Mord an Gianni Versace wird verfilmt

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Bereits mit fünf Emmys wurde die True-Crime-Serie „American Crime Story“ von Ryan Murphy ausgezeichnet. Jede einzelne Staffel widmet sich einem der großen Kriminalverbrechen der US-amerikanischen Geschichte. Die Serie lief mit dem Strafprozess gegen O.J. Simpson an, die zweite Staffel widmete sich den Ausmaßen des Hurrikans Katrina.

Die dritte Staffel, wie nun bekannt wurde, beschäftigt sich mit dem Mord an dem Modeschöpfer und Labelgründer Gianni Versace.

Versace wurde am 15. Juli 1997 vor seiner Villa in Miami Beach erschossen. Er hatte gerade Zeitungen gekauft und war kurz davor sein Tor aufzuschließen, als der Serienmörder Andrew Caunanan von hinten auf ihn zukam. Der jetzt neu erschienene Trailer zeigt die blutige, nachgespielte Szene – und wie es zu dazu gekommen war. Dabei weiß man bis heute nichts von den Motiven des Täters, der sich acht Tage nach dem Mord das Leben nahm.

Gianni Versace studierte Architektur, arbeitete im Schneidergeschäft seiner Mutter, etablierte sich im Mode-Buisness und arbeitete schließlich als freier Modedesigner. Er zog nach Mailand und machte sich 1978 selbständig. Ein Jahr später zeigte er seine erste Show und eröffnete die erste „Versace Boutqiue“. 1980 ließ er das mittlerweile markentypische Gesicht der Medusa zum Logo seiner Brand werden.

Seine Kreationen bedeuteten Glamour und Sex. Immerzu stellte er seinen Reichtum nach außen, seine Villa in Miami Beach hatte unter anderem elf Bäder und einen vergoldeten Pool. Mittlerweile ist es ein Hotel, in der die Nacht mehrere hundert Dollar kostet. Das Restaurant im unteren Geschoß nennt sich ‚Gianni’s‘.

Er legte großen Wert auf seine Männermode, schrieb ein Buch mit dem Titel „Mann ohne Krawatte“, durch seine Entwürfe zog sich die übertriebene Ästhetik der Homoerotik. Zu dieser Zeit lernte er seinen Lebensgefährten, das Model Antonio D’Amico kennen, der ihn auf sämtlichen Events und Galas begleitete. Auch dieser wurde nach dem Mord 1997 von der Polizei verhört. Während andere eine Beziehung zwischen Gianni Versace und seinem Mörder, einem schwulen Callboy, vermuteten, sprach sich D’Amico immer gegen ein romantisches Verhältnis zwischen Täter und Opfer aus.

Schwester und Designerin Donatella Versace meidet die Thematik in der Öffentlichkeit. Zu dem jahrelangen Lebenspartner ihres Bruders hat sie allerdings eine bestimmte Haltung:

„Meine Beziehung mit Antonio ist genau dieselbe, als Gianni noch lebte. Ich respektiere ihn als Lebensgefährten meines Bruders, aber ich mochte ihn nie als Person.“, erklärte sie der New York Times.

Immer noch ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um den Mord des weltberühmtem Modeschöpfers. Einige Stimmen behaupten, er sei zum Zeitpunkt des Mordes in Zürich gewesen, sei gar nicht tot und werde derweil vom Versace-Stamm geschützt. Andere suchen immer noch vergeblichen nach den Motiven seines Mörders, der unter anderem gesagt haben soll:

„Diese Welt hat sich an mir vergangen. Die gleiche Welt hat dich, Versace, einen Star gemacht. Du bist nicht besser als ich, wir sind gleich. Der einzige Unterschied ist dass du glücklich geworden bist.“

In der neusten Staffel von „American Crime Story“ wird der Fall ein weiteres Mal aufgerollt. Gianni Versace wird von Edgar Ramirez gespielt, seine Schwester Versace von Penélope Cruz, Mörder Andrew Cunanan von Darren Criss. Grundlage für die Verfilmung ist das Buch „Vulgar Favors: Andrew Cunanan, Gianni Versace, And The Largest Failed Manhunt In U.S. History”  von Maureen Orth.

Der Versace-Konzern hingegen distanziert sich von der Verfilmung der zurückliegenden Ereignisse. „Die Serie soll als reines Werk der Fiktion betrachtet werden.“

Die Serie ist ab dem 17. Januar auf FX zu sehen.

Category: News

Tags: American Crime Story, Gianni Versace, Versace

Von: Angelika Watta

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