Next big thing: Kiko Kostadinov

Wenn wir all unser hart verdientes Geld auf einen jungen, noch vergleichsweise unbekannten Designer setzten müssen, dann wäre es Kiko Kostadinov, dem wir eine große Karriere im Mode-Business zu trauen würden.

Kostadinov hat – bevor er seinen Abschluss Master auf dem Central Saint Martins College in London gemacht – bereits zwei Capsule Kollektionen für STÜSSY entworfen, welche im Londoner It-Store Machine-A und im Dover Street Market verkauft wurden. Beide Capsule Kollektionen für den Streetwear-Giganten waren innerhalb weniger Tage ausverkauft.

Seinen Job für STÜSSY hat Konstadinov dem Über-Stylist Stephen Mann zu verdanken. Der den Bulgaren bat ein paar STÜSSY Designs für ein CLASH Magazine Shooting umzugestalten. Die von Kostadinov überarbeiteten Pieces kamen so gut beim STÜSSY-Team an, dass der Bulgare daraufhin zwei handgearbeitete, limitierte Kollektion entwarf.

Zuvor absolvierte Konstadinov ein 1-jähriges Praktikum, welches er bei Aitor Throup absolvierte, welches, so der junge Designer, „mindblowing“ war. Doch sein Stil lässt an Maison Martin Margiela oder die japanische Avantgarde denken. Er arbeitet mit Dekonstruktion, offenen Nähten und bewusst vereinfachter „Cut-and-Sew“ Technik.

„Cutting is what excites me“, so Konstadinov. „When I talk about cutting, it’s not like I’m fucking Savile Row tailor. Cutting, proportion and silhouette excite me. I hate decoration. I hate it so much.“ Bei Konstadinov gibt es viel Handarbeit: Er trägt Farbe auf, besprüht seine Designs, färbt sie – so entsteht ein Endprodukt, welches

Seine Designs sind irgendwo zwischen High-End-Menswear und Contemporary Workwear einzuordnen. Durchaus vergleichbar mit der Arbeit von Liam Hodges, dessen Mode ebenfalls stark von Workwear inspiriert ist.

Sein Instagram Account dient Konstadinov als eine Art Moodboard, dort legt er offen, was ihn inspiriert zu seinen Designs: ein an Krücken laufender Mann in Jogginghose, die tollkühnen Männer der Müllabfuhr oder ein Yohij Yamamoto Piece.

Dessen Arbeit eine großen Einfluss auf Konstadinov ausübt. Er sammelt nicht nur Fotos von frühen Yamamoto Kollektionen, sondern trägt ihn auch. Der Bulgare liebt an Yamamotos Entwürfen, dass es schwierig bis unmöglich ist für die Menschen des „Alltags“, auf der Straße, in der U-Bahn ihren Code zu dechiffrieren: Ist der Mann reich? Obdachlos?

Ob Konstandinov eine ähnlich einzigartige Karriere wie Yamamoto erwartet, bleibt abzuwarten, doch, da sind wir uns ziemlich sicher, für das Männermode-Zentrum London wird er in den nächsten Jahren definitiv eine wichtige Rolle spielen.

kiki

Category: Trends

Tags: Kiko Konstadinov

Von: David Kurt Karl Roth

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