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Shot of the Day

Das, nun ja, recht gewagte Outfit, orangefarbener Overall, lederne Fliegerhaube, Harness und sportliche Brille , haben keine modischen Gründe. Nein. Ausnahmsweise waren es funktionelle Beweggründe, die mich zur Auswahl meiner Garderobe zwangen. 

Denn ich bin heute aus einem Flugzeug gesprungen. 4000 Meter. Eine extravagante Garderobe ist da deplatziert. Ich bin nicht allein gesprungen, nein, natürlich nicht. Es war ein Tandem mit Lars, einem Sprunglehrer. Er trug Vans Schuhe, eine Holzperlenkette um den Hals und einen feschen Kurzhaarschnitt.

Auf 3500 Metern, kurz vor der Exit Zone, flüsterte Lars zärtlich in mein Ohr: “Setz dich auf meinen Schoß”. Es ist lange her, dass ein Mann derartiges von mir verlangte. Doch ich tat, was getan werden muss. 

Wir waren die letzten Springer im Flieger. Ich lehnte mich zurück, legte mein Kopf auf Lars durchtrainierte Brust. Mein Herz pochte. Dann fielen wir. 

 

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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