Primark: Probleme in Deutschland

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Alexanderplatz, Berlin, eine Frau, Fluppe im rechten Mundwinkel, steht erschöpft vor der Trash-Textil-Kette No. PRIMARK – vor ihr auf aufgetürmt 9 (!) beigefarbene PRIMARK Tüten. Ein ekelerregendes Bild – es steht symbolisch für Konsumwahn und Wegwerf-Mode.

Dramatisch wird es, wenn man einen Blick auf die Orte wirft, wo PRIMARK produziert. Oder produzierte, wie in Rana Plaza, einem Fabrik-Gebäude in Bangladesh, in dem u.a. der irische Textilgigant billig seinen Trash zusammennähen ließ, bis das illegal errichtete Gebäude in sich zusammenstürzte.

Es wurden 1135 Menschen getötet und 2438 verletzt, eine Tragödie,  PRIMARK zog weiter, damit der Rubel weiter rollt und die Dame mit der Fluppe im Mund zu mindestens ein kleines, wenn auch kurzes Glücksgefühl in ihrem Leben bleibt – den fragwürdigen Erfolg Tüten voller 2 Euro Shirts erstanden zu haben.

Doch aktuelle Nachrichten – verkündet von den Kollegen der Textilwirtschaft, deren Quelle ein Finanzbericht des britischen Primark Mutterkonzern ABF ist – lassen Hoffnung aufkommen: Die Geschäfte in Deutschland seien insgesamt weiterhin schwierig, gibt PRIMARK zu.

Primark Filialen warfen deutlich weniger Umsatz ab, als erwartet, das geht aus einem internen Dokument hervor, daher plant man die Expansion hierzulande deutlich kleiner – in Wuppertal soll ein Mini-Primark eröffnen – bereits bestehende Stores sollten verkleinert werden, um den Abwärtstrend aufzuhalten.

Gleich schließen, empfehlen wir, falls der Textil-Trash-Discounter das nicht alleine hinbekommt, könnt ihr vielleicht helfen: Fackel in die Hand – und los (siehe Tutorial).

Category: #dandydiaryspace

Tags: Primark, Rana Plaza

Von: David Kurt Karl Roth

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