MSGM-Designer verbietet Posts von Catwalk-Bildern auf sozialen Netzen

MSGM-Chefdesigner Massimo Giorgetti hat auf der Einladung zur Show eben jenes Labels freundlich darum gebeten, keinerlei Aufnahmen der Show auf sozialen Netzwerken hochzuladen. Während der Präsentation der AW16-Kollektion des italienischen Hauses in Mailand wurde natürlich trotzdem eifrig gesnappt und gepostet – wären wir eingeladen gewesen, hätten wir das vermutlich auch so gemacht.

Als Begründung für seine Bitte gibt Giorgetti an: “I think in fashion we need to take a pause, to think of what is happening in the fashion world. We need to look with our eyes, not [with our phones].” Nun ja.

Den Schritt finden wir in Zeiten, in denen soziale Netze der wichtigsten Katalysatoren für Modelabels sind, dann doch sehr merkwürdig. Inwiefern das Verbot von Postings die Mode entschleunigen soll, bleibt nämlich offen. Die Aufnahmen der professionellen Fotografen, die sich bei den Schauen stets am Ende des Laufstegs postieren, landen sowieso zwei Stunden später im Netz.

MSGM ist nicht das erste Label, dass versucht, einen Schritt zurück zu gehen. Tom Ford sprach für seine SS12 Show sogar ein Handyverbot aus, wie man es sonst nur von Eliteinternaten kennt. Und bei der Hood By Air Show im Januar in Paris wurde den Gästen ein Sticker auf die Handkamera geklebt. Shayne Oliver, Kreativdirektor bei HBA, hatte wohl zu viel im Berghain abgehangen. Dort macht man das nämlich genau so. Allerdings mit wesentlich triftigeren Gründen.

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Tags: HBA, MSGM, social media, Tom Ford

Von: David Jenal

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