Motorcycle Boys in Barcelona

Allein der Name: RUSTY JAMES! So stark, so männlich.

Einmal wie Mickey Rourke im Film Rumble Fish sein, das war also unser großer Traum für den heutigen Tag. Und Lebemänner, wie wir nunmal sind, haben wir uns diesen MEGA-Traum möglich gemacht. Was kost’ die Welt? Heute nur 25,- Euro.

Für diesen LÄCHERLICH geringen Betrag haben wir uns zwei Vespas geliehen, einen krassen Burn Out hingelegt und sind mit satten 50km/h der Sonne entgegen gefahren, in Richtung Freiheit.

Die neuerlangte Freiheit endete zwar jäh auf einem Berg, der definitiv nicht der Tibidao mit seiner imposanten katholischen Kirche, dem Vergnügungspark und der urigen Weinbar war, also genau DER Berg, den wir als Ziel unseres TRIPS angepeilt hatten. Wir landeten in einer Einbahn-Straße, weit weg von Barcelona, dem Tibidao und allem was Spaß macht, also am Ende jeder Freiheit. Denn was ist am Umkehren schon noch freiheitlich? Ja, GAR nichts. Nada.

Gesenkten Hauptes heizten wir minutenlang zurück in die Stadt. Die Motorrädchen mussten schließlich pünktlich um sechs abgegeben werden, sonst würde Antonio sauer werden – und der hatte sie uns ohnehin nur eher widerwillig geliehen. Wir wirkten wohl suspekt, mit unseren blauen Bootsschuhen von Timberland, den nagelneuen Brillen von Mykita und unseren aufwändig bestickten Seiden-Blousons. Einzig unsere rissigen Levi’s-Jeans mögen die angekratzte Ehre vielleicht nicht gerettet, aber doch zumindest einen Gnadenpunkt gegeben haben. Dass wir total trendy und cool ausgesehen haben – zumindest das, was WIR darunter verstehen – juckte Antonio nicht weiter. Er berechnete vier Euro mehr als abgemacht und bat uns endlich zu gehen.

Das taten wir – und hofften, zumindest ein wenig nach Benzin zu riechen.

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Category: Looks

Von: Carl Jakob Haupt

Fotos: David K.

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