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Randale bei Görtz 17 Shop Opening in Hamburg

Heute hat der Schuhladen Görtz 17 eine neue Filiale in Hamburg eröffnet. Aber nicht irgendwo, sondern direkt auf dem Schulterblatt, dem Kernstück des nicht wirklich alternativen Schanzenviertels.

In der Schanze fühlen sich nicht nur die Leute besonders alternativ, unangepasst und vor allem kool, die dort zum Kaffeetrinken hin fahren, sondern eben auch Shops von Marken, die eigentlich nicht sonderlich kool sind.

Neben den Shops und den Kaffeetrinkern, die sich gerne mit der Koolness der Schanze aufladen, gibt es aber auch noch ein paar schwarzgekleidete Linksextremisten, so genannte Chaoten. Die finden neue Läden mit sauberen Fensterscheiben und großen Markenlogos total daneben. Also haben sie heute gegen den neuen Görtz 17 Laden demonstriert, beziehungsweise haben sie sich vor den Laden gestellt und mit Kochlöffeln auf Kochtöpfen rumgetrommelt. Ein paar Dutzend Polizisten haben den Shop vor den krawalligen Radikalen abgeschirmt.

Einige wenige Interessierte haben es aber doch in den Laden geschafft und durften Astra Bier trinken. Passt ja auch total gut zum Viertel. Ist ja auch voll anders und kool und irgendwie subversiv.

Der Görtz 17 Laden ist, wie zu erwarten war, furchtbar langweilig. Die Schuhe sehen beschissen aus und auch sonst gab es keine Besonderheit.

Die einzige Frage, die ich mir stellte, war die, warum der direkt nebenan liegende, ebenfalls brandneue MAC-Cosmetics Laden nicht auch Ziel des linken Eifers war. Das verstehe ich nicht. Vielleicht fanden die Demonstranten aber auch einfach nur, dass das Comic-Designs des MAC-Schaufensters viel besser zum Straßenbild in der Schanze passt. Wäre ja witzig, wenn’s so wäre.

Alles Dummköpfe, leider.

Bilder: Carl Jakob Haupt

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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