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Outfit-Empfehlung: Barack Obama X Hurrikan “Sandy”

Hochwasser war schon immer der beste Wahlkampfhelfer. Das weiß Gerhard Schröder ziemlich gut, immerhin half ihm das Elbehochwasser im Jahr 2002 dabei, sich die Wiederwahl zum deutschen Kanzler zu sichern. Dies war vor der Flut keineswegs sicher.

Auch Barack Obamas Wiederwahl zum Präsidenten der USA ist aktuell noch keine besiegelte Sache. Sein Kontrahent Mitt Romney ist erstaunlich stark und schafft es, auch Wähler außerhalb des rechten Flügels zu mobilisieren.

Hurrikan “Sandy”, der gestern Nacht in New York (wie man so schön sagt) wütete, bietet Barack Obama daher eine hervorragende Möglichkeit, sich als hemdsärmeliger Krisen-Manager und Mann des Volkes zu profilieren.

Wir wagen uns an eine Outfit-Empfehlung, abgeguckt eins-zu-eins bei Gerhard “Acker” Schröder:

1) Da Obama immer noch Staatsmann ist, und er sich natürlich nicht extra für seinen “Hilfseinsatz” umzieht, sollte er ein weißes Hemd tragen – Key-Piece der westlichen Politiker-Uniform. Auf eine Krawatte wird verzichtet, denn nach einem Hurrikan ist Anpacken angesagt, da baumelt eine Krawatte ziemlich nutzlos rum.

2) Die schwarze Anzugshose, ebenfalls Standard in der Politiker-Garderobe, wird in schwarze Gummistiefel gesteckt. Die Farbe der Stiefel ist besonders wichtig: gelb wäre zu offensichtlich, zu inszeniert; also schwarz. Um klar zu machen, dass es dennoch Gummistiefel sind, die er anhat, sollte Obama vielleicht einmal ohne zu zögern durch eine Schlammpfütze laufen. 

3) Kommen wir zum wichtigsten Teil der Helfer-Garderobe, der Regenjacke. Dieses Kleidungsstück kann über die Wiederwahl entscheiden. Hierbei ist eine gedeckte, aber doch offensichtlich outdoor-geeignete Farbe wichtig. Schlammgrün ist perfekt! Wer auch immer Schröder damals an der Elbe diese Jacke übergestreift hat, ist ein Genie. Wichtig ist, dass der Regenmantel etwas zu groß ist. Das soll signalisieren: hier geht es nicht um Passform oder gutes Aussehen. In existenziellen Momenten wie diesem ist dem Kanzler total egal, wie er aussieht, er rettet hier schließlich (offensichtlich!) die betroffenen Menschen vor weiterem Unheil. 

Wir wissen nicht, wie Schröders Verhältnis zu Obama ist, oder ob die beiden sich überhaupt persönlich kennen. Wenn ja, raten wir Schorsch Schröder schnellstmöglich ein Care-Paket mit dem Original-Oufti and Obama zu schicken.

Sollten die beiden sich nicht kennen, oder Schröder keinen Bock haben, zur Post zu laufen, gehen wir einfach mal davon aus, dass Obamas Berater regelmäßige DANDY DIARY-Leser sind und möchten ihnen empfehlen, sich an unserem “Outfit-Guide für den Gewinn einer Wiederwahl im Fall eines Hochwassers” zu orientieren. Yes, you can!

SPECIAL

LOOKBOOKS

 

Chris Brown x SNIPES – Capsule Collection

Nachdem SNIPES neulich schon mit dem Rapper Machine Gun Kelly kollaborierte, geht es nun mit Chris Brown in die nächste Runde. Passend zum Style des Sängers gibt es eine Capsule Collection mit Kapuzenpullovern in pastelblau und rosa, einem astreinen Jogginganzug, der selbst jeden Ost-Londoner Halbstarken Stolz machen würde und einem Trikot-Jersey. Alles auf den Punkt genau zeitgemäß. So macht man das heutzutage.

Der Sänger, der – glaubt man der Legende (was wir ja immer sehr gern tun) – in einer Tankstelle aufwuchs, mit 15 Jahren entdeckt wurde und dann schnell seinen ersten Nummer 1-Hit hatte, sagt zur Zusammenarbeit mit dem Streetwear-Label: „SNIPES fördert Kreativität und versteht, dass Künstler sich entwicklen. Mir als Künstler ermöglichst das mit einer Lifestyle-Brand ohne Kompromissen zu arbeiten und meine Kreativität zum Ausdruck zu bringen.“

Im zur Kollektion erscheinenden Video zeigt Brown dann auch gleich mal, wie GENAU er seine Kreativität zum Ausdruck bringt: er tanzt extrem smooth durch die Gegend, junglet durch die nächtliche Großstadt und malt ein Graffiti auf eine Leinwand.

Die Chris Brown x SNIPES-Kollektion ist ab dem 6. Juni online auf www.snipes.com und in ausgewählten SNIPES-Stores erhältlich. 

 

NEWS

 

Die Geschichte zum Vetements DHL T-Shirt

Über kein Design wurde letzte Saison soviel gesprochen, geschrieben und gestritten: das DHL T-Shirt von Vetements.

Seit Gosha Rubchinskiy die Vetements SS 2016 im besagten Shirt eröffnete, wird über Preis, Design-Anspruch etc. diskutiert.

In einem Interview mit dem Telegraph erzählte Demna Gvasalia – dem Mastermind von Vetements – wie es zur Idee mit dem Logo des Transportunternehmens kam.

DHL, wurde, so Gvaslia, zu einem täglichen Thema, weil ich immer auf Pakete warten musste. „Immer sagte irgendjemand, dass Paket ist noch nicht angekommen“. Nach ein paar E-Mails und Telefonaten bekam das Vetements Team die Freigabe des Logos von DHL. Und – im Gegenzug – 20 DHL-Angestellte – ein Vetements Shirt.

Mehr zum smarten Move das DHL Logo zu verwenden, gibt es hier bei uns zu lesen.

VIDEO

TRENDS

 

Soft Hardcore: Der Siegeszug der Metal-Hipness

Spätestens, seitdem es Kiss-Bassist Gene Simmons vor zwei Jahren verkündete, ist Rock offiziell tot. In musikalischer Hinsicht sind Hiphop, elektronische Musik und naturgemäß Pop tonangebend. Und auch auf subkultureller, modischer und gesellschaftlicher Ebene schien Rock mehr und mehr stiefmütterlich behandelt, ja, nahezu bedeutungslos. Bis jetzt.

Denn: Die Metal-Ästhetik und mit ihr die Logos und Artworks von dem Genre zugehörigen Bands sind angesagter denn je. Justin Bieber trägt regelmäßig T-Shirts mit Metallica-Prints, Supreme hat bereits mehrfach mit Black Sabbath eine Kooperation herausgebracht, deren Käufer vermutlich noch nie auch nur einen Song der Band gehört haben. Und eine mehr als offensichtliche Iron-Maiden-Referenz gab es bereits bei Balenciaga zu bestaunen.

Flammen-Motive, über deren modische Relevanz wir bereits hier berichtet haben, sind vor allem dank Vetements wieder und völlig unerwartet mehr als hip, ebenso wie Schriftzüge in Fraktur und ein religiös-mystisch anmutender Vibe. Die Fraktur hat Kanye West mit seinem Merch zu „The Life of Pablo“ kurzerhand zumindest halbwegs von ihrem in der rechten Szene verorteten Image befreit. Und Rick Owens vertritt seit Jahren hoch erfolgreich eine verrucht-rockige Stimmung, die nicht mehr nur im Berghain gut anbekommt.

Die Rückkehr einer in ihren Grundzügen maskulin-aggressiven Ästhetik hängt mit Sicherheit mit dem sich wandelnden Männerbild zusammen, über das Adriano Sack und Frederik Schwilden bereits an dieser Stelle schrieben. Während die für Männer typischen, vor Kraft strotzenden und prolligen Eigenschaften mehr und mehr verloren gehen, findet auf ästhetischer und stilistischer Ebene eine Kompensation eben dessen statt: Tattoos, Bärte, gestählte Körper und auch der Metal-Szene entlehnte Codes und Motive lassen den vermeintlich geschwächten Mann weiterhin stark erscheinen. Zumindest von außen.

Dazu kommt ein Grundproblem, mit dem sich alle Designer konfrontiert sehen: Dem Aussterben der Subkulturen. Während es in den vergangenen Jahrzehnten unter Jugendlichen zum guten Ton gehörte, sich von der Masse abzugrenzen, einer Subkultur zuzugehören und so Rebellion und das Anders-Sein zu üben, wollen Jugendliche mittlerweile – zumindest laut der letzten Sinus-Studie – Mainstream sein.

Daraus lässt sich nunmal reichlich wenig Inspiration ziehen. Und so wird auch weiterhin auf bereits vorhandene und bereits totgeglaubte Strömungen und Stile zurückgegriffen werden müssen. Das ist aber völlig in Ordnung, besonders dann, wenn es doch so gut und lässig aussieht wie die Metal-Ästhetik.

Text: David Jenal

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