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NEWS

 

On the way to: Baltic Fashion Awards

Foto: Arturo Martinez

Gestern früh, zu früh für mich, ging es direkt aus Hamburg nach Usedom. Grund: die 10. Ausgabe der Baltic Fashion Awards. Ich kämpfte noch mit den Nachwirkungen von Jakob´s wilder Party, da saß ich schon mit einer Opernsängerin in einem Shuttle Richtung Ostsee. Während der Fahrt probte die Sängerin ihre Texte für ihren Auftritt. Ein Auto, eine singende Opernsängerin und ich, wohlbemerkt mit höllischen Kopfschmerzen vom Vorabend, eine ganz, ganz schlechte Kombination. Auf dem Strandlauffoto, das kurz nach unserer Ankunft in Usedom entstanden ist, trage ich einen dunkelblauen Filipa K Anzug.

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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