arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter
 

Inteview: New York´s Wunderkind

Während der Swiss Textile Awards 2010 in Zürich traf ich Star-Designer Alexander Wang zu einem Interview für das BerlinFashion.Daily. Das Interview ist zur Berlin Fashion Week erschienen:

„Fashion ist keine Kunst, Fashion ist Business“. Dieser Satz, so ausgesprochen von Alexander Wang, dem „Wunderkind“ der amerikanischen Modebranche, sagt eine ganze Menge über den 26-jährigen Designer aus, dessen Label gerade dabei ist die Welt der Schönen und Reichen im Sturm zu erobern. Wang hat nicht die Ambition das Rad neu zu erfinden, sondern will Kleidung erschaffen, die getragen und gekauft wird. Eine gesunde Portion Realismus, die seiner Marke, einen Jahresumsatz von über 25 Millionen Dollar beschert. Im Interview verrät Wang, was er von großen Modeketten hält, die seine Looks kopieren. Welche Rolle die Familie in seinem Erfolgsunternehmen spielt. Und warum Kritik nicht gleich Kritik ist.

Foto: cdn.picapp.com; Mr. Wang

New Yorks Downtown Prinz der Dunkelheit wendet sich dem Licht zu. In deiner Spring/Summer 2011 Kollektion hast du komplett auf Schwarz verzichtet. Warum?

Ich wollte weg von diesem toughen, dunklen Look, für den ich bekannt bin. Bewusst habe ich helle, optimistische Farben, sowie leichte Stoffe verwendet. Ziel war es etwas Pures, etwas Reines zu erschaffen. Und natürlich war die Show auch eine Reaktion auf die kommerzielle Verbreitung meines Looks. Wenn jeder Skinny-Pants und Biker-Jackets macht, ist es nicht mehr neu, oder?

Große Modeketten haben deinen Look kopiert, man kann sagen zerstört. Fast-Fashion-Ketten – deine Meinung?

Es wird dich verwundern, doch ich verurteile Modeketten wie H&M und Zara nicht, denn sie treiben mich an. Wenn ich kopiert werde, muss ich weitergehen. Sie verhindern eine Stagnation. Zudem sind ihre Kopien, ja auch eine Verneigung vor mir, dem Schöpfer. Es ehrt mich, dass sie meine Kreationen zum Vorbild nehmen. Modeketten verbreiten meine Ideen, wenn auch nicht mit meinem Label in der Innenseite des Kleidungsstücks.

Kurz nach der Show in New York hast du erklärt, dass das Konstruktions-Thema der Kollektion mit dem derzeitigen Bau-Boom in deinem Leben zu tun hat.

Richtig. Es kam zu einer räumlichen Expansion, die meine aktuelle Kollektion inspirierte. Ich habe meinen ersten Shop eröffnet. Ein Traum, den ich schon sehr lang hatte, und nun realisieren konnte. Schlussendlich habe ich mich für das Gebäude des ehemaligen Yohji Yamamoto Store, in Soho, New York entschieden. Die Räumlichkeiten sind perfekt. Viele, und vor allem große Fenster, machen die Location zu einem Traum. Ein neues, größeres Studio, sowie Appartement habe ich auch. Die Kollektionen verkaufen sich prächtig, auch Stars wie die Olsen Twins lieben meine Sachen. Man kann sagen, dass es nicht viel besser laufen könnte.

 

Doch nicht jeder ist ein bekennender Wangster. New York Times Kolumnisten Cathy Horyn hat kürzlich einen kritischen Artikel über dich verfasst. Ihre Headline: Alexander is not a great Designer! Wird Sie zu deiner nächsten Show eingeladen?

Man wird sehen.

Ist das ein Nein?

Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass es viel Sinn machen würde Mrs. Horyn zu meiner nächsten Show einzuladen. In ihrem Artikel, der nicht kritisch, sondern vernichtend ist, lässt sie kein gutes Haar an mir und meiner Mode. Ich würde sagen, dass sie meine Ansichten über Mode nicht teilt, besser gesagt nicht versteht. Viel mehr möchte ich nicht zu dem Thema sagen.

Das akzeptiere ich. Lass uns über deine Familie sprechen, die nicht nur privat, sondern auch in beruflicher Hinsicht eine wichtige Rolle für dich spielt.

Gern. Man kann sagen, dass Alexander Wang ein Familien-Business ist. Meine Schwester und Bruder sind in das Unternehmen involviert. Sie kümmern sich um die internationalen Geschäfte und Marketing. Und meine Mutter kaufte mir meine erste Nähmaschine, brachte mich somit überhaupt erst dazu Mode zu entwerfen.

Stimmt es, dass du deine erste Show in jungen Jahren, während der Hochzeit deines Bruders gezeigt hast?

Ja, das stimmt. Ich war 15 Jahre alt, als mich mein Bruder fragte, ob ich nicht Lust hätte meine Kreationen im Rahmen seiner Hochzeit zu präsentieren. Ich hatte Lust, so kam es, dass ich 35 Looks zeigte. Es wurden sogar Hair- und Make-Up Artisten für die Show engagiert. Familie und Freunde haben mich schon immer unterstützt.

Facebook nach zu urteilen, hast du eine Menge Freunde.

106.533, um genau zu sein. Dass das nicht alles meine Freunde sind, kannst du dir wohl denken. Social-Media, dazu gehört auch Facebook, sind heutzutage sehr wichtig für ein Label. Mit Hilfe von Facebook kann ich in Kommunikation mit meinen Kunden treten, dass ermöglicht uns eine ganz andere Einbindung des Endkonsumenten, wie es früher nicht möglich gewesen wäre.

Am Ende unseres Gesprächs werde ich dir drei Begriffe nennen, du gibst mir drei Antworten.

 

Brenda und Kelly

Seriendarstellerinnen von Beverly Hills 90210, meiner favorisierten Serie der 90er Jahre. Ich habe Bags nach ihnen benannt.

Insekten

Grauenvoll, egal wie groß oder klein.

M.O.D

Model of Duty. Viele Models tragen meine Kleidung auch privat, nicht nur auf dem Runway, daher wird der Begriff oftmals im Zusammenhang mit mir genannt.

LOOKBOOKS

NEWS

 

BoF Ranking: die weltbesten Modeschulen

Die von uns verehrten Kollegen von BUSINESS OF FASHION haben ein Ranking der weltbesten Modeschulen.

Die Top-List der Modeschulen wurde aufgrund von drei Faktoren erstellt: globaler Einfluss, langfristiger Wert und Lernerfahrung.

Insgesamt wurden die Daten von 4000 Studenten // Absolventen von 24 Modeschulen sowie globalen “Fashion Influencern” ausgewertet. Ausführliche Infos zum BoF Bewertungssystem findet ihr hier.

Central Saint Martins hat, wie zu erwarten war, hervorragend abgeschnitten. Das CSM ist die beste Modeschule für den Bachelor-Abschluss und zweitbeste für den MA-Abschluss (Royal-College of Art >> laut Business of Fashion die beste Schule für den Master-Abschluss).

Laut BoF sind nur 57 % aller Modeschulen-Absolventen mit ihrer Karriere, welche auf die Lehrjahre auf einer der 24 Schulen folgt, zufrieden. Keine der deutschen Modeuniversitäten hat es in das Ranking geschafft.

In Deutschland fehlt es an konkurrenzfähigen Modeschulen mit internationalem Format. Es mangelt an Lehrkräften wie der Central Saint Martins Legende Louise Wilson, die eine ganze Armada an jungen Designern beeinflusste und ihnen dabei half den Mode-Olymp zu erklimmen.

Es gibt kaum Designer (außer Damir Doma), die in den letzten Jahren auf einer deutschen Modeschule waren, denen nach ihrer Ausbildung der internationale Durchbruch gelang.

Wenn Deutschland, der Standort Berlin, zukünftig eine relevante Rolle in der Modebranche spielen will, dann muss man an der Basis, bei den Modeschulen ansetzen.

Undergraduate Courses (BA)

1. Central Saint Martins, London

2. Bunka Fashion College, Tokyo

3. Kingston University, London

4. Parsons The New School of Fashion, New York

5. Fashion Institute of Technology, New York

Graduate Courses (MA)

1. Royal College of Art, London

2. Central Saint Martins, London

3. Royal Academy of Fine Arts Antwerp, Antwerp

4. London College of Fashion, London

5. Savannah College of Art and Design, Savannah, Atlanta

FASHION SHOWS

 

Mission to Mars: Björn Borg

Das Projekt MARS ONE hat in den letzten Monaten für viel Wirbel in den Medien gesorgt.

Der niederländische Unternehmer Bas Landsorp will bis zum Jahr 2027 Menschen auf dem Mars landen lassen, um dort eine menschliche Siedlung aufzubauen.

Die “Astronauten” des Projekts werden, so der Plan, nicht wieder zur Erde zurückkehren. Ein One-Way-Ticket. BJÖRN BORG Designer James Lee ließ sich für seine aktuelle Kollektion von der Mars Mission inspirieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Modemacher von den visionären Missionsplänen der Menschheit inspirieren lässt, bereits in den  1960er Jahren beeinflussten erste Weltraumfahrten und die Mondlandung (1969) die Mode:

Pierre Cardin, Paco Rabanne und André Courrèges entwarfen Space-Mode. Cat-Suits mit oberschenkelhohen, futuristischen Boots, helmähnlichen Hüte und Halsketten aus Schwermetallen.

BJÖRN BORGs “Training for Mars” Kollektion, welche wir am ersten Tag der Stockholm Fashion Week zu sehen bekamen, hatte etwas retro-futuristisches.  Man musste unweigerlich an Wes Anderson denken, als die Models in ihren Looks über den kreisrunden, mit rotem Sand und Steinen bedeckten Catwalk schritten.

Zu Ehren von James Lee und seinem Team kamen auch MARS ONE “Mastermind” Bas Landsorp sowie 4 potenzielle Mars Astronauten, die nach dem Defilee von neugierigen Erdbewohnern umringt wurden, die sie um Interviews und Selfies baten, zur Björn Borg Show.

Mehr Infos zum Björn Borg gibt es im James Lee Interview, welches wir letzte Saison im schönen Stockholm geführt haben. Zum Interview bitte hier entlang.

 

TRENDS

 

Trend: Loafers sind wieder kool!

Wenn zwei der angesagtesten Streetwear-/Sportswear-/Skate-Labels, nämlich SUPREME aus New York und PALACE aus London, einem eher wenig sportlichen Klassiker der Herrengarderobe zuwenden, weiß man: der Trend kommt – und zwar richtig!

Im jüngsten Lookbook von PALACE SKATEBOARDS hatten wir ja bereits den exzessiven Einsatz von LOAFERS, also Leder-Herren-Slippern, in Kombination mit weiten Cargo-Hosen und einem generellen Grungy-Skate-Look beobachtet.

Jetzt hat das New Yorker Hype-Label SUPREME nachgelegt:

In einem Editorial für das japanische THEM-Magazin sieht man die brandneue Kollektion mit schwarz-weißen Loafers kombiniert. Skate-Schuhe und Sneakers werden nicht gezeigt.

LOAFER supreme-fall-winter-2015-editorial-jason-dill-07-320x480

Wir empfehlen, euch rasch Slip-Ons zuzulegen – und sie Bitteschön nicht zur klassischen Ivy-League Garderobe zu kombinieren, wie es zum Beispiel die Luftpumpe Johannes Hübl macht, sondern zu Sportswear, Streetwear, Funktionsklamotte und weißen Socken. Und wenn ihr das so macht, das garantieren wir, seid ihr zumindest für den Moment die heißesten Typen des Planeten.

Von: Jakob

 

SPECIAL

LOOKS

VIDEO

INSTAGRAM

11371222_483014758543931_133653406_n

Backstage Bjrn Borg SS 2016!

#fwstockholm #trainingformars