Prada SS 2017: keine visionäre Kollektion, leider.

Die Kollektionen von Miuccia Prada sind normalerweise “outstanding” – fast immer: visionär, fern ab von all den Entwürfen der anderen Modemacher.

Das ist diese Saison anders: Prada hat sich mit ihrer neusten Kollektion dem Thema “Outdoor” gewidmet. Eine Welt, die spätestens seit dem Megatrend Normcore nicht mehr aus der Mode wegzudenken sind.

Vielen Modemacher griffen das Thema “Active Wear” in ihren Designs auf, nun also auch Miuccia Prada. Ihre Models sahen so aus, als kämen sie von einer 3-tägigen Wanderung durch den Yellow Stone Nationalpark:

athletische Leggings mit kontrastierenden Nähten an der Seite, bunt gemusterte Trekking-Sandalen, Sonnenhüte, mit naiv-kindlichem Print, Hightech-Regenmäntel, auf denen Satelitten-Fotos von Mutter Erde gedruckt wurden, dazu XXL-Backpacks.

Sie wollte, so Miuccia Prada, mit dieser Kollektion das hier und jetzt abbilden, nicht die Vergangenheit, wie so oft mit ihren Entwürfen. Doch auch wenn sie in ihren bisherigen Kollektionen oftmals die Vergangenheit zitiert, haben ihre Designs immer auch etwas futuristisches. SS 2017 ist das nicht so, leider.

Von Prada wünschen wir uns Visionen, welche auf den ersten Blick nicht verstanden werden, als “hässlich” eingestuft werden, keine Abbildung vom hier und jetzt.

Category: Fashion Shows

Tags: Miuccia Prada, Prada, Prada SS 2017

Von: David Kurt Karl Roth

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