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NEWS

 

Interview Patrick Mohr

„Ob Titte, Pussy oder Schwanz ist doch egal “

Foto: Süddeutsche.de

Einen Interviewtermin mit dem Modedesigner Patrick Mohr zu vereinbaren erinnert an die Quadratur des Kreises. Es ist kompliziert. Nicht unmöglich. Nach zahlreichen E-Mails, SMS und Telefonaten hat es doch noch geklappt. Der 29-jährige Designer spricht in einer Stuttgarter Bar über Geschlechterrollen, Vorbilder und seine Liebe zur Form des Dreiecks.

DandyDiary: Herr Mohr, von Ihnen stammt der Satz: „Ich mag Einheiten – von mir aus können in der Zukunft Männer und Frauen völlig gleich aussehen.“ Der Partnerlook wird massentauglich. Ist das nicht eine grauenvolle Vorstellung?
Patrick Mohr: Nein! Ganz und gar nicht. Mann und Frau sollten einheitlich betrachtet werden, unabhängig von ihrem Geschlecht. Auch in der Mode. Daher ist meine Mode so konzipiert, dass ich nicht unterscheide zwischen den Geschlechtern. Bei Frauen halte ich überhaupt nichts von dem ganzen femininen Touch, von speziellen Taillierungen oder Kleidung, die ausschließlich für sie gedacht ist.
DandyDiary: Warum sollten Frauen ihre Weiblichkeit nicht unterstreichen?

Patrick Mohr: Ich denke, dass es irrelevant ist, die Weiblichkeit durch Kleidung zu unterstreichen, da für mich das Geschlecht in der Mode keine Rolle spielt. Ob Titten, Pussy oder Schwanz ist doch völlig egal. Ich kreiere ganz bewusst androgyne Kleidung. Ferner sehe ich mich selbst auch nicht zu 100 Prozent als Mann.
DandyDiary: Interessant. Darf man erfahren, als was Sie sich sehen?
Patrick Mohr: Schauen Sie mich an. Ich bin kein typischer Mann. Mit Dreitagebart, muskulösen Armen und Waschbrettbauch. Es gibt eine große, mich vereinnahmende weibliche Seite. Ich lasse Gefühle zu. Ich habe eine große Affinität zur Kleidung. Wahrscheinlich bin ich eine Mischung aus Mann und Frau. Die Reduzierung auf das Geschlecht und die klare Einteilung nach dem Geschlechtsorgan halte ich für Unsinn. Ich versuche, mich unabhängig davon zu betrachten. Ich versuche abstrakter zu denken. In mancher Hinsicht sehe ich mich selbst als Dreieck.
I love: Was meinen Sie mit einem Dreieck?
Patrick Mohr: Verstehen Sie mich nicht falsch, ich meine das symbolisch. Das Dreieck hat auf mich schon immer eine große Faszination ausgeübt. Das Dreieck steht für Freiheit. Und ich bin ein freiheitsliebender Typ.
DandyDiary: Woher kommt ihre Faszination für die Form des Dreiecks?
Patrick Mohr: Grafisches hat mich schon immer angesprochen. Während meines Modedesign Studiums an der Modeschule Esmod in München habe ich mich intensiv mit der Thematik der Formsprache auseinandergesetzt, und in meiner Abschlusskollektion „Futurims/Robots“ bildete das Dreieck die Basis meines Schaffens.
I love: Ihre ersten Erfahrungen im Modebusiness haben Sie als Model in Mailand gesammelt. Wie kamen Sie zu dem Entschluss, Mode nicht mehr nur noch zu präsentieren sondern auch zu kreieren?
Patrick Mohr: Im Grunde genommen bist du als Model nur das Arschloch. Ein undankbarer Job. Es wird einem ständig gesagt, was man zu tun und zu lassen hat. „Nimm ab. Mach dies, mach das.“ Hinter den Kulissen des Laufstegs begann ich, meine Leidenschaft für die Mode zu entdecken. Ich sprach mit den Designern. Begutachtete die Entwürfe. Als ich zurück nach München kam, bewarb ich mich an der Modeschule Esmod.
DandyDiary: Nach ihrem Abschluss haben Sie acht Monate lang dem dänischen Modedesigner Henrik Vibskov assistiert. Welchen Einfluss hat Vibskov auf ihre heutigen Kollektionen?
Patrick Mohr: Ich würde sagen, dass Henrik und ich von Anfang an auf einer Wellenlänge lagen, aber auf meine heutigen Entwürfe hat er definitiv keinen Einfluss. Die Persönlichkeit Vibskovs hat mich stark beeindruckt und sicherlich auch auf eine gewisse Art geprägt, jedoch teile ich nicht seine Auffassung von Mode. Er hat einen komplett anderen Zugang. Trotzdem konnte ich gerade im Bereich Schnitttechnik viel von ihm lernen. Alles in allem war Kopenhagen eine sehr intensive Zeit. Sieben Tage die Woche war ich im Studio. Jeden Tag. Nonstop. Ich habe rund um die Uhr gearbeitet. Es kam vor, dass ich auf dem Boden im Studio geschlafen habe und mich nur mit den Stoffresten zudeckte.
DandyDiary: Gibt es andere Designer, die Ihre Kreationen beeinflussen?
Patrick Mohr: Niemand. Ich mach mein Ding. Ich weiß, wohin ich will. Früher hat mich noch Raf Simons beeinflusst, aber das ist lange her. Von 1998 bis 2002 war seine stärkste Phase. Damals verehrte ich seine Entwürfe. Ansonsten macht Bernhard Wilhelm auch noch interessante Sachen. Seine Mode Installation auf der Fashion Week Berlin letzten Februar war sicherlich das Highlight der Schauen.
DandyDiary: Ähnlich wie Bernhard Wilhelm sind Sie auch für ihre extraordinäre Präsentationsformen bekannt. Inwiefern sind diese Teil ihrer Mode oder unterstützen sie?
Patrick Mohr: Mit Hilfe von Installationen lässt sich meine Auffassung von Mode besser darstellen, daher sind sie ein wichtiger Teil meiner Mode. Eine konventionelle Modenschau könnte nicht das wiedergeben, was in mir vorgeht.
DandyDiary: Ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2010 wird erstmalig auf der Berlin Fashion Week gezeigt. Was können wir erwarten?
Patrick Mohr: Es wird außergewöhnlich. Mehr kann und will ich noch nicht verraten.
DandyDiary: Ob Schauspieler, Künstler oder Modedesigner. Die kreative Elite Deutschlands sitzt in Berlin. Was machen Sie noch in München?
Patrick Mohr: Ich bin dabei, mich von München zu verabschieden. Inzwischen kennt mich jede Ameise in München. Ich plane, demnächst mit meiner Freundin ins Ausland zu ziehen. In Deutschland finde ich schon seit geraumer Zeit keine Inspiration mehr. Ich brauche eine Stadt, die mich pusht und weiterbringt. Weltweit gibt es noch zahlreiche interessante Orte. Seoul oder Kapstadt zum Beispiel. Das Ziel werde ich jedoch ganz spontan entscheiden. In München wurde ich dank meines außergewöhnlichen Aussehens schnell zu einer Marke, daher war die bayrische Hauptstadt für den Anfang sicherlich nicht hinderlich für mich.
DandyDiary: 15-facher Zwiebellook. Zwirbelbart. Und tätowierte Arme. Ihr unkonventioneller Look polarisiert. Wie bedeutsam ist Ihr Aussehen für den Verkauf ihrer Kollektionen?
Patrick Mohr: Der Einfluss meines Erscheinungsbildes auf den Verkauf meiner Kollektion ist nicht zu leugnen, aber das ist natürlich nicht der Grund für mein Aussehen. Ich kann nicht anders. Ich bin so wie ich bin. Und so wie ich bin, bin ich glücklich. Es ist mir egal, was andere Menschen von mir halten.
DandyDiary: Die Finanzkrise hat einen großen Einfluss auf die aktuellen Entwürfe in der Modebranche. Müssen auch Ihre Kollektionen tragbarer, kommerzieller werden, um die Krise zu überstehen?

Patrick Mohr: Ich profitiere von der Finanzkrise. Vielen Labels geht es momentan sehr schlecht. Es entstehen mehr und mehr Lücken in der Modebranche. Lücken, die ich durchaus füllen kann. Unabhängig von der Finanzkrise ist wahrscheinlich mein kommerziellstes Projekt eine Jeanslinie, die sich in Basic und Luxury unterteilt. Jeans mit einem extrem hohen Wiedererkennungswert. Ich glaube, dass die Finanzkrise durchaus eine Chance für die Modebranche darstellen kann. Im besten Fall steht uns eine modische Revolution bevor.
DandyDiary: Revolutionären Einfluss haben Blogs. Sie haben zu einer Demokratisierung der Mode geführt. Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Modebranche im Zeitalter des World Wide Web?
Patrick Mohr: Sehr positiv. Ich schaue mir täglich diverse Modeblogs an. Der Blog ashadedviewonfashion.com von Diane Pernet ist eine wichtige Informations- und Inspirationsquelle für mich geworden. Inzwischen kaufe ich mir fast keine Zeitschriften mehr, sondern hole mir meine nötigen Informationen über die Branche aus dem Internet. Mit Hilfe der Blogkultur haben es Labels geschafft, die es sonst aufgrund von mangelndem Budget nicht geschafft hätten.
DandyDiary: Vor ein paar Jahren haben Sie in einem Interview verlauten lassen, dass Sie noch vor ihrem 30. Geburtstag Ihre Sachen auf einer Show während der Paris Pret á Porter Schauen zeigen möchten“. Was ist aus Ihren ambitionierten Plänen geworden?
Patrick Mohr: Für 2010, das Jahr, in dem ich 30 werde, ist eine Modenschau in Paris geplant. Alles läuft nach Plan.

LOOKS

LOOKBOOKS

 

New collection: PALACE Skateboards

In den letzten Jahren hat Skateboarding ein gigantisches Revival erlebt.

Das coolste aller coolen Skateboard-Labels ist PALACE SKATEBOARDS. Um das Label von Lev Tanju herrscht in London ein wahrer Kult.

Auch Celebs, wie A$AP Rocky, lieben PALACE. Im Gegensatz zu konventionellen Modelabels scheint PALACE nicht abhängig von Saisons zu sein.

Vor wenigen Tagen wurden Fotos der neuen Kollektion auf Style.com veröffentlicht.

Außerdem erklärte Oberboss Tanju, dass der erste PALACE Skateboards Store ‘eva’ am 25. April in London (Brewer Street 26) eröffnen wird.

Im Store wird es Platten, Skateboards und PALACE Designs zu shoppen geben. Tanjus Konzept: “Real low numbers and really well made”.

 

SPECIAL

 

Dandy Talk: “Always hardcore: Wie die “Dandy Diary”-Modeblogger arbeiten” ::: Konferenz, Frankfurt/Main ::: 14. April 2015

Gestern sind wir mit Vollgas in unserem Tourbus nach Frankfurt am Main gefahren, um dort auf der Konferenz “Frankfurter Tag des Online-Journalismus” über Porno, Kinderarbeit, Party und Nacktflitzen zu sprechen – also vor allem über uns.

Für unser Gespräch haben wir den schönen Titel “Always Hardcore” gewählt.

Das hier schreibt der HR, der die Konferenz ausgerichtet hat, über uns:

“Auf den Modemessen in London, Prag und Berlin ganz vorne dabei. Parties feiern mit Jung-und Ganz-schön-Alt-Promis. Designen, Musik machen, modeln. Gang-Symbole auf Traditionslederhosen schmuggeln. Einen Modeporno drehen. Einen Flitzer auf eine Mailänder Modenschau schleusen. Sich mit gefälschten Kinderarbeits-Bildern mit H&M anlegen – und dafür juristische Prügel beziehen. Die Macher des Dandy Diary, des führenden deutschen Männermode-Blogs, lassen es gerne ordentlich krachen. Aber hinter der Inszenierung stecken harte Arbeit, Cleverness und Handwerk. Wie bekommt man all die verschiedenen Rollen zusammen? Wie bleibt man als Provokateur glaubwürdig und trotzdem gut im Geschäft mit den Labels? Wie geht man mit Fans um, mit netten, mit aufdringlichen und mit bösartigen? sieht der Arbeitsalltag der beiden Modeblogger aus? Und: darf man für die Wahrheit fälschen? All das werden sie uns auf dem FTOJ beantworten.”

Hier gibt es ein Video unseres Talks zu sehen. Viel Spaß beim Glotzen!

Von: Jakob

TRENDS

 

Trend: Baggy-Pants (und das Ende der Jogginghose)

Jogginghosen sind zwar nach wie vor der letzte Schrei. Kein High Fashion-Label, das nicht auch eine dieser schweineteuren, unförmigen Hosen im Angebot hat. Ganz zu schweigen von H&M, Zara und all den anderen erschwinglichen Retailern. Jeder trägt sie und man kann damit aktuell eigentlich nichts falsch machen. Wer die Hose dann noch in die Socken steckt, ist ganz vorn dabei.

Noch weiter vorn allerdings, stehen diejenigen Coolcats unter euch, die schon den nächsten Hosentrend entdeckt haben: Baggy-Pants.

Dieser Trend ergibt sich nicht nur logischerweise aus dem grassierenden 90er Jahre Trend, einer Zeit also, bevor Hedi Slimane im Jahr 2000 selbst Karl Lagerfeld erklärte, dass man von nun an ausschließlich knallenege Röhrenjeans zu tragen hätte.

RÖHRENJEANS WAREN VORGESTERN, JOGGINGHOSEN GESTERN, HEUTE RULT DIE BAGGY-PANT

GUCCI und MARC JACOBS haben in ihren Schauen für Herbst/Winter 2015 (siehe Bild) nun aber sehr weite, gerade geschnittene Hosen gezeigt, ebenso wie die Marken A.P.C. und BOTTEGA VENETA. Und auch der Einflussreiche Blog Hypebeast hat jüngst über den Shift von Jogginghosen zu Baggy-Pants (und dessen Bedeutung für das Tragen von Sneakers) berichtet. Der Trend ist also bei sehr unterschiedlichen Playern der Modebranche Thema – was ein gutes Zeichen dafür ist, dass er auch bald auf der Straße zu sehen sein wird.

Wann sich der Look dort jedoch zeigt, hängt sicherlich zu einem Großteil davon ab, ob die schwerst angesagte Hip Hop-Szene sich ihres alten Looks bedient und statt enger Röhren- und bequemer Jogginghosen zu Baggies greift. Nach wie vor sind Rapper wie A$AP Rocky, die Gang von ODD FUTURE und Kanye West wichtige Katalysatoren für neue Trends in der Herrenmode.

Wir finden den Trend – das ist ja wohl glasklar – in jedem Fall saukool und werden ab sofort alles daran setzen, unseren Kleiderschrank dem Baggy Pants-Trend anzupassen.

Von: Jakob

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

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