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NEWS

 

Seoul Fashion Week: SONGZIO A/W 2013-14

SONGZIO A/W 2013-14. Eine Kollektion, die bereits im Rahmen der Pariser Männermodenschauen im Januar präsentiert wurde.

Doch Mr. Song Zio, Modeschöpfer von SONGZIO, zeigt sich heimatverbunden und präsentiert traditionsgemäß seine Kollektion auch auch in Seoul während der Modewoche. Seine Anhänger danken es ihm. Fashion Kids stehen stundenlang an, um ein begehrtes Ticket für seine Show zu ergattern.

Inspirationsvorlage für die aktuelle SONGZIO Kollektion war “Sanctuary”, ein Roman des amerikanischen Autor William Faulkner. Ein Mann, der für seine grenzwertigen Erzählungen bekannt war.
 

Kurzfassung der Geschichte: Ein junges Mädchen wird von ihrem Lover mit auf einem Spritztour genommen, sie endet damit, dass ein impotenter Popeye sie mit einem Maiskolben vergewaltigt, daraufhin geschehen ein paar Morde, und Popeye und sein Vergwaltigungsopfer beginnen eine romantisch-brutale Beziehung.

Soweit so gut. Mr. Song Zio hat sich vorgestellt den bösen Charakter der Geschichte, Popeye, zu kleiden, aber, so lässt er verkünden, auf eine positive Art.  Er zeigte Lederanzüge in schwarz und braun, voluminöse Ärmel und Wideleg-Pants. Das Leder wurde teilweise mit Öl bearbeitet, diese spezielle Behandlung sorgte für eine lackgartige Optik.

Mehr Informationen zu der Arbeit von SONGZIO findet ihr in unserem Interview, das wir 2012 mit dem Modeschöpfer in Seoul geführt haben. Und hier, in einem aktuellen Artikel, seht ihr Schuhkreationen von SONGZIO.

 

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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