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Projekt “Schlittschuh” vorerst gescheitert

Seit nunmehr zweieinhalb Jahren arbeite ich an Projekt “Schlittschuh” und muss vorerst konstatieren: ich bin gescheitert.

Damals, 2009, in Wien, habe ich mir in irgendeinem kuriosen Second Hand-Möbel(!)-Laden ein paar Schlittschuhe gekauft. Ziel war es, die Kufen abzuschneiden, den verbleibenden Rest richtig zu besohlen und dann die schärfsten Schuhe der ganzen Stadt zu besitzen.

Der Schuster meines Vertrauens, Calceolarius im Hamburger Grindelviertel, nahm sich der Stiefel an, schraubte die Kufen ab und schusterte neue Sohlen unter die Stiefel.

Seitdem hatte ich die Ex-Schlittschuhe etwa viermal an. Jeweils mit größten Schmerzen. Denn Schlittschuhe sind auch dann noch, wenn man die Kufen abgemacht hat, so dermaßen steif, dass sich ein Skischuh dagegen wie eine Fleece-Socke anfühlt.

Die Sohle ist mit Metallstäben stabilisert – und wenn man die rausnehmen würde, bräche der ganze Stiefel auseinander. Leider wissen weder ich, noch Mr Calceolarius, wie wir weiter vorgehen können.

Falls jemand eine Idee hat, wie ich meine Stiefel entsteifen kann, bitte ich um sachdienliche Hinweise (via Facebook).

Sollte sich keine Lösung finden, werde ich mich wohl oder übel von den geilen Teilen trennen müssen.

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No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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