Modisch in die Moschee: Dolce & Gabbana integriert erstmals Kopftücher in Kollektion

Dolce & Gabbana, in der Vergangenheit nicht gerade durch stilvolle Innovationen aufgefallen, ist nun das erste große Luxushaus, dass “modisch” auf den wachsenden Markt im mittleren Osten reagiert: Die Macher des Italo-Protz-Labels launchen eine Kopftücher und Abayas (traditionelles arabisches Kleidunggstück) Kollektion.

Die Entwürfe sind klassisch Dolce & Gabbana: Florale Prints, ein bisschen Spitze und All Over Muster ergeben, zusammen mit den riesigen Sonnenbrillen, auffälligen Handtaschen und prolligem Schmuck ein zur eigentlichen Idee des Kopftuchs konträres Bild.

Während muslimische Kunden 2013 bereits 266 Milliarden $ für Kleidung und Schuhe ausgaben, werden es laut einer Studie von Thomson Reuters bis 2019 vermutlich 484 Milliarden $ sein. Die Zielgruppe wird also auch für Luxushäuser wie Dolce und Co. immer relevanter, und das vor allem in den Arabischen Emiraten, wo sich immer mehr zahlungskräftige Kunden sammeln.

Nachdem die Modebranche vor allem im High End-Bereich in den letzten Jahren auf dem asiatischen Markt große Zuwächse verzeichnen konnten, scheint sie sich nun die nächste Zielgruppe vorzunehmen. Das bei dieser dringend notwendigen und spannenden Entwicklung gerade Dolce & Gabbana – von uns für diverse Stillosigkeiten mit einem Flitzer abgestraft – an der Spitze steht, verwundert sehr.

Es ist eine Frage der Zeit, bis die anderen Labels nachziehen. Und vielleicht gibt es ja dann auch endlich die Louis Vuitton-Burka, welche dank Haftbefehl schon jetzt legendär ist.

Text: David Jenal

Category: News

Tags: dolce & gabbana, Kopftücher

Von: David Kurt Karl Roth

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