MAXIME BALLESTEROS launcht Fotobuch: LES ABSENTS

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Trou noir, Berlin 2014, Maxime Ballesteros

Ein rosafarbenes Barbie-Haus vor Plattenbau, eine Frau, der die Wimperntusche das Gesicht herunterfließt, der – so scheint es – die Augen mit High Heels ausgestochen werden. Ein Mann, der im hohen Flug nachts nackt in einen Pool springt. Nackte Männer in einem Blutbad aus Kirschen.

Eine gewisse Beiläufigkeit, Roughness und Unbefangenheit ziehen sich durch Maxime Ballesteros analog geschossenen Bilder. Vom Monopol Magazin wird der Berlin-based Fotograf als „brillanter Chronist des Nachtlebens“ beschrieben.

Bisher veröffentlichte Ballesteros ein Großteil seiner Fotos auf der Online Plattform des legendären PURPLE Magazine (Purple Diary). Jetzt bringt der Franzose sein erstes Fotobuch heraus: „Les Absents“

„Ein winziger und unbedeutender Teil der Welt der letzten acht Jahre.“ beschreibt Ballesteros sein Projekt gegenüber dem Magazin 032C. Das alles sei aus einer bestimmten Perspektive – eine Lüge – gleichzeitig jedoch auch greifbare Realität, entstanden.

Früher sei er ganz schüchtern gewesen, fotografierte nur Architektur und Objekte, er hätte Angst vor Menschen gehabt, erklärt Ballesteros. Das änderte sich, als er den Blitz für sich entdeckte. Ab diesem Zeitpunkt ging er auf Partys, fotografierte seine Freunde. „Der Spaß, die Freiheit. Das Gefühl, das etwas passieren könnte, sei es eine Schlägerei oder eine Liebesgeschichte.“, ist das was ihn am Nachtleben so fasziniert (Monopol).

First love, Berlin 2014, Maxime Ballesteros

full moon, Mexico 2016, Maxime Ballesteros

Der Fotograf, der in Frankreich geboren ist, hat seine Kamera immer dabei. Fotos macht er jeden Tag. Dabei geht es ihm nicht um permanente Dokumentation, sondern den Drang, bereit zu sein, wenn er etwas sieht.

Benjo et regrets, Saint Etienne 2009, Maxime Ballesteros

Half bride, Berlin 2013, Maxime Ballesteros

Seine Fotografien in “Les Absents” haben immer etwas spontanes, selbst seine Modegeschichten. 217 Abbildungen erstrecken sich über 280 Seiten, dazu auch Texte und Gedichte des Künstlers. Pünktlich zum Launch des Fotobuches wurden seine Arbeiten vom 5. Juli bis zum 16. Juli in der Johann König Galerie, Dessauerstraße ausgestellt.

Sita, Paris 2015, Maxime Ballesteros

“Maybe it’s a book about fear.

Fear of death and its contrary. Fear of desire. Fear of love.

Fear of the truth. Of reality.

A primal fear, almost ancestral. Which was born with your first breath,

and will only leave you, finally, at your last.

But we don’t do books about fear. So it should be about something else.

Is it not for your vertigo, that you strive to climb trees, buildings, cranes or rocks; only to lean over once too far from the ground, and contem- plate at the void,

melting under your feet?”

– Maxime Ballesteros

Maya, Paris 2016, Maxime Ballesteros

Nylon trap, Berlin 2017, Maxime Ballesteros

Category: News

Tags: Johann König Galerie, Les Absents, maxime ballesteros, Monopol

Von: Angelika Watta

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