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LOOKBOOKS

SPECIAL

NEWS

 

Zu verkaufen: PRADA Frontrow Tickets für 95.000 Pfund

Mit Geld lässt sich (fast) alles kaufen. Zum Beispiel neun Prostituierte, die einem Trauben reichen (Künstler Jörg Immendorff). Oder zwei weiße Tiger (Weißrussischer Präsident Alexander Lukaschenko).

Neu ist, dass man auch Frontrow Tickets für Nobelmarken wie PRADA, FENDI, GIORGIO ARMANI oder FENDI kaufen kann. Die Frontrow Seats waren bislang Rockstars, abgemagerten Chefredakteurinnen von Hochlglanzmagazinen und Einkäufern der Luxushäuser vorbehalten.

Doch vorbei sind die Zeiten, in denen Anne Wintour und ihr fettärschiger, Tunika-tragender Kollege André Leon Talley in der Frontrow ausschließlich und ihresgleichen waren. Denn bei der Watermill Center’s Summer Benefit Auktion lassen sich zwei Frontrow Ticket ‘Pakete’ für je 95.000 Pfund erstehen.

Im ersten Package sind drei Fashion Shows, darunter Prada, sowie Backstage Access bei FENDI enthalten. Die zweite Option sind  - unter anderem – Frontrow Tickets für die von Celebreties stark frequentierte MIU MIU Show in Paris.

So wird die fraglos hotte PRADA Show auf der Website der Auktion angepriesen:

The best thing about fashion shows are the invites. The Prada ticket in particular is often a work of art in itself which gives a vital clue to the new collection. Or not. Either way the receipt of which, in its perspex/foam/weirdly textured envelope, is enough to excite even the most perma-bored fashion editor. That with your name on and Row 1 is what every every fashion fan’s mantlepiece craves.

Fragt doch mal Mama oder Papa, ob die 95.000 Pfund locker machen können, damit ihr auf der nächsten PRADA Show den dicken Macker raushängen lassen könnt. Sie werden das sicherlich verstehen.

Wir sind schon mal gespannt, welcher Oligarch mit seiner Silikontitten-tragenden Frau neben Tim Blanks, Suzy Menkes und Co. im September in der Frontrowbei PRADA platzen nehmen wird.

FASHION SHOWS

TRENDS

 

C’est cool: Patagonia Fleecepullover

Der Fleecepullover von PATAGONIA ist neben den TEVA Sandals das wichtigste Bekleidungsstück eines Normcorers.

Der Normcore Trend hat die US-Outdoormarke in die Trendbezirke dieser Welt katapultiert. Eine Entwicklung, die so für den Gründer Yvon Chouinard sicherlich nicht absehbar war, als er in den 60er Jahren mit dem Verkauf von Kletterhaken begann. Erst später kam Patagonia – seine Bekleidungsmarke hinzu.

Chouinard sorgte mit seiner Marke dafür, dass Bergsteiger in Pullovern aus Synthetikstoffen, in knallig-bunten Farben die Berge hinauf kraxelten, zuvor trugen sie farblose, feuchtigkeitsabsorbierenden Schichten von Baumwolle, Wolle und Daunen.

Das ultra-scharfe Logo, welches ihr immer gut sichtbar tragen solltet, damit auch erkannt wird, welche Marke ihr tragt, stellt die Silhouette des Fitz Roy – einem Berg, welcher in den argentinisch-chilenischen Anden gelegen ist – dar.

Man darf davon ausgehen, dass der Übertrend Normcore uns noch ein paar Saisons begleiten wird. Daher wäre ein Fleece Pullover von Patagonia sicherlich nicht die schlechteste Investition.

 

LOOKS

INSTAGRAM

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Next Level Yeezus

#1luv

VIDEO

 

Matejcek vs. Türsteher Berghain

Der traurige Charon

Illustration: Karin Bohrmann

Waren sie schon mal im Berghain? Nein? Da haben Sie aber einiges verpasst! Wie – Sie wissen nicht einmal, was das Berghain ist? Also gut, dann von vorne:

Das Berghain ist ein Techno-Club in Berlin Friedrichshain. Keine einfache Großstadt-Disse. Viel mehr ein Tempel der Unzucht, in dem jedes Wochenende sehr schnelle, von verzerrten Beats und Klängen dominierte, synthetisch produzierte Tanzmusik hunderte schwitzende Pradisvögel mit durchtrainierten, nackten Oberkörpern in Extasse versetzt. Den langen, ausschweifenden und sexuell freizügigen Partys verdankt das ehemalige Heizkraftwerk den Titel „Bester Technoclub der Welt“. Damit ein Höchstmaß an Freiheit und persönlicher Entfaltungsmöglichkeit gewährleistet wird, sind im Inneren des Gebäudes Fotos und Videoaufnahmen verboten. Aus dem gleichen Grund gibt es im gesamten Berghain auch keine Spiegel oder spiegelnden Flächen. Wenn also die „taz“ Sven Marquardt, Berghains legendären und ebenso gefürchteten Türsteher, als Hüter der Unterwelt bezeichnet, dann ist das völlig in Ordnung.

Ein bisschen sieht der Marquardt auch so aus – wie Charon der düstere, greise Fährmann aus der griechischen Mythologie, welcher die Toten für einen Obolus über den Totenfluss Styx bringt, damit sie in das dunkle Reich des Gottes Hades gelangen können. Über Sven Marquardts Gesicht windet sich ein tätowierter Stacheldraht wie eine aggressive Kobra kurz vor dem Angriff. Reißzahn-ähnliche Piercings bohren sich durch seine Ober- und Unterlippen, seine riesigen Hände werden von noch größeren Totenkopfringen geschmückt. Kurz: wenn man den bärtigen Marquardt sieht, dann versteht man, wieso Körperschmuck früher dazu diente, böse Geister abzuwimmeln. Und vielleicht möchte das Marquardt ja auch – andere abwimmeln – denn in Wirklichkeit ist er ein unglaublich höflicher Mann mit guten Manieren, einer leisen Stimme und wahnsinnig traurigen Augen. Und wenn der 47-Jährige dann noch erzählt, wie sehr es ihn gerührt hat, als ihm sein leiblicher Vater vor einigen Tagen eine SMS schrieb, in der er sich nach 30 Jahren Funkstille bei Sven für seine Fehler entschuldigte, dann möchte man den nachdenklichen Hünen am liebsten ganz fest knuddeln.

Seit vielen Jahren arbeiten Sie als Türsteher, was fasziniert Sie so an der Nacht?

Die Verwandlung der Leute, die die Zwänge des Alltags hinter sich lassen und alles vergessen wollen. Ich liebe aber auch den Sonnenaufgang danach, wenn alles wieder zum Leben erwacht. Die dunkle Seite fasziniert mich, die helle aber auch.