Snowboard-Jacken aus der Menschenrechtshölle: Rip Curl hat in Nordkorea produzieren lassen

Das australische Snowboard-und Surferlabel Rip Curl hat 4000 Teile seiner letztjährigen Winterkollektion in Nordkorea produzieren lassen. Das geht aus einem Artikel von Fairfax Media hervor.

In einer Fabrik nahe der Hauptstadt Pjöngjang sollen Arbeiter vor allem Jacken für Rip Curl produziert haben, die dann später auf den in die Jacken eingenähten Labels als „Made in China“ deklariert wurden.

Rip Curl versucht nun ziemlich halbherzig und wenig verantwortungsbewusst, sich aus der Sache rauszureden. Zwar ist in einem Facebook-Post davon die Rede, dass die Gründer des Labels die komplette Verantwortung für dieses „screw up“ übernehmen, gleichzeitig versucht das Unternehmen aber, die Schuld auf Subunternehmer und Zulieferer abzuwälzen und sagt, dass alle Teile bei Bekanntwerden des Produktionsstandorts in Nordkorea bereits an Stores ausgeliefert gewesen wären.

Das zeugt nicht nur von wenig Rückgrat, sondern macht auch deutlich, wie schlecht Rip Curl seine Produktion bisher überwachte. Das Label ist dabei mit Sicherheit keine Ausnahme, sondern vielmehr repräsentativ für eine ganze Branche.

Oxfam Australia fordert nun nicht nur von Rip Curl, alle Zulieferer und in die Produktion involvierte Unternehmen offenzulegen; auch vergleichbare Brands wie Quicksilver und Billabong sollen transparenter werden.

Ob und wie sich der Skandal auf Produktionsbedingungen, Menschenrechte und Transparenz auswirken wird, bleibt abzuwarten. Allzu groß dürften die Auswirkungen allerdings nicht sein. Da hat die Branche schon ganz andere abgewehrt.

Text: David Jenal

Category: News

Tags: nordkorea, Rip Curl

Von: David Kurt Karl Roth

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