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Look du Jour – 30

Fotos: Kaja Smith

Bevor wir zur Mode kommen ein paar Worte zur sagenumwobenen Location. Für Look du Jour – 30 sind wir in den Spreepark gegangen, besser gesagt eingedrungen. Der Spreepark ist ein verwahrloster Vergnügungspark, der im Berliner Plänterwald liegt. Gegründet wurde der Park 1969 als Kulturpark Plänterwald. Aufgrund von immensen Schulden, die sich über die Jahre angehäuft hatten, flüchtete Spreepark-Besitzer Norbert Witte samt Familie 2002 nach Lima, Peru. Seitdem verwahrlost das Gelände zusehens. Auch in Peru verlief das Projekt Vergnügungspark höchst unglücklich, daher entschloss sich Familie Witte kurzerhand in den Handel mit Vergnügungswaren einzusteigen. Man versuchte 167 kg Kokain im Mast eines Fliegenden Teppichs von Peru nach Deutschland zu schmuggeln, man wurde erwischt.

So, genug von Familie Witte, Spreepark und Kokain. Widmen wir uns der Mode. Ich trage eine Hose, die aufgrund von Farbe, Camel, und Form, aussgestelltes Bein, derzeit zu meinen favorisierten Hosen avanciert. Ein Pelzmantel, der vor gut einem Jahr erstmalig auf Dandy Diary zu sehen war. Und ein Pullover des koreanischen Labels Forward Mac. Dazu einen Land´s End Canvas Gürtel, sowie einen Lederhut, den ich auf einem Flohrmarkt in Zürich erstanden habe.

Den Shoot widme ich Petr, Neu-Mitglied von Dandy Diary, der heute Geburtstag hat. Petr, ich liebe dich.

Before we come to the  fashion a few words to the legendary location. For Look for du Jour – 30 we went to the Spreepark. The park is  a seedy amusement park, located in Berlin Plänterwald. The park was founded in 1969 as Kulturpark Plänterwald. Due to huge debts that had accumulated over the years, the Spreepark owner Norbert Witte and his family fled in 2002 to Lima, Peru. Since then, the park is left. In Peru, the amusement park project was highly unfortunate, therefore, the family Witte decided to deal entertainment products. They tried to smuggle 167 kg of cocaine in the mast of a Flying Carpet from Peru to Germany, they were caught.

So, enough of family Witte, Spreepark and cocaine. Now we´re coming to the fashion. I wear wide-legs pants, that I really like due to their  color  and form.  A fur coat that I wear the first time a year ago on Dandy Diary. And a sweater of the korean label Mac. Also I´m wearing a Land’s End Canvas belt, and a leather hat, which I bought on a flea-market in Zürich, Switzerland.

I dedicate the shoot to Petr, new member of Dandy Diary, whose birthday is today. Petr, I love you.

FASHION SHOWS

 

In Hedis Hood: Saint Laurent Show in “Los Angeles”

Der Mann, der Yves Saint Laurent das “Yves” nahm, und Millionen-Umsätze bescherte, hat gestern Abend in seiner schwer angesagten Hood Los Angeles eine Off-Season Show für all seine VIP-Freunde und ausgelesene Journalisten präsentiert.

Zu Ehren Slimane kamen Lady Gaga, Courtney Love, Lenny Kravitz, Sky Ferreira, CL, und, und – um in der Frontrow der seit den 1940er Jahren bestehenden Konzerthalle Hollywood Palladium Platz zu nehmen.

Sie bekamen eine von den Sixties inspirierte Kollektion und Show zu sehen – typisch für Slimane, der sich zum Ende, langhaarig, rockig, feiern ließ. Slimane ließ seine Indie-Model-Musen Staz Lindes, Lida Fox und Lilli Summer, um seine von seinem Stil-Idol Mick Jagger inspirierten Looks der extrem hippen Crowd vorzuführen.

Nach der Show performten noch Beck, Joan Jett und uns unbekannte Acts The Sloths, Cherry Glazerr und Allah-Las. It’s all about music!

 

NEWS

 

Morrissey hat Beef mit SUPREME

Während wir anfänglich noch ganz begeistert waren, von der neuen SUPREME-Werbekampagne, auf der der Sänger Morrissey im ikonographischen Boxlogo-T-Shirt zu sehen ist, stellt sich jetzt heraus: so toll ist das alles gar nicht.

Denn Morrissey ist, wie er das nunmal manchmal ist: stinksauer.

Der Shoot fand nämlich bereits im Oktober 2015 statt – und das war, bevor der Hardline-Veganer Morrissey spitzbekam, dass SUPREME von der Burger-Kette WHITE CASTLE gesponsored wird (was auch immer das bedeuten mag). Der ehemalige SMITHS-Sänger sagt dazu:

“I apologize enormously for the enfeebled photograph of me issued this week by Supreme. The shot was taken in October 2015. I considered the photograph to be fit only for a medical encyclopedia and I pleaded with Supreme not to use it. This was before I learned that Supreme were sponsored in part by the beef sandwich pharaoh known as White Castle. Supreme were issued with a legal caution not to use the photograph and their fee would be returned. Evidently Supreme have ignored my lawyer. No safety within the corridors of law. Ugh.

I offer excessive apologies for this association. Shame is indeed the name.”

Wir finden das von SUPREME nun natürlich auch ganz und gar nicht mehr gut und sind: #TeamMorrissey (ohnehin schon immer gewesen)

Von: Jakob

SPECIAL

 

Body Shaming: Britisches Label zwingt Models zum Essen

Das britische Label Rose & Willard, von dem wir bisher noch nicht einmal den Namen kannten, wird in Zukunft jedes Model dazu zwingen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, bevor es für Haus arbeitet.

Damit will die Gründerin von Rose & Willard, eine gewisse Heidy Rehman, die Models vor der aus ihrer Sicht dämonenhaften Branche schützen.

“Yes, it’s a form of nannying but we feel we have a responsibility to protect these young women from an industry which we believe can leave them exploited and puts them under pressure to starve themselves and damage their health and wellbeing,” sagt die selbsternannte Ernährungsexpertin.

Ablaufen soll das Ganze wie folgt: Unter Aufsicht von Mitarbeitern des Labels (oder vielleicht sogar der Chefin höchstpersönlich) müssen die Models eine Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei ist es den Mädchen weder erlaubt, die Nahrungsaufnahme zeitlich zu verschieben, noch lassen die harten Aufseher „kleine Häppchen“ durchgehen.

Verweigert sich ein Model dem beaufsichtigten Dinner, so wird weder das Mädchen selbst noch die Modelagentur für den Job bezahlt.

Damit ist – nachdem in Frankreich bereits ein umstrittenes Gesetz gegen „Magenmodels“ erlassen wurde – ein ganz neues Ausmaß von Body Shaming und generellen Unterstellungen erreicht.

Die erzwungene Nahrungsaufnahme impliziert, jedes Model hätte seine Ernährung nicht im Griff und bräuchte Unterstützung und Aufsicht beim Essen.

Das ist nicht nur eine beispiellose Respektlosigkeit gegenüber kerngesunden, von Natur aus schlanken Mädchen. Es hilft den tatsächlich magersüchtigen Models auch überhaupt nicht weiter. Ganz im Gegenteil:

Sie werden erneut mit der ignoranten Haltung gegenüber ihnen und ihrer Krankheit konfrontiert, die Heidy Rehman der Modebranche unterstellt und mit ihrem Schritt doch eigentlich bekämpfen will.

Wir sind erschrocken über so wenig Feingefühl von den eigentlich so zuvorkommenden Briten.

Text: David Jenal

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