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LOOKS

 

Look du Jour – 94

Neulich schlenderte ich mäßig verkatert durch die Straßen von London-Dalston, dem aktuell wohl angesagtesten Bezirk dieser brutal schnellen Stadt. Dabei fiel mir nichts besseres ein, als mir ein Nasenpiercing einzusetzen und möglichst dämlich zu grinsen.

Um nicht weiter aufzufallen, zog ich mir eine RAY BAN “Wayfarer” Sonnenbrille vor meine hellwachen Augen, mit denen ich versuchte, die neuesten Trends der Stadt aufzuspüren (EFES Bier, höllisch scharfe Pizza-Slices, Hooligan-Frisuren). Meine Hose steckte ich in die Socken, um es den örtlichen Jugendlichen gleich zu tun, die diesen Trend aus den asozialen Vorstädten ihrer Stadt mitgebracht und ins koole Ost-London transferiert haben.

Neben den für diesen Look obligatorischen weißen Socken trug ich Sportschuhe von REEBOK, meine derzeitige Lieblingshose von G-STAR, ein weißes T-Shirt von TOPMAN, eine Weste von THE SHIT, eine Cap von KENZO, ein wenig Gold-Bling-Bling – und einen mittelstarken Cockney-Akzent.

Ich fühlte mich sehr zugehörig, zu den perspektivlosen Jugendlichen dieser Stadt.

Am Flughafen London Heathrow, kurz vor meinem Rückflug, musste ich die Hose dann aber wieder aus den Socken ziehen. Man hielt mich für einen kleinganovigen Drogenkurier.

Klare Sache: der Look war brutalst authentisch.

 

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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Trend research Dandy Dave is looking for new fancy fashion trends!

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