Schluss mit lustig: der Strumpf wird wieder klassisch

Für das auf der Berliner Fashion Week ausliegende Magazin, dessen Name mir auch heute nicht einfallen will (ich schau das gleich mal nach und sag Bescheid, klaro), habe ich unter anderem auch über das aktuelle Hass-Thema der achso witzigen bunten Socken geschrieben.

Für kurze Zeit waren bunte Strümpfe das It-Piece schlechthin. Das ist jetzt vorbei. Denn mittlerweile, so flüstert man sich in den großstädtischen Salons hinter vorgehaltener Hand zu, versuchen selbst Sparkassenangestellte ihre anthrazitfarbene Arbeitskleidung mit diesen ach so angesagten bunten Socken zu modernisieren. Doch damit erreichen sie keine Aufwertung ihres eigenen, sondern eine Abwertung des gesamten Bunte-Socken-Looks. Die grell-bunte Socke ist out, sie wurde schlicht und ergreifend zu oft gesehen und vor allem viel zu nachlässig und unbedacht umgesetzt. Farben kombinieren will eben gelernt sein.

Ein Gutes hatte der Trend der farbigen Strümpfe aber: das sonst gerne mal vernachlässigte, zugegebenermaßen auch eher kleine Kleidungsstück rückte in den Fokus der Modewelt. Dank des kurzzeitigen Trends wissen wir jetzt, dass man sich auch über die richtige Socke so seine Gedanken machen kann. Und diese Gedanken kreisen momentan ausschließlich um schwarz, schottisches Argyle-Muster und, das darf natürlich nur Tom Ford in seiner Herbst/Winter Kollektion für 2011, weiß.

(Bild: artschoolvets.com – zumindest ein Teil davon)

Category: Fashion Week Berlin

Von: Carl Jakob Haupt

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