Melt! Festival – Der dritte Tag

Viel gibt’s zum dritten Tag unseres Melt! Festival-Ausflugs eigentlich nicht zu sagen. Gesundheitlich angeschlagen von den ersten beiden Nächten, machten wir uns Nachmittags auf zum Festival-Gelände. Eher weniger, um uns im nun einsetzenden Regen diverse Bands anzuschauen, als vielmehr um dem eher mittelmäßigen Essen im Hotel zu entfliehen und endlich auch mal Festival-Essen zu probieren. (Empfehlenswert ist das vegane Gyros. Nicht empfehlenswert der vegane Burger.)

Auf dem Melt! Gelände trafen wir ziemlich schnell Ari, die sich wesentlich passender gekleidet hatte, als wir: sie trug die wohl besten Gummistiefel der Welt, Hunter Gummistiefel. Wir waren neidisch, zumal unsere Schuhe im Schlick so langsam richtig nass wurden.

Zuflucht in einem der Zelte zu suchen war allerdings auch keine Alternative, also schnappten wir uns ein paar Plastiküberwürfe, die überall verteilt wurden, latschten durch den Regen und gingen von Bühne zu Bühne. Bei den “Cold War Kids” auf der Hauptbühne sind wir dann geblieben, haben die anderen getroffen, getanzt, ein bißchen gefroren und manchmal auch mitgesungen.

Irgendwann war die Nässe dann auch egal, zumal sowieso alles nass war: Schuhe, Jacke, Geld, Unterhose, etc.

Viel schlimmer als der Regen waren sowieso die total unkoolen “Frittenbude” auf der Hauptbühne, die nun wirklich jedem halbwegs anständigen Menschen einen Grund geliefert haben dürften, zu Berghain-Star Ben Klock auf die Big Wheel Stage zu schlendern. Haben wir dann auch gemacht.

Nur so halb spät sind wir aber dann auch wieder ins Hotel gefahren, haben die Schuhe zum Trocknen ausgestopft, brutal heiß geduscht und uns dann, um uns aufzuwärmen, den Klassiker “Heat” angeschaut.

Jetzt, zurück in Hamburg, kann ich sagen: Das Melt! Festival ist tatsächlich eins der allerschärfsten Festivals, auf denen ich bislang war. Selbst der Regen am Sonntag war ganz okay, immerhin weiß ich nun, dass ich dringend Hunter Gummistiefel brauche – und ein paar Halstabletten.

Aris total angesagte Hunter Gummistiefel im Festivalschlamm.

Philip mit nassen Ludwig Reiter-Schuhen im schönen englischen Landherren-Look.

Der typische Festival-Look am dritten Tag bestand in erster Linie aus einem Plastikumhang. Schön waren die von ZDF-Kultur (gelb) eher nicht so schön die von Jägermeister (orange).

Best Dressed am Sonntag: Dieser junge Gentleman. Authentisch vom Ziegenbart bis zur Geste. Großartig!

Alle Bilder: Carl Jakob Haupt

Category: News

Tags: festival, gummistiefel, hunter, melt, melt festival, musik, ostdeutschland, regen

Von: Carl Jakob Haupt

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