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Matejcek vs. Türsteher Berghain

Der traurige Charon

Illustration: Karin Bohrmann

Waren sie schon mal im Berghain? Nein? Da haben Sie aber einiges verpasst! Wie – Sie wissen nicht einmal, was das Berghain ist? Also gut, dann von vorne:

Das Berghain ist ein Techno-Club in Berlin Friedrichshain. Keine einfache Großstadt-Disse. Viel mehr ein Tempel der Unzucht, in dem jedes Wochenende sehr schnelle, von verzerrten Beats und Klängen dominierte, synthetisch produzierte Tanzmusik hunderte schwitzende Pradisvögel mit durchtrainierten, nackten Oberkörpern in Extasse versetzt. Den langen, ausschweifenden und sexuell freizügigen Partys verdankt das ehemalige Heizkraftwerk den Titel „Bester Technoclub der Welt“. Damit ein Höchstmaß an Freiheit und persönlicher Entfaltungsmöglichkeit gewährleistet wird, sind im Inneren des Gebäudes Fotos und Videoaufnahmen verboten. Aus dem gleichen Grund gibt es im gesamten Berghain auch keine Spiegel oder spiegelnden Flächen. Wenn also die „taz“ Sven Marquardt, Berghains legendären und ebenso gefürchteten Türsteher, als Hüter der Unterwelt bezeichnet, dann ist das völlig in Ordnung.

Ein bisschen sieht der Marquardt auch so aus – wie Charon der düstere, greise Fährmann aus der griechischen Mythologie, welcher die Toten für einen Obolus über den Totenfluss Styx bringt, damit sie in das dunkle Reich des Gottes Hades gelangen können. Über Sven Marquardts Gesicht windet sich ein tätowierter Stacheldraht wie eine aggressive Kobra kurz vor dem Angriff. Reißzahn-ähnliche Piercings bohren sich durch seine Ober- und Unterlippen, seine riesigen Hände werden von noch größeren Totenkopfringen geschmückt. Kurz: wenn man den bärtigen Marquardt sieht, dann versteht man, wieso Körperschmuck früher dazu diente, böse Geister abzuwimmeln. Und vielleicht möchte das Marquardt ja auch – andere abwimmeln – denn in Wirklichkeit ist er ein unglaublich höflicher Mann mit guten Manieren, einer leisen Stimme und wahnsinnig traurigen Augen. Und wenn der 47-Jährige dann noch erzählt, wie sehr es ihn gerührt hat, als ihm sein leiblicher Vater vor einigen Tagen eine SMS schrieb, in der er sich nach 30 Jahren Funkstille bei Sven für seine Fehler entschuldigte, dann möchte man den nachdenklichen Hünen am liebsten ganz fest knuddeln.

Seit vielen Jahren arbeiten Sie als Türsteher, was fasziniert Sie so an der Nacht?

Die Verwandlung der Leute, die die Zwänge des Alltags hinter sich lassen und alles vergessen wollen. Ich liebe aber auch den Sonnenaufgang danach, wenn alles wieder zum Leben erwacht. Die dunkle Seite fasziniert mich, die helle aber auch.

NEWS

 

Russland will NIKE Gay Pride Collection verbannen!

In Russland herrscht Steinzeit, wenn es um die Rechte von Homosexuellen geht.

Mit dem “Homosexuellen-Propaganda” Gesetz schürt die Duma Hass gegen Minderheiten und bereitet den Weg für verbale und tätliche Angriffe auf die LGBT Community.

Aktuell sorgt Russland für Schlagzeilen, weil Gesetzmacher Vitaly Milonov versucht die NIKE Gay Pride Collection vom Markt zu verbannen. Der Verwurf: Durch die Kollektion werden der russischen Jugend”abartige Werte” vermittelt.

Die NIKE Kollektion in Regenbogenfarben verstößt, so Milonov, gegen das 2013 erlassene Gesetz gegen “Homosexuellen-Propaganda”. Das absurde der Absurdität: NIKE verkauft die #betrue Kollektion gar nicht in Russland, sondern ausschließlich in den USA.

NIKEs Social Media Offensive der letzten Monate in Russland schürte allem Anschein nach Angst, um konservative Arschgeigen wie Milonov.

NIKE schlug bereits zurück:

“Nike does not discriminate based on sexual orientation, sex, nationality or age. Nike supports social and cultural diversity and seeks to deliver inspiration and innovation to every athlete in the world. In Russia, Nike does not request inclusion of any particular products or collections from its partners. The stores decide themselves which products they want to stock.”

Oh yeah! NIKE vs. Russia! Wir wünschen uns baldigst einen extra-fetten NIKE Gay Pride Collection Release auf dem Roten Platz!

TRENDS

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Calvin Klein x Tinder Kampagne!

Vor ein paar Jahren haftete Online-Dating noch etwas unschönes an.

Menschen, die sich im World Wide Web auf die Suche nach der großen Liebe begaben, galten gemeinhin als “Loooooosser”!

Das ist heute natürlich nicht mehr so. Online-Dating haftet nichts schmuddeliges mehr an. Dating-Apps wie Tinder haben das “Lovegame” für immer grundlegend verändert.

Für die neue CALVIN KLEIN Kampagne hat das US-Label mit Tinder zusammengearbeitet. Auf den Kampagnenfotos, links neben dem Protagonisten wird ein Tinder Chatverlauf gezeigt: “Raw Texts”, Real Story”, so das Versprechen.

In der Kampagne werden (vermeintliche) schwule, lesbische und heterosexuelle Pärchen gezeigt. Fotografiert hat die Tinder-Lovestory Mario Sorrentini.

 

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#jetztodernie