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Lookbook: William Richard Green – Frühjahr/Sommer 2013

William Richard Green wurde hier ja schon mehrmals abgefeiert – vor allem natürlich für die britische Working Class-Prolligkeit seiner Entwürfe.

Ähnlich desillusionierend wie eine Jugend in englischen Industriestädten ist auch seine Kollektion für Frühjahr/Sommer 2013 ausgefallen: Farben spielen faktisch keine Rolle, Green setzt auf schwarz, grau und weiß.

Wie schon in der Herbst/Winter-Kollektion gibt es wieder große Punkte, Layering, sowie überlange Jacken, T-Shirts und Hemden. Neu dazugekommen sind breite Blockstreifen. Die überlangen Hemden, die unter einer kürzeren Jacke getragen werden, erinnern zwangsläufig an den Look gläubiger Moslems, die gerade aus der Moschee kommen. Auch das gehört mittlerweile zur britischen Kultur, William Richard Green nimmt es deshalb folgerichtig auf. Denn seine Kollektion heißt “Home Is Where The Heart Is”, was natürlich furchtbar nach Mode-Uni-Abschlusskollektion klingt.

Während Green in seiner letzten Kollektion noch weiße Reebok-Running Schuhe zu seinen Outfits kombinierte, wählte er jetzt klassische Hartplatz-Fußballschuhe. Eine weitere Remmineszenz an die von ihm oft zitierte und von uns heiß geliebte Hooligan-Kultur.

Fotos: Coute Que Coute

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No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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