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Randale bei Görtz 17 Shop Opening in Hamburg

Heute hat der Schuhladen Görtz 17 eine neue Filiale in Hamburg eröffnet. Aber nicht irgendwo, sondern direkt auf dem Schulterblatt, dem Kernstück des nicht wirklich alternativen Schanzenviertels.

In der Schanze fühlen sich nicht nur die Leute besonders alternativ, unangepasst und vor allem kool, die dort zum Kaffeetrinken hin fahren, sondern eben auch Shops von Marken, die eigentlich nicht sonderlich kool sind.

Neben den Shops und den Kaffeetrinkern, die sich gerne mit der Koolness der Schanze aufladen, gibt es aber auch noch ein paar schwarzgekleidete Linksextremisten, so genannte Chaoten. Die finden neue Läden mit sauberen Fensterscheiben und großen Markenlogos total daneben. Also haben sie heute gegen den neuen Görtz 17 Laden demonstriert, beziehungsweise haben sie sich vor den Laden gestellt und mit Kochlöffeln auf Kochtöpfen rumgetrommelt. Ein paar Dutzend Polizisten haben den Shop vor den krawalligen Radikalen abgeschirmt.

Einige wenige Interessierte haben es aber doch in den Laden geschafft und durften Astra Bier trinken. Passt ja auch total gut zum Viertel. Ist ja auch voll anders und kool und irgendwie subversiv.

Der Görtz 17 Laden ist, wie zu erwarten war, furchtbar langweilig. Die Schuhe sehen beschissen aus und auch sonst gab es keine Besonderheit.

Die einzige Frage, die ich mir stellte, war die, warum der direkt nebenan liegende, ebenfalls brandneue MAC-Cosmetics Laden nicht auch Ziel des linken Eifers war. Das verstehe ich nicht. Vielleicht fanden die Demonstranten aber auch einfach nur, dass das Comic-Designs des MAC-Schaufensters viel besser zum Straßenbild in der Schanze passt. Wäre ja witzig, wenn’s so wäre.

Alles Dummköpfe, leider.

Bilder: Carl Jakob Haupt

LOOKS

NEWS

 

David Murray: Horror Anti-Helden in Highfashion

Die 57 Dandy Diary Leser aus Amerika (wir kennen sie alle persönlich) werden wahrscheinlich schon Kürbisfratzen schnitzend in der Küche sitzen, denn heute ist Halloween.

Und zum Kinder-Gruselfest passen wunderbar die Mode-Illustrationen von DAVID MURRAY.

Die britische Künstler hat sich für eine aktuelle Arbeit gefragt, welche Highfashion-Designs der Fall / Winter 2014 Kollektionen zu den illustren Persönlichkeiten der Horrorgeschichte passen.

Der böse Clown Pennywise trägt bei Murry einen der legendären MOSCHINO Sweater. Hannibal ein Jackett von WALTER VAN BEIRENDONCK. Und Frankenstein rockt einen dunkelgrünen Trenchcoat von JUUN. J.

Wir wissen nicht, wie Murray, der ursprünglich aus Irland kommt und derzeit in New York lebt, die Auswahl Horror-Anti-Held > Designer getroffen hat: purer Zufall, Aussehen oder charakterliche Eigenschaften, egal – sie sind großartig.

 

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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Bake in the sun Candy Dave! Pic by @tanzekind

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