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NEWS

 

Trend 2013: Punk

Punkband - THE EXPLOITED

Je nach Lesart ist “Punk” mal “dead” oder eben auch “not dead”. Die Punker konnten sich da nie so richtig entscheiden.

Wir jedenfalls glauben, dass Punk im kommenden Jahr endlich mal wieder eine wichtige Rolle in der Mode spielen wird.

Die ehemalige “anti-establishment”-Jugendkultur, die in den 1970er Jahren in New York aufkam, ist zwar schon seit ihren ersten transkontinentalen Gehversuchen im England Mitte der 70er zumindest in Teilen in der Popkultur angekommen, hat sich aber seither den Charme des Randständigen bewahrt – auch wenn man heute wohl nur noch David und mich mit ‘ner Ratte auf der Schulter schocken kann.

GIVENCHY - Nasenring

WEEKDAY - Spring 2013 Kollektion

Ein wichtiger Indikator dafür, dass 2013 mal wieder ordentlich der Punk geht, ist, dass das “Costume Institute” des New York Metropolitan Museum of Art seine alljährliche Ausstellung unter das Motto “Punk: Chaos to Couture” gestellt hat.

Kick-Off für die Ausstellung wird der legendäre Gala-Abend sein, an dem unter anderem die VOGUE-Königin Anna Wintour und der GIVENCHY-Designer Riccardo Tisci teilnehmen werden. Man wird nicht lange überlegen müssen, um drauf zu kommen, in welchem Stil sich die Gäste kleiden werden.

Aber auch in den Kollektionen für 2013 sieht man wieder zunehmend Elemente des Punk. So zeigt WEEKDAY im Frühjahr einen punkig-angehauchten Look, oder GIVENCHY schon seit längerem einen fetten Nasenring – wichtiges Erkennungszeichen für die Punks dieser Welt.

Das Londoner Label THE RAGGED PRIEST presst derweil wieder ordentlich Nieten an verschiedene alte Lederjacken, ausgewaschene Pullover und kaputte Caps – und verkauft sich mittlerweile sogar beim großen Retailer TOPSHOP.

Natürlich hat auf der Fast Fashion-Riese H&M den Trend längst aufgegriffen und wirbt auf seinen Plakaten mit der punkigen Millionärstochter Alice Dellal.

Alice Dellal (rechts) für H&M

Und selbst in den Magazinen wird der Punk-Trend aufgegriffen. Das W-Magazine zeigte vor einiger Zeit die Schauspielerin Scarlett Johanson mit gefärbten Haaren, Nasen-Piercing und reichlich Silberschmuck an den Fingern.

Wenn also nicht alles mit dem Spießer-Teufel zugeht, werden wir uns im kommenden Jahr endlich mal wieder eine Sicherheitsnadel durch die Wange jagen dürfen. Wir freuen uns schon jetzt drauf!

P.S.: Bitte, liebe Leser, beachtet bei aller Punk-Euphorie aber bitte, dass es sich beim 2013er-Punk-Trend um eine authentische Interpretation des 1970er Jahre Punk-Looks handelt – und keineswegs um einen Look mit glitzernden Totenköpfen, Used-Look-Jeans und all dem anderen Scheiss, mit dem sich so mancher Fashion-Punk zu schmücken meint. Das ist das Schlimmste. Bitte nicht machen!

Scarlett Johansson auf dem W MAGAZINE

THE RAGGED PRIEST


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