Orthodoxe Juden – Stilkritik

Der eine oder andere wird es verwerflich finden, dass wir das Judentum, beziehungsweise ultraorthodoxe Juden, in einer Stilkritik auf ihr Aussehen reduzieren. Doch a.) ist uns eure Meinung, nun ja, nicht wirklich wichtig b.) könnt ihr sie ja nicht mehr auf Dandy Diary kundtun. Also: Wir finden die Looks von ultraorthodoxen Juden megascharf. Ihr Look ist konservativ, doch zugleich hochmodern. Die Macher von Uncommon Creatures ließen sich für ihre Debütkollektion von den orthodoxen Juden inspirieren und auch bei Dior gab es breitkrempige Hüte, die uns an die Kopfbedeckungen der Orthodoxen denken ließen. Was genau getragen wird, gibt es in den nun folgenden Zeilen zu lesen:

Sie tragen Kippas, darüber oftmals schwarze, überdimensional groß wirkende Hüte.  Die Kippa ist ein kleines rundes Stück Stoff oder Leder, das den Hinterkopf bedeckt. Die schwarzen Hüte werden darüber getragen, der untere Teil der Kippa bleibt von hinten sichtbar, ein schönes Detail. Die typischen Hüte werden bei Ferster Hats oder auch bei Borsalino, denn auch die haben eine Filiale im Mea Sheraim, dem ultraorthdoxen Viertel in Jerusalem, gekauft.

Hut+Kippa

Nun, endlich, zu meinem Lieblingskleidungsstück aus der jüdischen Garderobe. Der Tallit, zu deutsch Gebetsmantel. Ein Tallit ist ein viereckiges Tuch aus Wolle, Baumwolle oder Seide. Besonderes Merkmal des Tallit sind die Zizijot. Vier lange weiße Fäden, die mehrfach geknotet sind. Orthodoxe Juden tragen ihre Tallits normalerweise unter schwarzen Westen, die Zizijots sind somit sichtbar.

Man kann wohl behaupten, dass die Garderobe der orthodoxen Juden sehr detailreich ist. Die Details lassen sich natürlich nur mit einem geschulten Auge, das ich natürlich habe, erkennen. Schneller zu erkennen: der lange Bart und die Schläfenlocken. Zwei optische Highlights, die für die Komplettierung eines jeden Outfits sorgen. Wenn ihr euch nun fragt, warum orthodoxe Juden derart ausgefeilte Looks tragen, dann liebe Freunde des World Wide Web, dann investiert doch mal ein, zwei Minuten in die Recherche bei den allseits bekannten Suchmaschinen. Für tiefgründige, gar tiefsinnige, Texte sind wir bei Dandy Diary nicht zuständig, nein, wir kratzen nur ein wenig an der Oberfläche. Tiefsinnigkeit. Nein Danke! Wenn ihr  selbst orthodoxer Jude seid und es nicht in Ordnung findet, dass wir eure Garderobe einer Stilkritik unterzogen haben, oder besser: ein Loblied auf eure Garderobe gesungen haben, dann hinterlasst doch einfach einen Kommentar. Wo auch immer.

Foto#1: David Kurt Karl Roth Foto#2: David Kurt Karl Roth; Foto#3: Hadavar.org

Category: News

Von: David Kurt Karl Roth

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