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NEWS

 

Must-Have des Sommers: Badehose von Orlebar Brown

 

Um mich mental wie körperlich auf die anstehende Berliner Fashion Week und da vor allem auf unsere abgespacte Zirkusparty vorzubereiten, bin ich gestern nach Portugal – genauer: nach Praia da Luz – geflogen. Hier sitze ich nun in einer ockerfarbenen Hütte mit rotem Dach und rostigem Balkon, und schaue auf das Meer. Schön ist das.

Leider habe ich meine Badehose zu Hause vergessen (bzw. sie beim hektischen Packen wenige Stunden vor Abflug nicht gefunden), daher muss ich a) immer nackt in den Pool springen und b) mir bald mal eine neue kaufen. Es sieht nämlich so aus, als wäre in das Nachbarhäuschen eine Familie mit Kindern eingezogen. Und die will ich schließlich nicht mit “Lil’ Jaki” konfrontieren.

Nach einiger Recherche steht die Wahl meiner neuen Badehose jetzt auch endlich fest: die photorealistische Hose von Orlebar Brown wird künftig meinen Schwanz vor den gierigen Blicken der jungen Familie schützen. Pfui, ihr Schweine! Hab’ genau gesehen, wie ihr rübergelinst habt!

EDIT (30. Mai 2012): Auf Wunsch der deutschen PR-Agentur musste ich das Bild der Badehose entfernen. Es gilt eine Sperrfrist bis zum 23. Juli 2012. Wer sich das Höschen dennoch anschauen will, kann gerne auf der offiziellen Seite von Orlebar Brown schauen oder bei den Kollegen von Hypebeast.

EDIT II (4. Juni 2012): Die PR-Agentur hat sich’s jetzt doch wieder anders überlegt. Ich darf das Bild zeigen. Nun gut, nun gut.

LOOKS

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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Bake in the sun Candy Dave! Pic by @tanzekind

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