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Next big thing

Vladimir Karaleev

Foto: IlovePonysMag.com

Für BerlinFashion.Daily, das Print-Magazine von BerlinFashion.TV, habe ich ein Portrait über den  Avantgarde-Designer Vladimir Karaleev geschrieben. Seine Entwürfe präsentierte Karaleev im Rahmen des Wettbewerbs “Start your Fashion Business” im WMF. Am Ende belegte Karaleev den dritten Platz, der mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert war. Mehr über das junge Talent, dass mit seinen modischen Visionen noch für reichlich Furore sorgen wird, erfahrt im Text “Karaleevkse Schnittkunst”.

Karaleevske Schnittkunst

Kunst, Architektur und Mode scheinen sich in seinen Kreationen zu vereinen. Vladimir Karaleev, gebürtiger Bulgare, erschafft tragbare Kunst. Im Anbetracht seiner kreativen Entwürfe erscheint es nur logisch, dass die Berliner Avantgarde ihn verehrt. Wenn er drapiert, dann lässt er skulpturale Stoffgebilde entstehen. Doch bei Karaleev ist nicht nur das fertige Produkt spannend, sondern auch der Entstehungsprozess. Für eine Woche ließ sich Karaleev in der Berliner Galerie Program einschließen um die Stoffskulptur „Fabric/K“ zu schneidern – eine Endlosjacke, die zum Ende des Projekts in gewaltigen Stoffbahnen in der Galerie ausgelegt wurde. Und für „Cut210“, ein anderes Projekt Karaleevs, kreierte er eine Kollektion aus 210 gebrauchten T-Shirts, die er wiederum zu 20 neuen Looks verarbeitete. Der erste Look bestand aus einem T-Shirt, der zweite Look aus zwei T-Shirts, der dritte Look aus drei T-Shirts. Das Konzept, das die Anzahl der verarbeiteten T-Shirts in Abhängigkeit zu dem jeweiligen Look stehen, durchzog sich durch die gesamte Kollektion. Am Ende entstanden 20 Looks, eine Kollektion.
Er beweist das Mode mehr sein kann als praktische Bekleidung. Seine Ansätze sind originell, nicht vorhersehbar. Seine asymmetrische Drapage, ein Markenzeichen Karaleevs, lässt an den Dekonstruktivismus denken. „Das erste Mal, dass ich Rei Kawakubos Kreationen in den Händen hielt, war in den frühen 90er Jahren. Ein Moment des Erwachens“, so beschreibt Karaleev den Einfluss der japanischen Avantgarde auf sein Design.
Aufgewachsen ist Vladimir Karaleev in Sofia. Der Umstand, dass Mode Mangelware im Ostblock war, hat dazu beigetragen, dass er schon früh eine Sehnsucht nach ästhetischem Design entwickelt hat. Mit 19 Jahren kam er nach Berlin um ein Modedesign-Studium zu beginnen, während seiner Studienzeit begann Karaleev damit die Nähte von einem Großteil seiner Designs offen zu lassen. Ein Gestaltungsmittel, das in der Zwischenzeit zu einem Erkennungszeichen seiner Entwürfe geworden ist. „Meine Arbeit ist keine Revolution, sondern eine Evolution“, begründet Karaleev seine Arbeitsweise der Unvollendung.

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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IGGY POP: seine erste Design-Kollaboration!

IGGY POP trägt ja normalweise nicht allzu viel: eine hautenge Lederhose, dazu durchtrainierten, gummiartigen Oberkörper. Wenn es Rockstar Iggy fröstelt, dann streift er noch Lederjacke über.

Fortan wird der The Stooges Frontman wohl auch des öfteren in einer Weste zu sehen sein. Denn in Kooperation mit dem Label SAILOR JERRY hat Iggy eine Denim-Weste mit Patches entworfen. Die punkigen Patches werden separat geliefert, so könnt ihr selbst entscheiden, welcher von Iggys scharfen Flicken zu euch passt (Auswahl: Death, Shall, Triumph). Inspirationsvorlage waren die Punks und insbesondere die Punkettes der späten 70er Jahre aus London und Los Angeles.

Wenn ihr in Iggy Pops THE FLASH Westen durch die Fußgängerzone eurer Heimatstadt stolziert, wird jeder Hells Angels vor Neid erblassen, versprochen. Es gibt insgesamt 50 Westen – alle handsigniert von Iggy höchstpersönlich. Für eine von Iggys Westen müsste ihr 600 US Dollar latzen, hier gibt es den Shit.

Den Deal mit Sailor Jerry hat übrigens Matt Sorum von den Guns ‘N Roses eingefädelt. Eine Band, die in den 90er Jahren für ihre extrem lässigen Bandanas und Stars und Stripes Leggings weltbekannt waren. Im Vorjahr hat Paul Simonon von The Clash für Sailor Jerry entworfen.

Mal schauen, welcher Alt-Rockstar das nächste Mal mitmachen darf!

 

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We so high in India!

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