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Look du Jour – 22

Fotos: Kaja Smith

Nicht allzu lang ist es her, da nahm ich für ein Look du Jour auf einem bleiernen Pferd Platz. Nun also auch mal ein Pferd aus Fleisch und Blut. Noch dazu ein überaus schönes Exemplar, das auf den klangvollen Namen Gladur hört. Tragen tue ich einen politisch inkorrekten Look, der von dem Despoten Kaiser Wilhelm II. inspiriert ist. Die Schärpe stammt aus dem 1. Weltkrieg, der Orden aus dem 2. Weltkrieg. Spats, ein Schuhschutz aus dem späten 19. Jahrhundert, kleiden meine Schuhe.

Not too long ago, we took a Look du Jour Shoot on a leaden horse. So today I sit on a horse of flesh and blood. Which answers to the name Gladur. I am wearing a politically incorrect look that is inspired by the despot Kaiser Wilhelm II. . The sash originates from the First World War, the medal from the Second World War. Spats, a shoe protection from the late 19th Century, are dressing my shoes.

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No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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