arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter
 

Trend: Make-Up für Männer

Wir haben neulich ja schonmal drauf hingewiesen: Süd Korea ist ein irre fortschrittliches Land – und in Sachen Mode, Stil und abgedrehter Koolness ein absoluter Trendsetter. 

Höchst interessant ist daher folgende Meldung der Nachrichtenagentur AP: die 19 Millionen Männer Süd Koreas werden in diesem Jahr 885 Millionen US-Dollar für Kosmetikprodukte ausgeben. Das macht das kleine Land zum größten Männer-Make-Up-Markt der Welt. Pro Mann sind das etwa 46,- Dollar für Make-Up im Jahr. Das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass kleine Jungs und ältere Herren an diesem Trend wohl nicht so recht beteiligt sind.

In dem AP-Artikel heißt es

“The metamorphosis of South Korean men from macho to makeup over the last decade or so can be partly explained by fierce competition for jobs, advancement and romance in a society where, as a popular catchphrase puts it, “appearance is power.” Women also have a growing expectation that men will take the time and effort to pamper their skin.

Evidence of this new direction in South Korean masculinity is easy to find. In a crowded Seoul cafe, a young woman takes some lipstick out of her purse and casually applies it to her male companion’s lips as they talk. At an upscale apartment building, a male security guard watches the lobby from behind a layer of makeup. Korean Air holds once-a-year makeup classes for male flight attendants.”

Wir hoffen sehr, dass sich der Trend hin zum Männer-Make-Up bald auch in Deutschland durchsetzt. Das nämlich würde auch uns sehr helfen, zum Beispiel am Morgen nach einer wilden Fashion Week-Nacht.

Wir fangen dann langsam mal an zu üben, um ganz vorn dabei zu sein. Aber bitte, liebe Damen, seht es uns nach, wenn wir erstmal ziemlich schräg aussehen – wir fangen schließlich im Stadium eines zwölfjährigen Mädchens an. Wir haben einiges aufzuholen.

LOOKS

NEWS

 

David Murray: Horror Anti-Helden in Highfashion

Die 57 Dandy Diary Leser aus Amerika (wir kennen sie alle persönlich) werden wahrscheinlich schon Kürbisfratzen schnitzend in der Küche sitzen, denn heute ist Halloween.

Und zum Kinder-Gruselfest passen wunderbar die Mode-Illustrationen von DAVID MURRAY.

Die britische Künstler hat sich für eine aktuelle Arbeit gefragt, welche Highfashion-Designs der Fall / Winter 2014 Kollektionen zu den illustren Persönlichkeiten der Horrorgeschichte passen.

Der böse Clown Pennywise trägt bei Murry einen der legendären MOSCHINO Sweater. Hannibal ein Jackett von WALTER VAN BEIRENDONCK. Und Frankenstein rockt einen dunkelgrünen Trenchcoat von JUUN. J.

Wir wissen nicht, wie Murray, der ursprünglich aus Irland kommt und derzeit in New York lebt, die Auswahl Horror-Anti-Held > Designer getroffen hat: purer Zufall, Aussehen oder charakterliche Eigenschaften, egal – sie sind großartig.

 

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

FASHION SHOWS

TRENDS

LOOKBOOKS

INSTAGRAM

10748100_302982479899411_893788609_n

Bake in the sun Candy Dave! Pic by @tanzekind

VIDEO