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Memo Akten

Memo Akten

DJANE auf ME by Meliá Terrasse

Noch nicht allzu lang ist es her da lag ich auf dem Boden des ME London Hotel, mit weit aufgerissenen Augen, hoch hinauf starrend: eine mehrkanalige Videoinstallation des Künstlers Memo Akten wurde an die Wände des neunstöckigen Atriums des Hotels projiziert.

Ich kannte Akten nicht, fragte mich aber, wie ich da so lag, vor mich hin trippend, wie der Mann wohl aussieht, der dieses visuelle Wunderwerk vollbracht hat. Auf dem Sónar Festival, welches ich letzte Woche besuchte, gab es dann nicht nur eine weitere Akten Arbeit, sondern auch den Künstler selbst zu sehen. Das ME by Meliá – Kooperationspartner des Festivals – hatten zum Screening und Talk geladen.

Lange Haare, Piercings, wie ein Guru einer fernen Zukunft, in aller Ruhe sprechend, vor ihm, gebannt lauschend, die angereisten Journalisten, hinter ihm „Deep Meditations“ – seine Videoinstallation. Zu sehen auf dem Sónar+D – einem Teil des Festivals, in dem es um neuen Technologien und Kreativität geht. Hier gab es neben der Kooperation von ME und Memo Akten noch andere, interessante Dinge zu entdecken:

Ein immersiver Ayahuasca-Trip (ohne Speierei). Pflanzen, die Töne von sich geben, wenn man sie berührt. Dank einer VR-Brille auf meiner Nase sehe ich eine tanzende Frau vor mir, die ich, so der VR-Instructor, mit der Hand ergreifen kann, ich gehe auf sie zu, kurz davor sie zu berühren, doch dann: Akku aus, der Traum zerplatzt – offensichtlich größte Herausforderung der Gegenwart (iPhone) und Zukunft: der Akku.

Später gibt es in unserem Hotel, dem ME Sitges Terrarmar, Paella, Muscheln, Mittelmeerblick mit Abendsonne, Kunst an den Wänden (u.a. knallbunte Werke von Alex Voinea), Zimmer, so groß, so luxuriös, dass ich mich fühle wie wie Felipe VI. Infinity Pool, hoch oben, über allem thronend. Wie „Ein Schloss, das in den Wolken liegt“, um es in den Worten des anderen Königs – dem „König vom Ballermann“ auszudrücken.

Beim 26. Sonar Festival, meiner Premiere, beeindruckte mich vor allem die Performance von ARCA, dessen Arbeit ich seit einiger Zeit gespannt verfolge. ARCA bewegte sich während seiner Performance durch das Publikum, tanzte mit einem seiner Fans (hoch romantisch), zog sich vor dem Publikum um (offensichtlich Teil seiner Performance) und ließ diverse, kleinen Bühnen, inmitten seiner Fans aufstellen.

Jesse Kanda lieferte, wie gewohnt, die Visuals, die auf einem großem Screen hinter ARCA abgespielt wurden. Und das Publikum wurde Zeuge eines Künstlers, der befreit von jeglichen gesellschaftlichen Konventionen weiß sich auszudrücken, so frei, das es berührt.

Category: #dandydiaryspace

Tags: ME by Meliá, SONAR

Von: David Kurt Karl Roth

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