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Men’s Health Best Fashion – Spring/Summer 2012

Fast zeitgleich mit der GQ-Style ist auch das Halbjahrsheft Men’s Health Best Fashion erschienen.

Neben den erwartbaren Themen, wie Jil Sander-Brustbeutel, Chinos, Maßhemden, Caro, Rucksäcke und einer Fotostrecke in Marokko oder so (inklusive der scharfen Calvin Klein Collections Hose), gibt es ein weiteres wahres Schmankerl zu sehen – nämlich mich.

Philip Andre, ein befreundeter Spitzen-Fotograf, der mich im vergangenen Sommer aus meiner temporären Obdachlosigkeit gerettet hat, hatte mich gefragt, ob ich nicht bei einem Shooting mitmachen würde. Klar würde ich. Hat ja auch nur ‘ne halbe Stunde gedauert.

Dass ich jetzt auf einer vollen Seite zu sehen bin und im dazugehörigen Text ziemlich zusammenhanglosen Schmarrn von mir gebe, damit konnte ja niemand rechnen. Nun gut.

Wer sich also schon immer mal ein Foto von mir in Gold einrahmen wollte, hat jetzt die Chance. Endlich. (Das gilt auch für dich, Mama!)

Mens Health Best Fashion Jakob Dandy Diary Carl Jakob Haupt

SPECIAL

 

The Tastemaker: Henrik Vibskov

Während sich der Großteil der skandinavischen Modebranche in den letzten Jahren darauf beschränkt hat, immer kommerziellere und letztendlich langweilige Kollektionen unter die kaufkräftige Kundschaft zu bringen, ist Henrik Vibskov noch immer das, was er schon immer war: der wichtigste, eigensinnigste und ideenreichste Designer aus dem hohen Norden.

Seine Kollektionen zeigt er auf der Paris Men’s Fashion Week, Museen in Seoul und Stockholm stellen seine Kunst aus und, der wohl größte Erfolg von Mr. Vibs: Er hat die Uniformen für DANDY DINER entworfen.

Darauf ist natürlich nicht nur er, sondern auch wir so unglaublich stolz, dass wir Henrik nach Berlin eingeladen haben, um mit ihm zu Abend zu essen und zu alldem auf dem silbern-schimmernden Sofa von Harald Glööckler im Hinterzimmer des DANDY DINER mit dem in jeglicher Hinsicht großen Dänen über seine innige Liebe zu Schweinen, die derzeit wenig florierende Modeszene in Kopenhagen und die Hype-Labels Gosha Rubchinskiy und Vetements geredet haben. Aber lest selbst.

David Jenal: Das Wichtigste zuerst: Wir sind hier im DANDY DINER. Wie gefällt es dir? Wie wirken die von dir entworfenen Uniformen in ihrer natürlichen Umgebung?

Henrik Vibskov: Es fühlt sich an, als hätte ich die Uniformen schon vor zwei Jahren gemacht. Sie sollten bunt sein, an amerikanische Diner und Burgerketten erinnern und natürlich Pink sein. Ich finde, es funktioniert sehr gut. Und ihr scheint glücklich damit zu sein. Das ist das Wichtigste.

Deine Abschlusskollektion am Central Saint Martins College war dem Thema Schweine gewidmet, du hast eine Serie mit dem Namen „Piggy“ gemacht und jetzt mit dem DANDY DINER an einem weiteren Projekt mit Bezug zu Schweinen gearbeitet. Woher kommt deine offensichtlich sehr enge Bindung zu diesen Tieren?

Die Familie meines Vaters hat einen Hof mit Schweinen. Schweine sind außerdem sehr präsent in der dänischen Kultur, die Bacon-Produktion in Dänemark war mal eine riesige Industrie. Ich habe Schweine schon aus der verschiedensten Perspektiven analysiert und mit ihnen gearbeitet:  Aus gastronomischer Sicht, aber auch aus religiösem oder kulturellem Blickwinkel. In Kopenhagen habe ich direkt neben meinem Studio ein kleines Cafe, das heißt „den plettede gris“, was soviel heißt wie „das gepunktete Schwein“. Ich bin also auf unzählige Arten mit Schweinen verbunden.

Du hast mal gesagt, dass du an erster Stelle Musiker bist und erst dann Designer oder Künstler. Inwiefern hat Musik Auswirkungen auf deine Arbeit in der Kunst und Mode?

Musik ist sehr wichtig. Sie inspiriert mich aber nicht auf visueller Ebene. Musik kann die Atmosphäre in einem Raum innerhalb von Sekunden verändern und so natürlich auch Auswirkungen auf meine Arbeit haben. Es macht einen großen Unterschied, ob ich sanften, leicht zu hörenden Pop oder einen mystischen, dunkeln Sound während der Arbeit höre.

Du bist einer von sehr wenigen skandinavischen Designern, die ihren eigenen Stil gefunden haben und nicht einfach dunkelblaue, puristisch-schlichte Chinos und Button Down-Hemden verkaufen. Wie wichtig waren deine Zeit in London und dein Studium am Central Saint Martins College dafür?

Hinsichtlich der Entwicklung meiner Persönlichkeit und Identität war die Zeit in London sehr wichtig. Aber ich bin in Dänemark aufgewachsen und es wäre eine Lüge, zu behaupten, dass mich meine Heimat nicht geprägt hätte. Trotzdem fühle ich mich nicht wirklich als einer der dänischen Designer. Ich habe oft darüber nachgedacht, umzuziehen. Aber letztendlich ist Dänemark eine gute Basis. Man hat eine gewisse Distanz zu den großen Metropolen, was mir sehr gefällt. Vielleicht sollte ich auf einer Insel in Finnland leben, das wäre vielleicht noch besser. Inwiefern London und meine Ausbildung für meinen jetzigen Stil verantwortlich sind, weiß ich nicht.

Hinter deinen Kollektionen steht immer eine Geschichte. Was inspiriert dich momentan? An welcher Geschichte arbeitest du derzeit?

Ich arbeite im Moment an einer großen Ausstellung in Stockholm, die nächste Woche fertig werden muss. Angesichts dessen ist es nahezu gestört, jetzt hier in Berlin zu sitzen. Es wird eine ähnliche Ausstellung wie die in Seoul werden, aber ich hatte die dumme Idee, fünf oder sechs zusätzliche Exponate machen zu wollen. Jetzt sind wir natürlich sehr unter Zeitdruck.

In zwei Monaten wird außerdem die nächste Männerkollektion in Paris präsentiert. Unser Arbeitstitel ist „The kitchen of the non-exisiting“, es geht also um Essen und die Frage, was derzeit in der Gastronomie passiert. NOMA, das beste Restaurant der Welt, ist nicht weit von meinem Studio entfernt. Die Leute dort sind völlig verrückt, die Gäste zahlen Unsummen an Geld für winzige Gerichte. Das ist extrem spannend. Gleichzeitig arbeiten wir mit Salami und Würsten. Die Kollektion wird wie eine große, verrückte Küche.

Seit jeher machst du viel Kunst und bindest das nicht nur in deine Shows mit ein, sondern stellst auch in Museen aus. Ist Mode zu oberflächlich für deine Ideen und Visionen?

Nein. Mode ermöglicht Vieles, was mir die anderen Bereiche nicht bieten können. Gleichzeitig braucht Mode die Musik und die Kunst. Ich mache seit 20 Jahren Mode und muss meinen Kopf ab und zu frei kriegen. Für mich geht es viel darum, begeistert und visionär zu arbeiten. Wenn man immer das gleiche macht, schläft man irgendwann ein. Ich muss einfach „Nuts gehen“. Aus den Arbeitsprozessen entwickeln sich oft neue Dinge, die mich dazu bringen, andere Projekte weiter voranzutreiben.

Funktionieren deine Ideen in der Kunst und in der Mode gleich gut oder ist es einfacher für dich, in der Modebranche Aufmerksamkeit und Feedback zu bekommen?

Weiß ich nicht. Oft will jemand über meine Kunst schreiben, weil er weiß, dass ich auch Mode mache. Mein Name als Modedesigner hilft mir sicher, auch in der Kunstszene Fuß zu fassen.

Hast du sowas wie ein Traum-Projekt, dass du gerne verwirklichen würdest? Mit wem würdest du dafür gerne zusammenarbeiten?

Ich würde sehr gerne ein Haus bauen, das wie ein Hund aussieht. Und mit wem ich zusammenarbeiten wollen würde, weiß ich nicht. Ich bräuchte auf jeden Fall technische Hilfe und natürlich jemand, der das Ganze baut. Aber es gibt niemanden, den ich unbedingt dabei haben wollen würde.

Du hast nicht nur Stores in Kopenhagen und New York, sondern auch ein Cafe neben deinem Studio, das du vorhin schon erwähnt hast. Wie wichtig ist es für dich, Räume nach deinen Vorstellungen zu gestalten und deinen Vision erlebbar zu machen?

Es ist sehr wichtig. Manchmal nehmen wir uns nicht genügend Zeit dafür. Der Store in Kopenhagen ist sehr nervig, weil er in einem denkmalgeschützten Haus ist und wir nichts ändern dürfen. Es wird eine Menge Platz verschwendet. Heute war ich im Voo Store. Da dachte ich: Wenn wir einen Raum wie diesen hätten, könnten wir unfassbare Dinge machen.

Die Location deiner letzten Show in Kopenhagen war das für eine Modenschau sehr langweilige Rathaus. Verliert die Modewoche in Kopenhagen an Einfluss und Relevanz? Labels wie Wood Wood, Soulland oder Seine Goya machen in ihrer Heimatstadt keine Shows mehr…

Die Labels, die du gerade genannt hast, sollten definitiv wieder etwas machen. Skandinavien ist deren größter Markt. Ich bin da auf jeden Fall sehr kritisch und finde, alle sollten das Ganze ein bisschen ernster nehmen. Man muss ja nicht immer eine Catwalk-Show machen, es gibt unzählige Möglichkeiten, eine Kollektion zu präsentieren und dabei Energien und Begeisterung freizusetzen. Die letzten Jahre war die Copenhagen Fashion Week auf jeden Fall relativ schwach. Vielleicht ist es auch eure Aufgabe als Journalisten, nach dem achten Dinner in Folge zu sagen: Hey, das war einfach zu langweilig. Macht doch wieder eine Show! Dann würde sich sehr schnell etwas ändern.

Können wir in der Zukunft wieder auf aufwändigere Vibskov-Shows in Kopenhagen hoffen?

Wir haben heute auf dem Flug darüber diskutiert. In Kopenhagen gab es ein großes Meeting, wo über dieses Thema gesprochen wurde. Und da habe ich gesagt: Ich würde es liebend gerne machen, aber… Das „aber“ scheint aber niemand gehört zu haben. Trotzdem orientieren wir uns im Moment eher in Richtung Paris. Und New York ist natürlich auch immer ein Thema, das würde sehr viel Sinn machen. Das ist aber schnell eine Frage des Geldes.

Die Designer Patrick Mohr und Craig Green waren deine Praktikanten. Gibt es darüber hinaus noch weitere Designer, die für dich gearbeitet haben?

Ja, Faustine Steinmetz war auch bei mir. Was die Beiden angeht, die du genannt hast, weiß ich gar nicht genau, was die machen. Craig Green macht auf jeden Fall Shows, bei Patrick Mohr bin ich mir nicht sicher. Ich verfolge schon ein bisschen, was meine ehemaligen Praktikanten machen. Ich kriege viele Emails von Leuten, die bei mir gearbeitet haben und mir dann zeigen wollen, was sie jetzt machen. Das ist ein gutes Gefühl.

Gosha Rubchinskiy und Vetements, zwei der momentan angesagtesten Labels, definieren sich zu einem großen Teil über das Kopieren von bekannten Stilen und Grafiken wie den Logos von Thrasher und DHL oder Jeans von Levis. Gibt es im Jahr 2016 überhaupt noch ein Original?

Ich glaube nein. Es wird alles wesentlich grafik-lastiger, mehr und mehr wird auf dem Computer gemacht. Und dabei werden oft schon vorhandene Dinge einfach genommen und angepasst. Vielleicht ist das nur eine Phase, aber vielleicht bleibt das auch einfach so.

Kann die Kopie origineller sein als das Original?

Ja, auf jeden Fall! Die Kopie ist oft spannender als das eigentliche Original.

Das Gespräch führte David Jenal // Foto: NickandChloe.com

VIDEO

 

Im Interview: Patta & Bas Kosters

Am letzten Tag unseres CANON “come and see” Trips in Amsterdam haben wir erst Tim von PATTA in seinem Store getroffen, später noch BAS KOSTERS in seinem Studio.

Patta ist “das” Streetwear-Brand aus Amsterdam. Vor Jahren begann das Patta-Team damit Sneaker aus den USA nach Holland zu importieren. Heute wird nicht nur Mode verkauft, sondern auch entworfen. Sie kooperierten bereits mit Nike, Adidas, Asics und, und, und.

Ein ebenfalls wichtiges Brand aus Amsterdam ist Bas Kosters (wenn auch eine komplett andere Ästhetik und Welt, als das tragbare Streetwear-Brand Patta). Wir sprachen mit Kosters über seine anstehende Ausstellung, Penis-Prints und seine Monster-Kollektion.

TRENDS

 

Soft Hardcore: Der Siegeszug der Metal-Hipness

Spätestens, seitdem es Kiss-Bassist Gene Simmons vor zwei Jahren verkündete, ist Rock offiziell tot. In musikalischer Hinsicht sind Hiphop, elektronische Musik und naturgemäß Pop tonangebend. Und auch auf subkultureller, modischer und gesellschaftlicher Ebene schien Rock mehr und mehr stiefmütterlich behandelt, ja, nahezu bedeutungslos. Bis jetzt.

Denn: Die Metal-Ästhetik und mit ihr die Logos und Artworks von dem Genre zugehörigen Bands sind angesagter denn je. Justin Bieber trägt regelmäßig T-Shirts mit Metallica-Prints, Supreme hat bereits mehrfach mit Black Sabbath eine Kooperation herausgebracht, deren Käufer vermutlich noch nie auch nur einen Song der Band gehört haben. Und eine mehr als offensichtliche Iron-Maiden-Referenz gab es bereits bei Balenciaga zu bestaunen.

Flammen-Motive, über deren modische Relevanz wir bereits hier berichtet haben, sind vor allem dank Vetements wieder und völlig unerwartet mehr als hip, ebenso wie Schriftzüge in Fraktur und ein religiös-mystisch anmutender Vibe. Die Fraktur hat Kanye West mit seinem Merch zu „The Life of Pablo“ kurzerhand zumindest halbwegs von ihrem in der rechten Szene verorteten Image befreit. Und Rick Owens vertritt seit Jahren hoch erfolgreich eine verrucht-rockige Stimmung, die nicht mehr nur im Berghain gut anbekommt.

Die Rückkehr einer in ihren Grundzügen maskulin-aggressiven Ästhetik hängt mit Sicherheit mit dem sich wandelnden Männerbild zusammen, über das Adriano Sack und Frederik Schwilden bereits an dieser Stelle schrieben. Während die für Männer typischen, vor Kraft strotzenden und prolligen Eigenschaften mehr und mehr verloren gehen, findet auf ästhetischer und stilistischer Ebene eine Kompensation eben dessen statt: Tattoos, Bärte, gestählte Körper und auch der Metal-Szene entlehnte Codes und Motive lassen den vermeintlich geschwächten Mann weiterhin stark erscheinen. Zumindest von außen.

Dazu kommt ein Grundproblem, mit dem sich alle Designer konfrontiert sehen: Dem Aussterben der Subkulturen. Während es in den vergangenen Jahrzehnten unter Jugendlichen zum guten Ton gehörte, sich von der Masse abzugrenzen, einer Subkultur zuzugehören und so Rebellion und das Anders-Sein zu üben, wollen Jugendliche mittlerweile – zumindest laut der letzten Sinus-Studie – Mainstream sein.

Daraus lässt sich nunmal reichlich wenig Inspiration ziehen. Und so wird auch weiterhin auf bereits vorhandene und bereits totgeglaubte Strömungen und Stile zurückgegriffen werden müssen. Das ist aber völlig in Ordnung, besonders dann, wenn es doch so gut und lässig aussieht wie die Metal-Ästhetik.

Text: David Jenal

NEWS

 

Alber Elbaz wird neuer Schirmherr des P&C “Designer for Tomorrow” Award

Bislang fehlt Peek & Cloppenburg ein Designer, dem der große Durchbruch nach dem “DfT” Award gelang. Doch – und das muss auch mal gesagt werden – Peek & Cloppenburg verschafft Berlin  seit Jahren mit ihrem Award, bzw. mit der Auswahl seiner prominenten Schirmherren – ein wenig Highfashion-Flair.

Sie holten Marc Jacobs, Stella McCartney und Zac Posen nach Berlin. Und jetzt, gestern verkündet, wird Ex-Lanvin Designer Elbaz die Schirmherrschaft übernehmen.

“Design ist das Herzstück der Modebranche und ich fühle mich sehr geehrt, Teil des diesjährigen Awards zu sein und meine Erfahrung und mein Wissen mit den neuen Talenten der nächsten Generation auszutauschen. Ich freue mich persönlich darauf, schon bald die Designer hinter den Entwürfen kennenzulernen”, so Elbaz.

Er hat bereits aus über 200 Bewerbungen seine Top-15 ausgewählt. Derzeit nominieren Elbaz und seine Juroren 5 Finalisten, die auf der “DfT” Show in Berlin ihre Kollektion präsentieren dürfen.

Wir freuen uns auf Elbaz! Chapeau P&C!

LOOKS

LOOKBOOKS

 

Jungdesigner lehnt sich mit Kollektion gegen Ausbeutung von Praktikanten auf

Ein Absolvent der Parsons School of Design in New York, der auf den nicht nur aus popkultureller Sicht fantastischen Namen Jongyeol Bae hört, hat seine Abschlusskollektion komplett einem der großen, aber wenig diskutierten Probleme der Modebranche gewidmet: Den unbezahlten Praktika.

Die Kollektion heißt “NO PAY? NO INTERN! NO FASHION!“ und kommuniziert das Thema sehr plakativ, teilweise fast schon billig und einfach. Statements wie „Ban unpaid intern shit“ oder „Talent Passion Labor Stole“ sind keine literarischen Höhenflüge, treffen den Nagel aber auf den Kopf.

Unbezahlte, teils jahrelange Praktika sind in der Branche Standard und ein Paradebeispiel für Chancenungleichheit. Für zahlreiche, mit Sicherheit qualifizierte und motivierte Interessierte ist es schlicht nicht möglich, für einen längeren Zeitraum auf Gehalt zu verzichten. Ein liquides Elternhaus ist in aller Regel Vorraussetzung für ein Praktikum in der Mode. Damit beraubt sich die Branche nicht nur selbst zahlreicher Talente, sondern eben diesen Talenten auch die Chancen, die sie mehr als verdient hätten.

Eine komplett einseitige Betrachtung hilft hier allerdings auch nicht weiter. Vielen jungen, aufstrebenden Designern stehen schlicht nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um Praktikanten bezahlen zu können. Aber: Bei etlichen Labels sind die Kassen voll, die Taschen der Praktikanten weiterhin leer.

Ein kurzer Blick in seinen Lebenslauf offenbart, dass Jongyeol Bae mit seiner Kollektion vermutlich aus Erfahrung spricht. Er hat in seiner kurzen aber vermutlich intensiven Mode-Karriere einen riesigen Haufen Praktika-Erfahrung angesammelt.

Das hat immerhin dazu geführt, dass seine Abschlusskollektion auch abseits der richtigen und wichtigen Statements durchaus gelungen ist. Farben, Schnitte und Artworks sind sehr fein aufeinander abgestimmt. Für Jongyeol ist die Praktikanten-Schufterei damit hoffentlich beendet. Wir wünschen es ihm von Herzen.

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Nichts sehen, nichts hren, nichts sagen von wegen. Dran bleiben! @allthedog pic @maxmotel

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