The Tastemaker: Mirko Borsche, Grafiker und Art Director

Mirko Borsche gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Grafikdesignern in Deutschland. Nach seinem Studium in London und Augsburg arbeitete er einige Jahre bei verschiedenen Agenturen als Grafiker und Art Director, bis er 2007 das Bureau Mirko Borsche in München gründete.

Im gleichen Jahr hat ihn Giovanni di Lorenzo zum Kreativdirektor der „Zeit“ und dem Zeitmagazin gemacht. Das ist Mirko Borsche bis heute. Mittlerweile arbeiten in seinem Büro 7-8 Grafiker, zu den Kunden gehören Nike, die bayerische Staatsoper und Magazine wie TUSH oder Kaleidoscope.

Mit „Tastemaker“ Borsche sprach ich vergangenen Freitag in seinem Büro nahe der Isar über nervige Kunden, warum in München besser als in Berlin gearbeitet wird, seiner Arbeit für die „ZEIT“ und den Einfluss des Internets auf die Grafikbranche.

Dein Büro gehört zu den führenden Kommunikationsdesignagenturen Deutschlands. Was macht gutes Design im Jahr 2016 aus?

Ich glaube, es muss verständlich sein. Es muss für alle Leute funktionieren, nicht nur für diejenigen, die sich mit Design auskennen, sondern auch für den Rest, der sich überhaupt nicht dafür interessiert.

Anstatt sich für jeden Kunden anzupassen, hast du über Jahre deinen eigenen Stil gefunden, der die Kunden auf dich zukommen lässt und nicht anders herum. Ist dieses Modell die Zukunft?

Das weiß ich nicht. Es auf jeden Fall ein Modell, was momentan für viele Kunden angenehmer ist, weil sie nur die Leistungen zahlen, die sie auch wirklich haben wollen. Ich glaube, es gibt für alles Profis; kein Top-Basketballer ist gleichzeitig Top-Fußballer. Die Kunden setzen aus vielen kleineren Top-Firmen ein Netzwerk zusammen, anstatt auf große 360°-Agenturen zurückzugreifen. Und so kommen mittlerweile auch große Firmen wie Audi oder Nike auf uns zu, weil sie von uns spezielle Dinge wollen.

Du kommst aus der Graffiti-Szene, hast früher gesprüht. In der Mode spielen Jugend- und Subkulturen eine unglaublich große Rolle. Wie ist das beim Grafikdesign?

Ich glaube, beim Grafikdesign ist das auch so. Wahnsinnig viele, die früher gesprüht oder gemalt haben, sind letztendlich beim Grafikdesign gelandet. Um Künstler zu werden, sind die meisten nicht mutig genug, aber man hat ein Grundverständnis für Formen.

Beurteilst du Grafik anders als Mode?

Nein. Es sind ja alles Dinge, die für eine Consumer-Gesellschaft gemacht sind. Und diese Gesellschaft macht sich nicht wahnsinnig viele Gedanken darüber, sondern will einfach gut aussehen. Die Visitenkarte ist dabei ebenso wichtig wie die Garderobe. Die Grundbeurteilung ist also die selbe.

Mode ist in der heutigen Zeit unglaublich kurzlebig, Trends kommen und gehen. Ist das beim Grafikdesign ähnlich?

Beim Grafikdesign gibt es – ähnlich wie in der Mode auch – Klassiker.

Was wäre ein Grafikdesign-Klassiker?

Die Helvetica und die Times, linksbündig gesetzt, in einer angenehmen Größe. Nichtsdestotrotz ist die Grafik durch das Internet und die ganzen Blogs extrem schnelllebig geworden. Umso wichtiger ist, es eine eigene Sprache zu haben, weil man sich sonst total schnell verlieren kann. Früher gab es ein paar wenige Heros, an denen man sich orientieren konnte. Heute gibt es viel mehr Leute, die gut sind. Aber die wenigsten Arbeiten haben Konstanz.

Ist es dir in Zeiten des Internets möglich, deinen Stil und deine Entwürfe in dem Maß zu schützen, in dem du es gerne hättest?

Wir schützen einfach gar nichts, weil es hoffnungslos ist. Man muss sich da glaube ich komplett von freimachen.

Ist es für dich eine Auszeichnung, kopiert zu werden?

Ja. Mich ärgert es natürlich, wenn jemand mit meinen Arbeiten mit großen Kunden zusammenarbeitet und damit richtig viel Geld verdient, was leider oft passiert. Aber wenn es Studenten oder jüngere Leute sind, die sich daran orientieren, ist das schon toll, aber vom Kopieren lernt man nichts.

Gibt es so etwas wie Grafiker-Hochburgen?

In Berlin gibt es natürlich viele, gute Büros. Erstaunlich hoch ist die Qualität aber in der Schweiz und in den Niederlanden, was Grafikdesign angeht.

Wodurch ist das bedingt?

Es gibt dort eine andere Wahrnehmung von Gestaltung. In Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern hat Grafikdesign lange Zeit keine große Rolle gespielt. In der Schweiz oder auch in Holland sieht selbst das Steuerformular schon gut aus. Wenn ich hier eine Steuererklärung bekomme, sieht die einfach grausam aus.

Merkst du, dass deine Arbeiten im Ausland anders aufgenommen werden als in Deutschland?

Interessanterweise gibt es viel mehr Blogs, Bücher und Verlage aus dem Ausland, die an unseren Arbeiten interessiert sind. Ich merke auch, dass mein Bekanntheitsgrad im Ausland viel größer ist als hier in Deutschland. Wenn ich mich in New York mit zwei Grafikern treffe, weiß jeder vom Anderen, was er macht. Wenn ich aber mit zwei Werbern in Mitteldeutschland sitze, haben die oft keine Ahnung, was ich eigentlich mache. In anderen Ländern sind die Menschen viel interessierter.

Welche Branche ist die progressivste hinsichtlich Grafiken und am ehesten offen für Neues?

Definitiv die kulturelle Szene. Und da vor allem die Musikbranche. Es gibt zwar keine Plattencover mehr, aber man sieht es auch auf den Websites von den Labels. Außerdem natürlich die Kunstszene. Beim Theater sieht man mittlerweile auch irre Sachen. Mode ist da noch am eingeschränktesten. In der Mode gibt es sehr viele „Musts“. Und je größer die Marke wird, desto schwieriger wird es auch.

Gibt es eine Ästhetik, die du aufgrund ihrer historischen Vorbelastung nicht einsetzen würdest? Wo ist für dich die Grenze?

Es kommt sehr auf den Kontext an. Unser Design ist immer kontextbasiert. Die Rune ist eine historisch vorbelastete Schrift, die haben wir aber zum Beispiel schonmal ironisch für ein Plattencover verwendet. Generell würde ich nichts ausschließen. Wir machen alles mit sehr viel Humor und schauen, dass die Dinge leicht daherkommen und nicht zu verkopft wirken.

In der Grafikbranche muss man – so mein Eindruck – immer jede Entscheidung begründen und herleiten. Reicht es nicht, einfach mal zu sagen: „Das sieht geil aus, ich mach das jetzt so!“ ?

Im Idealfall sieht es gut aus und man kann es dazu noch begründen. Wenn etwas gut aussieht, ist das aber auch ein guter, erster Schritt. Was in Agenturen oft passiert ist, dass etwas schlecht aussieht und dann begründet wird und damit schöngeredet wird. Dieser Weg ist definitiv der schlechteste.

Ich stelle mir in der Auftragskommunikation die Diskrepanz zwischen eigenem ästhetischem Empfinden und Kundenwunsch unglaublich schwierig und nervtötend vor. Wie geht es Dir damit?

Generell hat der Kunde immer einen anderen Geschmack als man selber. Man muss sich eben arrangieren. In erster Linie ist mein Job, zu sagen was gut aussieht und was schlecht. Darauf muss der Kunde vertrauen. Aber wenn dem Kunden etwas nicht gefällt und er das begründen kann, dann sind wir bereit, alles zu ändern. Was wir selten machen sind geringfügige Änderungen. Davor beginnen wir lieber nochmal von vorne.

Genießt du größere Freiheiten, als andere Grafiker das tun?

Nein. Allein deswegen nicht, weil das ein total subjektiver Beruf ist. Und subjektive Freiheit kann man sich nicht kaufen. Vielen von unseren Kunden ist total egal, dass ich Mirko Borsche bin. Die Kunden würden aber auch zu jeder anderen Agentur gehen. Wir haben hier viele Meetings, bei denen die Kunden erstmal große Augen bekommen und realisieren, wo sie hier gelandet sind. Viele Gespräche sind dann auch sehr schnell wieder vorbei.

Gab es einen Kunden, der dir so richtig auf den Sack ging?

Ja, viele! Es gibt Kunden, die versuchen, dich zu verbiegen. Wir trennen uns dann auch oft von Kunden. Es geht eben um etwas Subjektives bei uns, da gibt es ein ganz großes Streitpotenzial.

Print erlebt derzeit eine kleine Renaissance. Magazine wie 032c, Sleek, oder TUSH, an dem du auch beteiligt bist, bedienen offenbar eine Nachfrage nach grafisch, haptisch und inhaltlich hochwertigen Veröffentlichungen. Glaubst du, diese Nachfrage wird anhalten?

Qualität ist definitiv der einzige Weg, wie Print sich durchsetzen kann. Es dauert noch eine Weile, bis komplexe Inhalte digital so vermittelt werden können, dass man sie versteht und dass sie einem Spaß machen. Dafür braucht man weiterhin hochwertige Printprodukte. Print wird aber ein Nischenprodukt werden, ähnlich wie Vinyl auch. Aber eben auch in genau derselben, sehr hohen Qualität. Man merkt auch, wie alle Druckereien und Papierhersteller umsatteln und immer hochwertiger produzieren. Und Print hat auf jeden Fall noch eine Strahlkraft, das sieht man, wenn man in Berlin auf eine 032c-Party geht. Für so ein Publikum auf einer Veranstaltung würden Firmen wie Nike mehrere 10.000€ zahlen.

Du hast eine Zeit lang an der Zeitschrift NEON mitgewirkt. Ich finde das Magazin sehr klischeebeladen, es bedient unglaublich offensichtlich den Typ „Junger Erwachsener auf der Suche nach Antworten auf die großen Fragen“. Ist die nicht NEON ein Format weit unter deinem ästhetischen und intellektuellen Niveau?

Als wir NEON damals gegründet haben, war das ein ganz anderes Heft. Die Themen waren nicht ganz so gefühlslastig, es war um einiges politischer und Mode hat eine größere Rolle gespielt. Jetzt ist es sehr viel „gefühliger“. Meine Vermutung ist, dass die Leute in deinem Alter nicht lesen wollen, wie man Schluss macht. Die NEON ist heute sehr viel angepasster. Es wirkt ein bisschen wie „was ältere Leute glauben, was jüngere Leute wollen“. Wir waren damals so alt wie die Menschen, die wir mit NEON erreichen wollten.

Mit der Zeit und dem Zeitmagazin arbeitest du nun seit mehreren Jahren zusammen. Wie genau sieht die Zusammenarbeit aus, was sind deine Aufgaben?

Bis vor vier Jahren habe ich jede Woche an der Gestaltung der ZEIT mitgewirkt. Seitdem machen wir nur noch die großen Relaunches gemeinsam mit der Artdirektion vor Ort. Das ZEITMagazin mache ich jede Woche, ich gebe das Layout vor und bin als Art Director verantwortlich für Bilder und die Entwicklung inhaltlicher Formate.

Der Relaunch des Zeitmagazins vor wenigen Jahren war sehr mutig und progressiv. Hattest du Angst, die konservativen und älteren Leser des Blatts vor den Kopf zu stoßen?

Bei jedem Relaunch gibt es negative Resonanzen. Als ich beim ZEITMagazin angefangen habe, war es wesentlich opulenter und verspielter gestaltet. Mittlerweile ist das Layout sehr reduziert und klar. Natürlich gab es da am Anfang aus allen möglichen Richtungen Kritik und die Frage, ob das nicht ein bisschen lieblos ist. Mittlerweile sind die Texte aber noch besser geworden. Und ich lege ganz großen Wert auf Bildsprache und Illustrationen. Ich glaube, das Format eine Supplements wird leicht übergestaltet. Je weniger man gestaltet, desto mehr gestaltet sich das Magazin von alleine.

Seit ein paar Monaten schreibst du nun auch ein Kolumne über technische Gerätschaften im ZM. Wie kam es dazu und was qualifiziert Dich dafür?

Dazu gekommen ist es, weil der Chefredakteur meinte, ich solle die Kolumne schreiben. Qualifiziert hat mich dafür, dass ich überhaupt keine Ahnung von Technik habe, dafür aber ein bestimmtes ästhetisches Bewusstsein und technische Spielereien ganz spannend finde. Ich teste Alles, von totalem Quatsch wie einer Baseball-Mütze mit LED’s vorne drauf bis hin zu Beamern.

Für die erste Ausgabe von Harpers Bazaar warst du Creative Director. Hast du derzeit Ambitionen, wieder etwas im Modebereich zu machen?

Ja klar. Wir machen ja sowieso relativ viel Mode. Beim ZEITMagazin haben wir sechs bis acht Modeausgaben pro Jahr. TUSH hat auch einen großen Modeappeal drin, bei Kaleidoscope gibt es auch einen Modebezug. Für Saskia Diez machen wir auch das ganze Design und sprechen zusätzlich mit ihr über die Kollektionen und designen auch mit Ihr. Das geht natürlich auch in die Moderichtung.

Du bist außerdem Creative Director bei Super Paper, einer lokalen Münchner Gratis-Zeitung. Das Layout ist sehr frei und unkonventionell. Ist das Format gewissermaßen ein Spielplatz, auf dem Du dich austoben kannst?

Super Paper macht ein guter Freund von mir und es ist für ihn eine wichtige Einnahmequelle. In erster Linie ging es also darum, einem Freund von mir zu helfen. Zu Beginn gab es noch drei kostenlose Stadtmagazine, die haben wir alle vertrieben. Ich sehe es nicht unbedingt als Spielplatz, aber es ist schon so, dass wir viele Dinge ausprobieren oder mit Leuten zusammenarbeiten, von denen wir nicht genau wissen, wie professionell sie arbeiten. Wenn die Zusammenarbeit gut läuft, arbeiten wir mit diesen Leuten dann für große Kunden zusammen. Für uns ist Super Paper einfach ein großer Spaß. Uns haben auch schon Leute aus anderen Städten angefragt, ob wir das auch dort machen wollen. Dazu kam aber bisher noch nicht.

Wie wichtig sind soziale Netzwerke für Deine Arbeit? Wie setzt Du sie ein?

Das Web ist für unsere Arbeit das Wichtigste. Wir bespielen Facebook, Instagram, Tumblr und Pinterest ständig mit unseren Arbeiten und bleiben somit dauernd den Menschen im Hinterkopf. Wir geben einen sehr tiefen Einblick in unsere Arbeit und zeigen eigentlich alles, was wir machen.

Du arbeitest viel für Konzerthäuser, z.B. für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk oder die Bayerische Staatsoper, die dir dabei viele Freiheiten lassen. Warum ist das so?

Weil ich inhaltlich erklären kann, was wir machen. Sie vertrauen uns da sehr und mischen sich nicht in die Visualität ein. Inhaltlich sind die aber total dabei. Und diese Institutionen haben auch verstanden, dass das junge Publikum bei ihnen wegbleibt. Das Bewusstsein zu schaffen, dass solche Dinge doch zeitgemäß sind, hilft sehr. Die Staatsoper braucht keine Poster, die ist das ganze Jahr ausverkauft. Aber es gibt ganz viele junge Leute, die die Poster bei sich zu Hause aufhängen. Die Bayerische Staatsoper ist auch selbst viel wilder geworden. Teilweise sind in den Stücken mehr Nackte so sehen als auf den Plakaten, die wir für die Oper machen.

In München hat sich in den letzten Jahren um Dich, A Kind Of Guise, Stefan und Saskia Diez und Public Possesion sowie Clubs wie das BobBeaman, Charlie oder Kong eine vergleichsweise kleine, aber extrem starke kreative Szene entwickelt. Wie beurteilst du die Entwicklung?

Ich finde es läuft doch total super, alle arbeiten hier zusammen und sind sehr wohlwollend . Wir haben gemerkt, dass wir uns gegenseitig nichts böses tun können und die Welt viel größer ist als diese Stadt. Ich sehe das extremst positiv, das ist ein tolles Gefühl. Die Leute fühlen sich ganz anders aufgehoben.  Es wächst auch schon die nächste Generation heran, dazu gehören zum Beispiel Benjamin Röder, Charlotte Talbot, Fabian Frinzel oder die Public Possesion-Jungs, um nur Einige zu nennen.

Hast du das Gefühl, dass es eine für München typische Ästhetik gibt?

Nein, finde ich nicht. Es ist definitiv so, dass man den Leuten hier keinen Schund vorsetzen kann, weil alles sehr teuer ist in dieser Stadt. Und hier wird auch einfach professionell gearbeitet. Zwei Sachen sind hier total wichtig: Freizeit und Arbeiten. Und man muss arbeiten, um die Freizeit überhaupt genießen und sich leisten zu können.

Ein weiterer Vorteil hier ist, dass alle, die du gerade erwähnt hast, aus München sind und nicht unbedingt hierher gekommen oder geblieben sind, weil München ein Design-Hotspot ist. Uns verbindet einfach alle sehr viel. Und daraus entstehen dann Dinge wie eine Installation, die ich jetzt gemeinsam mit Konstantin Gricic in Mailand mache. Das wird eine Disco in einem Regal, mit Mischpult, Nebelmaschine, Boxen, Schwenkarmen und Lichtspots. Konstantin und ich haben uns entspannt abends beim Japaner getroffen und das besprochen. Das wäre in Berlin wahrscheinlich nicht möglich.

Stilfragen

Was ist das letzte Kleidungsstück, was du gekauft hast?

Eine Jeans von A.P.C.

Wo hast du es gekauft?

Bei Schwittenberg.

Gibt es weitere Stores, die Du magst?

Ich gehe fast nur zu Schwittenberg. Und natürlich zu A Kind Of Guise.

Was ist das wertvollste Geschenk, was du je gemacht hast?

Ein Verlobungsring.

Wo findet man gute Geschenke?

Bei der Saskia (Diez).

Was war die letzte Ausstellung, die Dich begeistert hat?

Da gibt es viele. Die letzte, die mich so richtig begeistert hat war eine Ausstellung, die Konstantin Grcic mit einem Lackierermeister aus dem Oberbayerischen gemacht hat, der die ganzen Art Cars für BMW macht.

Besitzt Du selbst Kunst?

Ja, viel. Ich habe mir aber nie Kunst gekauft. Ich mag keine Kunst, die keinen Bezug hat. Ich bin kein Sammler. Alles, was ich habe, waren entweder Bezahlungen oder Geschenke. Dabei sind Unikate von Konstantin Grcic und Werke von Juergen Teller, Oda Jaune, Wolfgang Tillmanns und Björn Dahlem.

Welches Museum empfiehlst du?

Aufgrund der Architektur und des Cafés auf jeden Fall das Haus der Kunst.

Jemand fragt dich nach dem besten Restaurant und der besten Bar der Stadt. Deine Antwort?

Die besten Bars sind die Bar Gabayni, die richtig cool ist, und der Klassiker: Das Schuhmanns. Und das beste Restaurant ist die J-Bar.

Dein Lieblingsort in München?

Die Isar.

Was hasst du an München?

Die Mietpreise.

Dein Lieblingsort außerhalb der Stadt?

Der Tegernsee.

Was gibt es, wenn du kochst?

Pasta.

Was war das letzte Konzert, was du besucht hast?

Bartok, im Symphonieorchester. 

Welche Labels trägst du heute?

A.P.C., Nike, Calvin Klein und Costume National und eine Cap vom Skateshop So Hot Right Now.

Wenn Du freie Zeit hast: Buch oder Film?

Film.

Eine Buchempfehlung?

Jost Hochuli

Eine Filmempfehlung?

Die zweite Staffel von Fargo.

Was erhoffst du dir auf beruflicher Ebene von den nächsten 3 Jahren?

Mehr Freiheiten.

Das Gespräch führte David Jenal.

Category: Special

Tags: Grafikdesign, Mirko Borsche, München, tastemaker

Von: David Jenal

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