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Look du Jour – 22

Fotos: Kaja Smith

Nicht allzu lang ist es her, da nahm ich für ein Look du Jour auf einem bleiernen Pferd Platz. Nun also auch mal ein Pferd aus Fleisch und Blut. Noch dazu ein überaus schönes Exemplar, das auf den klangvollen Namen Gladur hört. Tragen tue ich einen politisch inkorrekten Look, der von dem Despoten Kaiser Wilhelm II. inspiriert ist. Die Schärpe stammt aus dem 1. Weltkrieg, der Orden aus dem 2. Weltkrieg. Spats, ein Schuhschutz aus dem späten 19. Jahrhundert, kleiden meine Schuhe.

Not too long ago, we took a Look du Jour Shoot on a leaden horse. So today I sit on a horse of flesh and blood. Which answers to the name Gladur. I am wearing a politically incorrect look that is inspired by the despot Kaiser Wilhelm II. . The sash originates from the First World War, the medal from the Second World War. Spats, a shoe protection from the late 19th Century, are dressing my shoes.

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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