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Suzy, wir legen Widerspruch ein!

Es gibt Frauen, denen sollte man lieber nicht widersprechen. Suzy Menkes gehört dazu. Die Modejournalistin mit der drei Meter hohen Tolle und zwei Meter breitem Arsch gehört dazu. Sie hat ein unerschöpfliches Wissen über Mode. 

Doch ihr Urteil über die Dries van Noten S/S 2013 Show können wir nicht teilen. Wir legen Widerspruch ein. Denn sie beschrieb das neueste Werk des belgischen Designers mit dem gewichtigen Wort “outstanding”. Dries van Noten hat sich für die Saison Frühjahr/Sommer 2013 mit dem Thema Camouflage auseinandergesetzt.

Leider zu später. Zwei Saisons zu spät. Da hilft auch die originelle Umsetzung von Van Noten nicht weiter. Teilweise ließ er seine Tarnmuster leicht verschwommen auf Hosen und Jacken drucken. Er nahm dem Camouflage Muster die Härte. 

Doch auch die Idee Camouflage abstrakter, genauer gesagt: leicht verschwommen, zu zeigen, ist nicht wirklich neu. Das dänische Label Wood Wood zeigte bereits Spring/Summer 2012 in sich verlaufene Tarnmuster. Suzy Menkes Artikel Beauty From the Bellicose ist natürlich trotzdem lesenswert.

Sie schreibt auch über JUUN.J und Junya Watanabe. Letzterer Designer darf auch gern jede Saison das Tarnmuster zeigen, denn Watanabe ist ja schließlich berühmt dafür. Es ist sein Muster.

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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