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Melt! Festival – Der erste Tag

Auf Einladung vom Frontlineshop sind wir mal ganz flux zum Melt! Festival nach Ostdeutschland gefahren. Das Melt! Festival gilt als das best angezogene Festival Deutschlands – also haben wir uns aufgemacht und den Jungs, die da so zu Gast sind, mal auf die Outftits geschaut. Unsere Begleiterinnen Jessi von LesMads und zwei ihrer Freundinnen haben sich derweil um die Mädchen gekümmert.

Weil aber gestern eher so mittelmäßiges Wetter war und die Festivalbesucher ebenso wie wir in Jacken und Stiefel gekleidet waren, haben wir das beste draus gemacht: Wir haben ‘ne Menge Sekt im Hotel getrunken, sind bei anbrechender Dunkelheit auf’s Festivalgelände gedüst und haben dort einfach weitergetrunken. So macht man das schließlich auf Musikfestivals. One with the crew, gewissermaßen. Wir RTL-Superstars haben uns gemein gemacht mit dem Volk, endlich.

Wir haben so bekannte Namen wie Miss Kittin, Paul Kalkbrenner, Fritzchen Kalkbrenner, The Drums und Boys Noize gesehen, getanzt, am Strand rumgehangen – und insgesamt genau drei einfangenswerte Outfits gesehen. Die haben wir natürlich sofort fotografiert. Heute ist aber hoffentlich mehr rattenscharfes Zeug dabei, sodass wir euch diverse heiße Street- bzw. Festivalstyles zeigen können.

Damit’s aber noch ein bißchen mehr zu glotzen gibt, haben wir noch die schönsten Panoramabilder von diesem wirklich sehr hübschen Festival dazu gepackt. Es ist ein wirklicher Augenschmauß, diese ostdeutsche Seenlandschaft mit ihren verlassenen Industrieruinen, die von einer anderen Zeit erzählen – von einer Zeit, zu der die Mauer noch stand.

Wir schwören hiermit, morgen mehr Fotos und, wenn alles gut läuft, auch eine differenziertere Besprechung des Festivals zu liefern. Noch kämpfen wir aber mit Kater, Müdigkeit, der schweineheißen Hotel-Sauna und den ersten Drinks – sind also schwer beschäftigt.

Melt! Festival 2011 – bislang sehr schön. Wir haben ‘ne Menge Spaß.

Jessi (links) und ihre Girls.

Ein Knabe mit gerade noch so okayem Undercut im Mönchsstyle.

Ein schöner Festival-Warrior-Layer-Look. Klassisch in schwarz – da sieht man Jägermeister-, Pizza- und andere Flecken auch nach drei Tagen campen nicht so wirklich.

Calvin Klein-Brille, Brillenband und Schnauzbart. Der Nerd-Style ist auch auf dem Melt! Festival ein gern gesehener.

Ein Brite im Azteken-Shirt. Schön bunt und natürlich total en vogue.

Die Musikband “The Drums” auf der Bühne. Die Zuschauer waren aber eher so an elektronischer Musik interessiert.

Eine Discokugel, Glitzerlichter und tanzende Menschen. Schön ist das, auf dem Melt! Festival.

Die Hauptbühne, auf der total starke DJs und Bands gespielt haben. Wir haben davor getanzt – und uns mehrfach in der Menge verloren.

Einer dieser riesigen Industriekräne, die angeleuchtet so schön aussehen, im Morgengrauen. Romantisch.

Bilder: Carl Jakob Haupt


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Londons Grime Revival

Wenige Stunden vor den Brit Awards 2015, so die Legende, bekam SKEPTA einen Anruf von Kanye West.

YEEZUS bat den heißesten UK Grime Artist seine Posse zusammenzutrommeln, um bei seinem Song “All Day” bei den Brits mit ihm auf der Bühne zu stehen. Die Underground-Bewegung Grime erreichte den Mainstream.

Grime entstand in den frühen 2000er Jahren in London aus UK Garage, Dancehall, Hip Hop und Drum and Bass. Im Grime rappen MCs entzürnt im Schnellfeuermodus auf 135 – 140 BPM Sounds.

Was London derzeit erlebt – musikalisch wie modisch – ist ein Grime Revival. SKEPTA, der bereits zu Anfangszeiten mit seiner “Boy Better Know” Crew Grime maßgeblich beeinflusst hat, wird vom Underground-Hero zum Pop Icon. Das lange Zeit lokale East London Phänomen Grime wird zum weltweiten Exportgut.

Mode hat im Grime schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Im Garage, aus dem Grime hervorging, trug man Show-Off-Labels wie Moschino, Versace oder Iceberg. Teure Marken, die sich die East Londons Kids nicht leisten konnten. Der Zutritt zu den angesagten Clubs blieb ihnen somit verwehrt.

Sie trugen die Uniform der Straße : Caps, Trainingsanzüge und Sneaker und starteten ihre eigene Bewegung – fern ab der Garage Clubs – auf Grime Raves, welche immer wieder von der Polizei beendet wurden.

“Der Mann” des Revivals – Skepta – hat für NASIR MAZHAR den Soundtrack für seine SS 2015 Kollektion produziert. Bei der Nasir Mazhar Afterparty rockte SKEPTA das Publikum mit seiner “Boy Better Know” Crew.

Skepta ist musikalisch wie modisch ein Vorbild für eine ganze Generation. Sein Look steht exemplarisch für die zweite Welle Grime. Er trägt NIKE Hoodies der Combat-Line, die New Era Lake Elsinore 59FIFTY Fitted Cap “That’s not me”), NIKE Ticker-Tasche, Slazenger Sweater, Helly Hansen Jacke, NIKE Air Max 95.

Im Video zu “Shutdown” – kann man wunderbar den Look von Skepta und seiner Gang studieren. SKEPTA selbst trägt im Musikvideo von Kopf bis Fuß COTTWEILER. Ansonsten sieht man noch Items von Stone Island, Supreme, Adidas und immer wieder: NIKE, die wohl wichtigste Marke beim Grime Revival.

Es gibt viele Überschneidungen zum Internet-Phänomen Health Goth, in dem es vorrangig auch um schwarze Performance-Wear geht, doch GRIME ist mehr gangsta, weniger sporty, außerdem eine Bewegung, in der die Herkunft eine wichtige Rolle spielt, auch modisch.

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

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