Marketing-Tool: Feminismus

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MONKI

H&M

Social-Media Stars wollen einen Rahmen für Selbstbestimmung schaffen und posten nackte Mirrorpics auf Instagram. Taylor Swift und Selena Gomez posieren mit ihrer #Girlssquad auf Events und propagieren den gegenseitigen Support und demonstrieren dabei vor allem: weibliche Solidarität.

Feminismus ist omnipräsent: MONKI lässt den lässigen Slogan „Periods are cool“ auf bequeme Unterhosen drucken, H&M schreibt sich „Feminist“ aufs Shirt. Tragbare, erschwingliche Mode – so easy geht das mit dem Feminismus. Oder?

Die polarisierende Darstellung, wie bei Monki, sorgt dafür, dass Aufmerksamkeit für die eigene Marke generiert wird, welche zum Absatz der Produkte führt. Marketing-Tool: “Feminismus”.

Doch nimmt ernsthaft irgendjemand an, dass man mit dem Tragen eines T-Shirts mit dem besagten Slogan etwas für den Feminismus tut? Die Marke, der Kunde? Wohl eher nicht, so hoffen wir.

Denn der Gegenteil ist der Fall: Ideale, für die es sich durchaus zu kämpfen lohnt, werden kommerzialisiert, damit ihrer eigentlichen Bedeutung beraubt. “Marktplatz-Feminismus”, so Audi Zeisler in ihrem Buch “We were feminists once”.

Eine Bewegung, die sich für die Rechte von Frauen einsetzt, wird zum Mainstream-Trend. Das hört sich ja grundsätzlich gar nicht schlecht an, so will man meinen.

Doch Mode ist immer zeitlich begrenzt, so endet die Unterbuxe mit dem “Periods are Cool” Slogan schnell in der hintersten Stelle unseres Kleiderschranks und mit ihr die Werte der #empowerment Bewegung.

 

 

Category: Special

Tags: Feminismus, Weltfrauentag

Von: Angelika Watta

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