So war das: Dandies in Paris

Vor ein paar Tagen waren wir kurz in Paris. In erster Linie natürlich, weil das Wetter dort so hervorragend war: 25 Grad. Aber weil sich das ja so gehört, wenn man schonmal da ist, haben wir uns natürlich auch mit Mode beschäftigt.

Während David sich bei Colette vergnügte, führte ich intensive Hintergrundgespräche mit aufstrebenden Supermodels und ließ mir den Stadtteil Montmartre zeigen. Im so genannten Design Hotel “Mama Shelter” kreuzten sich unsere Wege dann wieder. In erster Linie, weil David weder eine Bürste, noch ein zweites Paar Strümpfe dabei hatte. Mit einer Sache konnte ich aushelfen, mit der anderen nicht. Egal. Wir waren sowieso schon viel zu spät dran.

Bild: Arturo Martinez

Vor dem Hoteleingang warteten ein paar Citroen 2CV Autos, besser bekannt als Ente, auf uns. Damit wurden wir auf einer abenteuerlichen und teilweise höchst lebensgefährlichen Fahrt zum Showroom der amerikanischen Hosenmarke Dockers gefahren. Im Showroom gab es dann Hosen zu sehen. Chinos, um genau zu sein. Denn, da erzählte uns der Hosenchef natürlich nichts neues, Chinos seien momentan total en vogue. Na klar, wissen wir. Jeans sind out, das weiß ja jedes Kind.

Nach ein paar Drinks ging es kurz zurück ins Hotel, nur um Sekunden später schon wieder von einer Ente abgeholt zu werden. Was folgte war wahrscheinlich das allerschärfste, was ich je in Paris erlebt habe: Wir durften uns auf das Dach des Autos setzen und unsere ausgesprochen französische Fahrerin chauffierte uns quer durch die Stadt, zeigte uns diverse Sehenswürdigkeiten und erklärte uns immer wieder wo wir gerade seien. Würde die britische Queen in Paris leben, sie würde sicher nicht stilvoller reisen.

Als die Sonne dann untergegangen war, kamen wir pünktlich irgendwo in einer Seitenstraße des Champs-Élysées’ an. Dort, in einer Bar, gab es dann starke Gin Tonics, weniger starkes Fingerfood und massenhaft Gespräche zu den aktuellen Hosentrends, Chinos und dem Leben im Allgemeinen. Es war wahnsinnig interessant.

Professionell, wie wir nun mal sind, waren wir selbstverständlich die einzig wirklich sehr stark betrunkenen Gäste. Die anwesende internationale Presse wird sich gewundert haben. Im Nachhinein sind wir wahnsinnig froh, dass nur ein weiterer Journalist aus Deutschland anwesend war. Nicht auszudenken, wenn jemand mitbekommen hätte, dass wir uns betrunken haben.

Und weil das alles so schön war, fliege ich gleich morgen wieder nach Paris. A bientot.

Category: News

Tags: citroen, dockers, französisch, gin tonic, mama shelter, Paris, roadtrip, stinkesocken

Von: Carl Jakob Haupt

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