Nicolas‘ Trotzphase

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Foto: Instagram; @nicolasghesquiere

Vergangene Woche hatten sich Donald Trump und sein Gruselkabinett mit LVMH-Geschäftsführer Bernard Arnault getroffen, um ein neues Louis Vuitton-Werk in Texas zu eröffnen. Das Treffen hatte insbesondere in den sozialen Medien für Kritik gesorgt, die nun auch erstmal aus den oberen Rängen des französischen Luxuslabels aufkam: Nicolas Ghesquière, künstlerischer Leiter der Damenlinie Louis Vuittons, zeigte sich bei Instagram wenig begeistert vom Treffen der beiden Kommerz-Kolosse.

Nicolas, der sich intensiv für Diversität in der Modeindustrie einsetzt, distanzierte sich entschieden von etlicher Verbindung zum US-Präsidenten, dessen Politik immer wieder diskriminierende Signale an die LGBTQIA+ Community in den Staaten sendet. So wurde nach einer immensen Einschränkung der Rechte von Transsexuellen zuletzt in diesem Jahr ein offizielles Verbot an US-Botschaften verhängt, die Regenbogenfahne zum Pride-Month zu hissen, wie es spätestens seit Obamas und Bidens Hand-in-Hand-Hüpfer üblich war.

Seit 2013 sitzt Nicolas an der Spitze der LV-Damenkollektion und hatte es sich seitdem zur Mission gemacht, queere Models auf seinen Laufstegen zu präsentieren; so auch 2015 erstmals mit Transfrau Teddy Livan. Beim Eintritt in seine Position hatte die LV- Muttergesellschaft LVMH ihn noch als „eines der größten Talente dieser Zeit“ gelobt. Ob es jetzt erstmal Internet-Verbot für den rebellischen Sohn gibt, wird sich wohl noch zeigen.

Category: News

Tags: Donald Trump, Louis Vuittons

Von: Fabian Alexander Stammen

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