Melt! Festival – Der zweite Tag

Ja, ich weiß, sowas macht man nicht. Aber wer hätte denn damit rechnen können? Im Bericht zum ersten Tag des Melt!-Festivals hatte ich hoch und heilig geschworen, dass ich am folgenden Tag mehr Bilder und eine differenziertere Besprechung des Musikfestivals liefern würde. Daraus wurde nichts. Was natürlich ein Beleg für die Qualität dieses Festivals ist.

Hier also der Nachtrag. Deutlich verspätet und überschattet von Halsschmerzen, Schnupfen und allem, was man sonst noch so als Mitbringsel von einem Festival mitnimmt.

Frisch geduscht, gesaunt und so halbwegs gestärkt sind wir am eher späten Samstagnachmittag wieder zum Festivalgelände nach Gräfenhainichen gefahren. Pünktlich zu Mike Skinners Spitzenband “The Streets” waren wir dort, fanden Skinners Performance aber (trotz zu großem schwarzen T-Shirt und Goldkette!) eher langweilig. “Console” haben wir leider verpasst, uns dann aber grade noch rechtzeitig zu “DJ Koze” auf die so genannte Big Wheel Stage durchgedrängelt. Das war gut.

Gegen 2.00 Uhr haben wir uns dann noch die “Junior Boys” angeguckt, deren Sänger wirklich fantastische Sachen mit seiner Stimme machen kann. Beim rüberpendeln zu “Digitalism” auf die Hauptbühne haben wir dann nicht nur einige Damen vom Frontlineshop getroffen, die uns ja immerhin hier her eingeladen hatten, sondern auch diverse Drinks erhascht. Irgendeine Redakteurin vom Mädchenmagazin Blonde hat mir dann noch meine Kamera so eingestellt, dass nicht immer alle Bilder unscharf werden. Auch das war gut.

Wie das auf Festivals so ist, verschwimmen dann die Stunden. Irgendwann gegen frühen Morgen haben wir Daliah und Kira getroffen, die diesmal keine Kuscheltiere dabei hatten, aber immerhin wild geschminkt waren. Jessi war währenddessen scheinbar bei KIZ und somit nicht nur in ihrem Element sondern vor allem endlich mal bei einer Hip Hop Performance. Schon am Freitag auf der Fahrt von Berlin zum Festival hatte sie auffallend oft Rap-Musik auf ihrem iPad abgespielt. Das alles war also nur eine Frage der Zeit.

Abschließendes Highlight am Samstagabend war sicherlich der Russe “Proxy”, der uns auf der Gemini Stage unter dem weißen Zeltdach clubmäßig ordentlich eins übergebraten hat. Wäre sicherlich ein großer Spaß, den Typ mal in einem kleineren Club auflegen zu sehen. Der kann das nämlich gut.

So sah das Publikum aus, als Mike Skinner mit seiner Band “The Streets” auf der Büne (rechts) gespielt hat. Rot irgendwie.

Er liebt die Klischees: Kingsize-Selekteur und Oberdandy Philip Mollenkott (in Frisennerz und Herr von Eden Hemd) trinkt Rotkäppchen-Sekt in Ostdeutschland.

Basketball-Hemden von den Chicago Bulls sind der absolute Knaller, auch auf dem Melt! Festival. Wir empfehlen dazu Baggy Pants und Wollmütze.

Das sind die “Junior Boys”. Eine gute Band mit gutem Sänger, der gute Sachen mit seiner Stimme machen kann.

Jessi, Kira und Daliah schauen sich im Morgengrauen tief in die Augen.

Jessi mit allem, was man auf dem Melt! Festival so braucht: Kippe, Kamera, Drink, angepasste Ohrstöpsel und Nagellack, Lippenstift sowie Bluse in der selben Farbe. Profi!

Ein Raver im “Ton in Ton-Look”. Die starke Sonnenbrille hat eine ähnliche Farbe wie das T-Shirt. Abgefahren.

Hemd mit Overallprint in Kombination mit leicht verrutschtem Mittelscheitel am frühen Morgen. Ziemlich 1990s, ziemlich kool.

Der typische Melt! Festival-Look: mitgenommenes T-Shirt, Hose mit tiefem Schritt, Turnschuhe und nassgeschwitzte Haare.

Die Trendfarbe blau im Doppelpack. Sehr schön. Sogar das Zelt hinten rechts macht mit.

Alle Bilder: Carl Jakob Haupt

 

Category: News

Tags: festival, leipzig, melt, melt festival, musik, ostdeutschland

Von: Carl Jakob Haupt

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