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Shots of Yesterday: Dandy Diary und die Blogger-Chickens

Eines kann man der ansonsten ja durchaus ziemlich verkommenen Modeblogger-Szene nun wirklich nicht vorwerfen: dass sie ungesellig wäre.

Und so kam es, dass wir gestern gewissermaßen Hamburg-Besuch von einigen unserer Lieblingsbloggerinnen hatten. Gemeinsam sind wir bei absoluter Dunkelheit auf einer Barkasse über die rabenschwarze Elbe gefahren, haben getrunken wie waschechte Seemänner, die Lichter am Elbstrand bewundert – und dutzende Fotos gemacht.

Der Grund für diese Bootsfahrt lag im brutalst möglichen Socialising, im Netzwerkknüpfen und voreinander Angeben. Ich, als alter Streber, habe die Gunst der Stunde aber natürlich auch noch genutzt, um meine neue CANON IXUS-Kamera weiter auszuprobieren.

Wie man sehen kann, hat mir besonders der Spielzeugkamera-Effekt sehr gefallen. Damit habe ich auch das grün-blau-stichige Foto von Sea Punk-Nike gemacht (was Sea Punk genau ist, erklärt sie übrigens sehr nachvollziehbar auf ihrem Blog).

Lässigerweise konnte ich direkt alle Bilder per W-Lan auf mein Handy schicken. Das geht nämlich bei meiner neuen Kamera. Die Einstellung der W-Lan-Funktion ist ein Kinderspiel und selbst mir technisch ungeschicktem Bauern relativ leicht gefallen.

Auch den irren Zoom habe ich mal wieder ausgiebig getestet. So konnte ich, ohne mich auch nur einen Zentimeter von der Bar weg zu bewegen, alle Details im Raum fotografieren. Mehr geht nicht. Eine absolute super-spitzen Funktion.

Zwischenzeitlich war ich mit meiner Kamera so überambitioniert, dass sich plötzlich alle Sonnenbrillen aufsetzten, um nicht länger von meinem Blitz penetriert zu werden – was mich in meinem Paparazzi-Trieb natürlich nicht weiter interessiert hat.

Langsam aber sicher, so zumindest meine subjektive Selbstüberschätzung, entwickele ich mich mit meiner IXUS-Kamera zum veritablen Starfotografen. Wenn es so weitergeht, werde ich sicher als Fotograf für die Hochzeitsbilder von Brad Pitt und Angelina Jolie angefragt.

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LOOKS

NEWS

 

David Murray: Horror Anti-Helden in Highfashion

Die 57 Dandy Diary Leser aus Amerika (wir kennen sie alle persönlich) werden wahrscheinlich schon Kürbisfratzen schnitzend in der Küche sitzen, denn heute ist Halloween.

Und zum Kinder-Gruselfest passen wunderbar die Mode-Illustrationen von DAVID MURRAY.

Die britische Künstler hat sich für eine aktuelle Arbeit gefragt, welche Highfashion-Designs der Fall / Winter 2014 Kollektionen zu den illustren Persönlichkeiten der Horrorgeschichte passen.

Der böse Clown Pennywise trägt bei Murry einen der legendären MOSCHINO Sweater. Hannibal ein Jackett von WALTER VAN BEIRENDONCK. Und Frankenstein rockt einen dunkelgrünen Trenchcoat von JUUN. J.

Wir wissen nicht, wie Murray, der ursprünglich aus Irland kommt und derzeit in New York lebt, die Auswahl Horror-Anti-Held > Designer getroffen hat: purer Zufall, Aussehen oder charakterliche Eigenschaften, egal – sie sind großartig.

 

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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