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Patrick Mohr Spring/Summer 2011

Fotos: Galleries.statesman.com

Nicht all zu viele Shows auf der Berliner Modewoche sind relevant für Dandy Diary. Die Patrick Mohr Spring/Summer 2011 Show war es. Alle Models, egal ob Mann oder Frau, schickte Mohr mit Glatze und angeklebten Bart über den Laufsteg. Botschaft dahinter: Ob Frau, ob Mann – alle gleich. Message hin oder her. Die Kollektion war stark. Und darum geht es ja nun. Zu sehen gab es Lagenlook in den schönsten Nude-Tönen. Sweater mit Patrick Mohr Gesicht-Prints, samt Schnauz und Brille. Und Drop-Crotch Pants. Affa Osman, das Face of the Facehunter, und Shaun Ross, das Albino-Model aus New York, sind für den bayrischen Designer gelaufen. Zusammenfassend kann man sagen, dass Patrick Mohr mit seiner gezeigten Spring/Summer 2011 endlich bewiesen hat, dass er nicht nur schocken, sondern auch designen kann. Er gehört zu den besten deutschen Modedesignern. Schuld daran, dass die wenigsten Menschen darüber sprechen, ist Patrick Mohr selbst.

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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