen, hochwertigen Details und Materialien versehen.

Mit der FW16-Kollektion untermauert Gypsy Sport erneut seine Vormachtstellung in der New Yorker Szene. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis man auch bei uns, auf der anderen Seite des Atlantiks, die Genialität von Uribe’s Entwürfen erkennt.

Wir sind jedenfalls schon soweit.

Text: David Jenal

 

SPECIAL

 

Body Shaming: Britisches Label zwingt Models zum Essen

Das britische Label Rose & Willard, von dem wir bisher noch nicht einmal den Namen kannten, wird in Zukunft jedes Model dazu zwingen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, bevor es für Haus arbeitet.

Damit will die Gründerin von Rose & Willard, eine gewisse Heidy Rehman, die Models vor der aus ihrer Sicht dämonenhaften Branche schützen.

“Yes, it’s a form of nannying but we feel we have a responsibility to protect these young women from an industry which we believe can leave them exploited and puts them under pressure to starve themselves and damage their health and wellbeing,” sagt die selbsternannte Ernährungsexpertin.

Ablaufen soll das Ganze wie folgt: Unter Aufsicht von Mitarbeitern des Labels (oder vielleicht sogar der Chefin höchstpersönlich) müssen die Models eine Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei ist es den Mädchen weder erlaubt, die Nahrungsaufnahme zeitlich zu verschieben, noch lassen die harten Aufseher „kleine Häppchen“ durchgehen.

Verweigert sich ein Model dem beaufsichtigten Dinner, so wird weder das Mädchen selbst noch die Modelagentur für den Job bezahlt.

Damit ist – nachdem in Frankreich bereits ein umstrittenes Gesetz gegen „Magenmodels“ erlassen wurde – ein ganz neues Ausmaß von Body Shaming und generellen Unterstellungen erreicht.

Die erzwungene Nahrungsaufnahme impliziert, jedes Model hätte seine Ernährung nicht im Griff und bräuchte Unterstützung und Aufsicht beim Essen.

Das ist nicht nur eine beispiellose Respektlosigkeit gegenüber kerngesunden, von Natur aus schlanken Mädchen. Es hilft den tatsächlich magersüchtigen Models auch überhaupt nicht weiter. Ganz im Gegenteil:

Sie werden erneut mit der ignoranten Haltung gegenüber ihnen und ihrer Krankheit konfrontiert, die Heidy Rehman der Modebranche unterstellt und mit ihrem Schritt doch eigentlich bekämpfen will.

Wir sind erschrocken über so wenig Feingefühl von den eigentlich so zuvorkommenden Briten.

Text: David Jenal

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