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NEWS

 

Morgen: Dandy Diary Party in Berlin

So, ihr kleinen Tanzbären,

jetzt sind es nur noch einige wenige Stunden, bis unsere allererste Dandy Diary Party überhaupt steigt. Eine Weltpremiere, in der Weltmetropole Berlin, am Donnerstag, 9.12.2010, ab 22.00 Uhr.

Während draußen klirrende Kälte herrscht, zünden wir im PizzaStrich ein Tischfeuerwerk, dass sich – ob wir es wollen oder nicht – zum Flächenbrand ausweiten wird. Damit sich der verdammte Frost möglichst schnell aus den Knochen verpisst, gibt es von 23.00 bis 0.00 Uhr eine Open Bar. Das bedeutet: Drinks umsonst. Finden wir doch alle gut, right!?

Wie bei Modenschauen, bei denen wir nur allzugern den Models auf die schlanken Beine gaffen, sind es auf Partys die anwesenden Menschen, die das Ganze erst so richtig zum Knaller-Event werden lassen. Wir haben es uns deshalb nicht nehmen lassen, die Organisation der weltweit ersten Dandy Diary Party in die Hände der Berliner Nachtleben-Ikone Philip Mollenkott zu legen. Der Mann weiß was er tut:

Musikalisch nehmen die It-Boys und Oliver Barduhn das Zepter in die Krallen und klatschen uns Tanzbares bis Trashiges um die Ring-behangenen Ohren. Chefbarkeeper ist Quid Haden. Mehr muss dazu nicht gesagt werden. Wer die King Size-Bar kennt, kennt auch ihn. Ein Mann wie ein Baum, der die wohl besten Vodka-Grapefruits des Planeten mischt. Außerdem haben wir Ulf eingeladen. Ulf kennen einige sicherlich aus dem letzten “My Fashion Victims” Video. Diesmal wird er allerdings die Baseball-Keule gegen eine Flasche Schnaps eintauschen und jedem Anwesenden zeigen, wo der Hammer hängt.

Die Party wird gefilmt und fotografiert werden, also macht euch hübsch – aber das ist ja sowieso euer aller, wie auch unser, größtes Hobby. Eure eigene Kamera dürft ihr natürlich auch mitbringen, um Fotos für euren Streetstyle-Blog zu machen, ist ja klar.

Übrigens: Weil ich bei Facebook anderthalb aufgeregte Nachrichten zur Einlasspolitik  beziehungsweise dem richtigen Outfit bekommen habe, hier noch einmal ein kurzer Hinweis: Wir diskriminieren niemanden wegen eines beschissenen H&M-Outfits, Print-Shirts, Röhrenjeans, Chucks, Jeanshemden oder eines verqueren Gärtneroutfits. Lediglich eine kleine Diskriminierung beim Geschlecht lassen wir zu: Transen kommen umsonst rein. Ist echt so, for sure!

Wir freuen uns auf euch, eure Freunde, eure Schwestern und Brüder, auf eure Chefs und alle anderen B-Promis, die ihr so mitbringt. Worauf wir uns allerdings schon jetzt überhaupt nicht freuen, ist der Kater am nächsten Tag. Aber den nehmen wir billigend in Kauf. Es wird schließlich die allererste Dandy Diary Party weltweit sein.

Dandy Diary Party
PizzaStrich
Oranienburger Straße 35
Berlin Mitte

Donnerstag, 9. Dezember 2010
Einlass: 22.00 Uhr
Open Bar: 23.00 bis 0.00 Uhr
Eintritt: 5 Euro
DJs: Oliver Barduhn // It-Boys
Chefbarkeeper: Quid Haden

Die Dandy Diary Party bei Facebook

Bilder: http://www.free-map-berlin.de/images_pizzastrich/

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SPECIAL

TRENDS

 

Das Ende von Health Goth?

Im August haben wir erstmalig über den Trend Health Goth berichtet.

Die Begriff zum Trend stammt von Mike Grabarek und Jeremy Scott – einem R’n’B Duo (Magic Fades) aus Portland, USA – sie erstellten April 2013 eine #healthgoth Facebook Fanpage.

Auf ihrer Facebook Seite posten sie alles was sie zur Health Goth Welt zählen: Schwarz-weisse PORSCHE DESIGN Performance-Sneaker, Kampagnenbild der H&M x Alexander Wang Kooperation, NORTHFACE Etip Handschuhe, bionisch-futuristische Körperteile und Kampfmonturen für den Übermensch der fernen Zukunft.

Die Health Goth Fanpage gewann schnell an Zuwachs. Die Welt der HealthGother schien in Ordnung. Doch dann kam das erste böse Mainstream-Medium – die französische Frauenzeitschrift Marie Claire – und berichtete vor fünf Tagen über den Trend: Health Goth – the Latest Trend You’ve Never Heard of

So erklärte die Marie Claire ihren Leserinnen den Trend:

…it’s a very modern mix of gothic and punk sensibilities (think dark colours, figure-hugging silhouettes and heavy statement accessories) and futuristic sport-luxe. Weird? Very. Cool? Apparently.

Die Health Goth Szene (also: alle, die ganz undergroundig auf der Health Goth Facebook Seite rumhängen, waren entsetzt. Man hatte ihre Bewegung verraten. Entzürnte Health Gother tippten wutentbrannt R.I.P. Health Goth in die Tasten ihres MACs:

Auch das australische Oyster Magazine, das im Gegensatz zur Marie Claire, zu den Guten, den Medien gehört, denen man Insiderwissen zugesteht, titelte: RIP The Trend That Never Was. Doch markiert der Marie Claire Artikel wirklich das Ende von Health Goth?

Es ist der Anfang vom Ende, nicht das Ende. Die modische Vorhut (eine Handvoll Wissender) wird schnell weiterziehen, auf zum “Next big thing”, doch die breite Masse wird erst durch Medien wie der Marie Claire auf den Trend aufmerksam gemacht. Der Trend ist also gerade erst dabei so richtig ins Rollen zu kommen (Merci, Marie!).

Health Goth ist ein Trend, der wie Seapunk im Internet entstand. Es ist das Zukunftsmodell für die Entstehung von Trends (und wie man sieht auch schon das gängige Modell der Gegenwart). Das Internet ist ein gigantischer Multiplikator und Beschleuniger. Früher hat es Jahre gedauert bis ein Trend vom Underground in den Mainstream gelangte. Die Eintrittsbarrieren um Teil einer Bewegung zu sein, waren deutlich höher:

Man lehnte sich gegen die Eltern auf (Hippie). Man hing schwarz-geschminkt mit gruseligen Gestalten auf Friedhöfen rum (Gothic). Oder trank den ganzen Tag, pöbelte, grölte und durchlöcherte einen Großteil seines Körpers mit Piercings (Punk).

Heute sitzt man zu Hause vor dem Laptop, lädt Bilder hoch, kommentiert, liked und shared (Health Goth). Nie war es leichter Teil einer Bewegung zu sein, daher ist es kein Wunder, dass eine Bewegung schneller im Mainstream landet als ein Karnickel ficken kann.

Eine Konsequenz unser Zeit. Nicht das Aufgreifen des Trends vom Mainstream ist verwerflich, sondern das gespielte Entsetzen vom virtuellen Underground, welcher sich verraten fühlt.

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