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Men’s Health Best Fashion – Spring/Summer 2012

Fast zeitgleich mit der GQ-Style ist auch das Halbjahrsheft Men’s Health Best Fashion erschienen.

Neben den erwartbaren Themen, wie Jil Sander-Brustbeutel, Chinos, Maßhemden, Caro, Rucksäcke und einer Fotostrecke in Marokko oder so (inklusive der scharfen Calvin Klein Collections Hose), gibt es ein weiteres wahres Schmankerl zu sehen – nämlich mich.

Philip Andre, ein befreundeter Spitzen-Fotograf, der mich im vergangenen Sommer aus meiner temporären Obdachlosigkeit gerettet hat, hatte mich gefragt, ob ich nicht bei einem Shooting mitmachen würde. Klar würde ich. Hat ja auch nur ‘ne halbe Stunde gedauert.

Dass ich jetzt auf einer vollen Seite zu sehen bin und im dazugehörigen Text ziemlich zusammenhanglosen Schmarrn von mir gebe, damit konnte ja niemand rechnen. Nun gut.

Wer sich also schon immer mal ein Foto von mir in Gold einrahmen wollte, hat jetzt die Chance. Endlich. (Das gilt auch für dich, Mama!)

Mens Health Best Fashion Jakob Dandy Diary Carl Jakob Haupt

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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